
Schwere Gefechte im Libanon
Israels Truppen haben eine Bodenoffensive im Libanon gestartet. Nach israelischen Angaben soll es sich dabei um eine „begrenzte und gezielte“ Operation handeln. Es sei dabei zu „schweren Gefechten“ im Süden des Libanons gekommen. Ziel der Operation ist es, Hisbollah-Kämpfer aus dem Gebiet südlich des Litani-Flusses zu verdrängen. Zum Schutz vor Raketenbeschuss durch die Hisbollah hatte Israel etwa 60.000 Siedler aus dem Grenzgebiet evakuieren müssen. Der Hisbollah fehlen Mittel zur Luftabwehr. So kann die Hisbollah zwar langsame Drohnen und tieffliegende Hubschrauber bekämpfen, gegen Kampfjets fehlen jedoch die Mittel. Aus diesem Grund rücken israelische Panzer und Soldaten unter permanenter Luftunterstützung vor.
Innerhalb von wenigen Stunden haben die israelischen Truppen bereits etwa 100 Menschen getötet. So wurde etwa das Wohngebiet Haret Hreik in Beirut schwer beschädigt. Auch vor Flüchtlingen machte Israel nicht halt: Im palästinensischen Flüchtlingslager Ain al-Hilwah wurden sechs Menschen ermordet. Parallel zum Angriff auf libanesischem Territorium gehen die Kampfhandlungen in Gaza weiter. Zudem hat die israelische Luftwaffe einen neuerlichen Angriff auf die syrische Hauptstadt Damaskus geflogen. Die Hisbollah widerspricht unterdessen der israelischen Darstellung und behauptet, dass es zu keinen schweren Kampfhandlungen mit ihren Kämpfern gekommen sei.
Dennoch ist der Kampfeinsatz für Israel nicht ohne Risiko. Gelingt es Israel nicht, die Hisbollah innerhalb einer begrenzten Zeit zu vernichten, muss sich der Judenstaat auf einen langwierigen und verlustreichen Partisanenkampf einstellen. Im Krieg von 2006 stand Israel vor genau dieser Situation. Letztlich musste sich Israel unter Verlust von 163 Soldaten aus dem Libanon wieder zurückziehen, ohne sein Ziel erreicht zu haben. Die Hisbollah feiert diesen Sieg bis heute. Außerdem könnte die Stimmung in der arabischen Welt kippen. Aktuell sind in den meisten Staaten pro-zionistische Regierungen am Ruder. So hatte der jordanische Außenminister Ayman Safadi sich noch vor wenigen Tagen vor Israel verneigt: „Wir sind hier, Vertreter von 57 arabischen und muslimischen Ländern, und ich sage Ihnen in aller Eindeutigkeit, dass wir alle bereit sind, Israels Sicherheit zu garantieren, wenn Israel die Besatzung beendet und die Schaffung eines palästinensischen Staates erlaubt.“
Weiterhin verletzt Israel die UN-Resolution 1701. Der Beschluss wurde 2006 aufgrund des einmonatigen Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah gefasst und sah einen Rückzug aller israelischen Truppen aus dem Süden des Libanons vor. Unifil erklärte daher mit Blick auf die neuerlichen israelischen Ausschreitungen, dass die Offensive „eine Verletzung der libanesischen Souveränität und territorialen Integrität sowie einen Verstoß gegen die Resolution 1701 (des UN-Sicherheitsrats)“ darstelle.
In Vorbereitung der Offensive hatte Israel mehrere Tausend Pager zur Explosion gebracht und zahlreiche Menschen, darunter Kinder, ermordet. Weiterhin gab es eine Serie von Luftschlägen. Zusätzlich wurde der im Libanon sehr beliebte Führer der Hisbollah-Miliz Hassan Nasrallah ermordet.
Vergeltungsschläge aus Teheran
Dass Israel die Entfesselung eines größeren Krieges in der Region heraufbeschwört, lassen auch die neuerlichen Reaktionen des Iran auf Israels Verbrechen im Libanon erahnen. Am 1. Oktober wurden fast 200 Raketen aus dem Iran Richtung Israel geschossen, die jedoch zum Großteil abgefangen werden konnten. Bis auf einen Palästinenser wurden keine Toten beklagt. Die iranische Regierung hat bekräftigt, keinen Krieg mit Israel anzustreben, will aber die Angriffe intensivieren, wenn Israel, mit den Worten des zionistischen Terrorchefs Benjamin Netanjahu, weiterhin „Vergeltung“ übt. Es wird kein Frieden im Nahen Osten einkehren, solange Israel weiterhin, unterstützt durch die Staaten des Westens, seine imperialistische und von einem alttestamentarischen Auserwähltheitswahn besessene Gewaltpolitik gegen die autochtonen arabischen Nachbarvölker fortsetzen kann!
Die Partei „Der III. Weg“ lehnt jegliche Solidarität mit Israel ab. Waffenlieferungen an den Terrorstaat müssen endlich eingestellt werden! Die BRD als Besatzungskonstrukt der judäoplutokratischen Siegermächte, das nicht in der Traditionslinie eines souveränen deutschen Staates steht, hat außerdem kein Recht dazu, die Unterstützung von Israels imperialistischen Aggressionen als „deutsche Staatsräson“ zu bezeichnen. Weiterhin ruft die nationalrevolutionäre Bewegung dazu auf, Produkte aus dem zionistischen Gebilde konsequent zu boykottieren.













