
Deutlich gravierender werden die Streichungen bei Audi ausfallen. Wie der Konzern angekündigt hatte, sollen dort bis Ende 2029 7.500 Stellen wegfallen. In Neckarsulm und Ingolstadt werden die Stellen gestrichen; Produktionsarbeitsplätze seinen hingegen nicht betroffen. Zunächst sollen bis 2027 6.000 Kündigungen erfolgen. Die um zwölf Prozent sinkenden Absatzzahlen (innerhalb Deutschlands sogar 21 Prozent) erklären den Abbau bei der VW-Tochter.
Die Partei „Der III. Weg“ steht mit ihrem Programm in Punkt 2 für eine Abkehr vom kapitalistischen Wachstumszwang, der unter anderem auch zur Einsparung bei den Personalkosten drängt. Umsatzzahlen und Gewinnmargen sagen nichts über die Verteilung der Wachstumsgewinne aus. Ein Konzern kann wunderbare Zahlen schreiben, aber am Ende profitieren nur reiche Aktionäre, die Konzernführung und einige Spekulanten. Ob die breite Masse der Arbeiter davon profitiert, steht auf einem anderen Blatt. „Der III. Weg“ erstrebt soziale Gerechtigkeit und will, dass man in Deutschland von ehrlicher Arbeit auch gut leben kann und einen sicheren Arbeitsplatz behält.
Um dieses Ziel zu verwirklichen, muss folgendes geschehen: Die Globalisierung muss eingedämmt werden. Durch Schutzzölle muss Europa vor außereuropäischen Dumping-Produkten geschützt werden. Deutschland braucht eine raumgebundene Volkswirtschaft, weil die zunehmenden globalen Abhängigkeiten unser Land gefährden. Ziel der produktiven Wirtschaft muss es sein, die Bedarfsdeckung des Volkes mit allen notwendigen Gütern zu gewährleisten. Grundsätzlich braucht es die Marktwirtschaft. Die Planwirtschaft ist ein eindrucksvoll gescheitertes Konzept. Dort jedoch, wo die Unabhängigkeit durch das freie Spiel des Marktes gefährdet ist, muss der Staat Verantwortung übernehmen und als Dirigent der Wirtschaft ins Spiel kommen. Wichtige Schlüsselindustrien müssen daher verstaatlicht werden. Es ist im Einzelfall durchaus akzeptabel, wenn Konzerne weniger rentabel arbeiten, wenn so die Unabhängigkeit der Nation bei überlebenswichtigen Gütern gesichert bleibt.













