AfD verabschiedet sich von „Remigration“ und schließt Matthias Helferich aus

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Im inneren Richtungsstreit in der AfD hat das liberale Lager seine solide Machtstellung weiter zementiert. Das Landesschiedsgericht von Nordrhein-Westfalen hat den Ausschluss des vermeintlichen „Rechtsauslegers“ Matthias Helferich beschlossen. Das Urteil in Nordrhein-Westfalen ist auch im Kontext inhaltlicher Programmkorrekturen zu sehen. So hat sich die Partei in einem kürzlich veröffentlichten Strategiepapier von Begriffen wie „Remigration“ und „Deutscher Leitkultur“ getrennt. Der Entwicklungsprozess macht deutlich, worauf Nationalrevolutionäre schon lange hingewiesen haben: Eine reformistische Partei kann niemals eine Alternative für Deutschland sein. Nicht der vermeintlich bequeme, sondern allein der kompromisslos nationalrevolutionäre Weg kann Deutschlands Zukunft sichern.

 

 

AfD wird endgültig zur Systempartei

Es gibt verschiedene Deutungsmuster über die AfD. Für viele klarsehende Nationalisten ist die AfD nichts anderes als eine weitere liberalistische Partei innerhalb des Systems. Doch es gibt auch viele Nationalisten, die guten Willens sind und einen anderen Blick auf die „Blauen“ haben. Sie sehen in der AfD einen Wettstreit zweier Lager am Werk. Ein liberales Lager konkurriert nach dieser Sichtweise mit einem vermeintlich radikaleren, völkischen Lager. Durch Beeinflussung eines „metapolitischen Vorfelds“ und aktivem Engagement innerhalb der Partei, könne man den „guten Kräften“ in der AfD zum Sieg verhelfen. Die Partei an sich sei jedoch aufgrund ihrer politischen Stärke und ihres gesellschaftlichen Einflusses alternativlos. Tatsächlich ist es so, dass das „völkische Lager“ innerhalb der AfD von nationalistischen Anhängern, aber natürlich auch von Gegnern der AfD stärker dargestellt wird, als es tatsächlich ist. Einige wenige mehr oder minder populäre Charaktere prägen die Wahrnehmung der AfD.

Doch deren Einfluss auf Programmatik und innerparteiliche Abläufe ist weitaus geringer, als landläufig angenommen. Ein Großteil der Funktionäre und innerparteilicher Entscheidungsträger in der AfD entstammt dem Altparteienfilz und ist der Öffentlichkeit kaum bekannt. Wenn man einen historischen Vergleich ziehen will, dann ist die Situation bestenfalls vergleichbar mit der FDP der frühen 1950er Jahre. Damals versuchte ein Kreis standhaft gebliebener Nationalsozialisten, das System über den Umweg einer demokratischen Partei umzukrempeln. Letztlich scheiterten diese Männer und schieden im Laufe der Zeit aus der Partei. Grob inhaltlich kann man die AfD mit der CDU vergleichen. Christdemokratische Politiker haben über Jahrzehnte mit markigen rechtspopulistischen Sprüchen einen Großteil des rechten Wählerpotenzials eingefangen. Im Laufe der Zeit haben sowohl FDP als auch CDU eine Entwicklung genommen, die nur für naive Beobachter überraschend gekommen ist. Genau die gleiche Entwicklung nimmt auch die AfD.

Glaubt man wohlmeinenden Anhängern der AfD, dann werden die völkischen Kräfte innerhalb der AfD immer stärker. Der Fall der unsäglichen Unvereinbarkeitsliste, die radikale Kreise vom Eintritt in die Partei abhalten soll, sei beispielsweise nur noch eine Frage der Zeit. Nun wurden jedoch einmal mehr die wahren Verhältnisse in der Partei sichtbar. Um anschlussfähig an die „konservativen“ Altparteien zu werden, hat man sich in einem neuen 7-Punkte-Grundsatzpapier von Begriffen wie „Remigration“ oder der „deutschen Leitkultur“ getrennt. Vertreten wird dieser Schritt von Spitzenpolitikern wie der lesbischen Parteichefin Alice Weidel und dem russlandfreundlichen Fraktionschef Tino Chrupalla. Der Begriff der „Remigration“ ist ein zentrales Anliegen des selbsternannten „metapolitischen Vorfelds“ der AfD. Er fällt nun, weil der Verfassungsschutz das Konzept dahinter als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft hat. Offenbar ist der Einfluss des Verfassungsschutzes auf die AfD größer als der von IB-Frontmann Martin Sellner. Selbst die Formulierung „Deutsche Leitkultur statt Multikulti“, die für viele Rechte eine Selbstverständlichkeit darstellt, ist für die AfD künftig tabu.

Dafür plant die AfD klassisch wirtschaftsliberale Maßnahmen; so eine Senkung der Einkommenssteuer, von der in der Praxis überwiegend Reiche profitieren würden. Auch an der Nähe zum imperialistischen Terrorstaat Russland hält man fest: Die Nord-Stream-Pipeline soll wieder repariert und in Betrieb genommen und Waffenhilfen an die Ukraine komplett eingestellt werden. Für dieses Anliegen ist die AfD sogar bereit, eine politische Querfront mit dem neokommunistischen Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) einzugehen. Sowohl auf Landesebene in Thüringen als auch auf Bundesebene hat es bereits beiderseitige Annäherungen gegeben. Für ihr Schaffen in der Partei haben sich die gierigen AfD-Eliten schon vorab selbst entlohnt: Erst kürzlich wurde eine Verdoppelung der Zulagen für Weidel und Chrupalla auf satte 12.000 Euro von der Partei bewilligt.

 

Politische Säuberungen als vorauseilender Gehorsam

Für die inhaltliche Säuberung in der AfD, um die Machthaber des Systems im Hinblick auf ein mögliches kommendes Verbotsverfahren gnädiger zu stimmen, spricht der Ausschluss von Matthias Helferich. Das selbsternannte „freundliche Gesicht des NS“ wurde von einem parteiinternen Schiedsgericht ausgeschlossen. Helferich wird vorgeworfen, mit seinen Äußerungen „völkische Tendenzen“ zu erkennen gegeben zu haben. Konkret habe er sich in E-Mails „rassistisch“ geäußert und sich der „Sprache von Nazis“ bedient. So sei beispielsweise der Ausdruck „Viecher“ mit Blick auf Migranten gefallen. Helferich habe damit „in schwerwiegender Weise“ gegen Grundgesetz und Menschenwürde verstoßen.

Helferich gilt als Exponent der radikalen Kreise innerhalb der AfD, weil er beispielsweise dem pseudosozialrevolutionären Konzept des „Solidarischen Patriotismus“ von Benedikt Kaiser nahesteht oder auch Projekte des sogenannten Vorfelds wie „Einprozent“ mehrfach unterstützt hat. Doch kein Rechtspopulist ohne seine andere Seite, die weiten Kreisen oftmals unbekannt ist. Helferich ist auch Liebling des AfD-Schwulenkreises „Alternative Homosexuelle“. 2019 kürten ihn die warmen AfD-Brüder in einem Facebook-Post zum „schönsten Mann“ in der AfD. Helferich, der schon öfters mit den schwulen Parteigenossen kokettiert hat, freute sich auch schon „auf nen Piccolo bei euch“. Zudem muss Helferich auch als Stauffenberg-Anhänger eingestuft werden. So schusterte er der Anti-Rechts-Rechercheplattform CORRECTIV ein Bild von sich mit Stauffenberg-T-Shirt zu. Er denke mit voller Bewunderung an das „historische Erbe des deutschen Widerstandes um Claus Schenk Graf von Stauffenberg“. Sehr unpassend für ein angebliches „Gesicht des NS“.

Wenngleich Matthias Helferich nicht gerade zur Vorzeigefigur der „Guten“ in der AfD taugt, muss der Ausschluss seiner Person durchaus als Einblick in die Verhältnisse in der Partei gewertet werden. Er verdeutlicht, dass die AfD ein Irrweg ist. Viele naive Nationalisten sehen die stetig wachsenden Umfrageergebnisse und den kontinuierlichen Zugewinn an neuen Sitzen in den Gremien dieses Landes und lassen sich davon begeistern. Beinahe schon verächtlich blicken sie auf die nationalrevolutionäre Bewegung. Es würde sich nicht lohnen, die Partei „Der III. Weg“ zu unterstützen, weil nur die AfD tatsächlich Macht gewinnen und etwas verändern könne. Wir hätten außerdem zu wenig Zeit, um den mühsamen Weg eines nationalrevolutionären Aufbaus zu betreiben.

Doch die Wahrheit ist, dass die vermeintliche „Revolution“ in der AfD letztlich ihre eigenen Kinder frisst. Gutmeinende Unterstützer werden letztlich feststellen, dass sie ihre Hingabe und Energie vergeudet haben. Am Ende wird die AfD dort stehen, wo CDU und FDP heute stehen. Lediglich mit dem Unterschied, dass sie sich geopolitisch auf die Seite Asiens schlägt. Wer meint, dass wir zu wenig Zeit hätten, der muss gerade jetzt in der nationalrevolutionären Bewegung aktiv werden, um keine Zeit im Kampf um unsere Volkssubstanz zu verlieren. Der gerade, kompromisslose Weg ist steinig und deutlich mühseliger als der „rechtspopulistische“ Weg an den verlockenden Futtertrögen des Systems. Aber die Erkenntnis über das wahre Wesen der AfD muss jetzt und nicht irgendwann einmal fallen.

1 Kommentar

  • Wahre Worte!!!

    Ostland 10.07.2025