Top-Manager: Renten-System steht vor dem Kollaps

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Im Interview mit dem Handelsblatt hat sich Marc Llistosella, Chef des Weltkonzerns „Knorr-Bremse“, zur Zukunft des Renten-Systems geäußert. Er warnt vor einem Kollaps der gesetzlichen Rente in zehn Jahren. Er kritisiert dabei, dass ein offenkundiges Problem von der Politik ausgeblendet wird. Wenn die Herrschenden so weiter wirtschaften wie bisher, wird er Recht behalten. Die Partei „Der III. Weg“ setzt sich daher für revolutionäre Veränderungen ein. Welche? Das erfahrt ihr hier.

 

Das Renten-System ist am Ende

„Wer sagt denn offen, dass unser Rentensystem in zehn Jahren so nicht mehr funktionieren wird?“ Das fragt Marc Llistosella provokant im Interview mit dem Handelsblatt. Mit klaren Worten fasst er die Fakten zusammen: Von knapp 84 Millionen Einwohnern beziehen in Deutschland bereits jetzt 21 Millionen eine Altersrente. In wenigen Jahren kommen noch einmal sieben Millionen Altersrentner dazu. Bereits jetzt zahlen Werktätige einen Beitragssatz von 18,6 Prozent ihres Bruttoeinkommens für die gesetzliche Rentenversicherung. Doch trotz diesem hohen Anteils, dem ein ebenso hoher Satz durch die Arbeitgeber entspricht, genügen die Beitragszahlungen bereits jetzt nicht für die Finanzierung des Systems. Im vergangenen Jahr musste der Staat 117,9 Milliarden Euro an Steuergeld zur Rentenversicherung hinzuschießen. Trotz absehbaren Rentenbeitragserhöhungen werden auch die Steuerzuschüsse steigen müssen. Dabei bedeutet die wachsende Zahl an Rentnern de facto auch eine abnehmende Anzahl an Beitragszahlern. Ein System, das so nicht funktionieren kann.

Von der Politik fordert Llistosella, dass sie den Menschen endlich reinen Wein einschenken soll. Doch davon ist wenig zu spüren. Kein Wunder in einem System, in dem Politiker stetig nach der Wählergunst schielen müssen. Auf der Ausgabenseite, also bei den Rentenauszahlungen, wollen die Politiker keine Kürzungen durchführen. Als Wählergruppe sind Rentner bereits jetzt schon eminent wichtig und ihre Bedeutung wächst natürlich weiterhin. Praktisch verteilen die Herrschenden sogar noch Geschenke: So will die SPD im Rentenpaket II das Rentenniveau auf 48 Prozent stabilisieren. Mit der Mütterrente gibt es ein weiteres Geschenk für die Wählerschaft aus der Boomer-Generation.

Auf der anderen Seite geht das natürlich zu Lasten der Beitragszahler. Schon jetzt können sich junge Menschen nicht mehr den Wohlstand leisten, den sich vorherige Generationen noch gönnen konnten. Jetzige Generationen wachsen mit dem kaum hinterfragten Kredo auf, dass sie selbst keine Rente mehr erhalten werden. Arbeit lohnt sich aufgrund der wachsenden Abgabenlast immer weniger. Kontinuierlich werden Steuern und Beiträge in die Höhe geschraubt. Die Herrschenden hoffen darauf, dass das bei moderatem Tempo niemandem auffällt. Doch auf lange Sicht – auf zehn Jahre zum Beispiel – gerät diese Entwicklung unweigerlich völlig aus dem Ruder. Aber zehn Jahre sind eine Zeit, in der sich viele Polit-Bonzen bereits aus dem Schneider sehen.

Was tun? Da sind die Antworten von Llistosella dürftig. Er hält die Rettung der Stahl- und Automobilindustrie aufgrund der hohen Energie- und Arbeitskosten für nicht möglich und setzt kurzsichtigerweise auf hemmungslose Verschacherung des eigenen Industriekapitals an globale Konkurrenten. Schlüsselunternehmen sollten verkauft werden. Als „positives Beispiel“ nennt der Knorr-Manager den Verkauf des schwedischen Autokonzerns Volvo an die chinesische Firma Geely. Außerdem beklagt er, dass die Energiewende zu „massiven Verwerfungen“ führen und „sehr teuer für uns alle“ würde. Konkrete Maßnahmen zur Rettung, Restauration oder gar Revolution des Rentensystems nennt er nicht.

 

Was sich ändern muss

Der wichtigste, einfachste, zugleich aber auch schwierigste Punkt ist die demografische Wende. Der Hauptgrund, warum die Rechnung hinter dem Generationen-Vertrag nicht mehr aufgeht, sind die mangelnden Geburten. In Punkt 3 ihres Parteiprogramms stellt die Partei „Der III. Weg“ prägnant klar: Deutsche Kinder braucht das Land! Auf lange Sicht bedeuten mehr Kinder mehr Arbeiter und damit mehr Beitragszahler. Warum die Deutschen zu wenige Kinder kriegen, hat verschiedene Gründe. Da sind zum einen monetäre Gründe: Eben weil Eltern Kindern nicht das Leben finanzieren können, was sie ihnen gerne bieten würden, bleibt es oftmals bei einem oder maximal zwei Kindern. Wenn überhaupt. Zum anderen entscheiden sich Paare aber auch immer öfter grundsätzlich gegen Kinder. Etwa 100.000 Abtreibungen von überwiegend gesunden, deutschen Kindern pro Jahr sind nur ein Aspekt des dramatischen Geburtenschwunds.

Die größte Revolution muss in den Köpfen stattfinden: Deutsche Großfamilien müssen als etwas natürliches und erstrebenswertes erscheinen!
Aber die Auswirkungen dieser Revolution sind natürlich nicht sofort spürbar. Erst nach etwa zwanzig Jahren würde sich eine jetzige Steigerung der Geburtenrate „amortisieren“. Zwar würde die Einführung einer großzügig bemessenen Volksrente anhand der aktuellen demographischen Stuation erhebliche Belastungen mit sich bringen, solange die Nachwirkungen der Geburtenarmut anhalten, aber dies wäre ein notwendiges und ehrenvolles Opfer, von der jeder Schaffende im Alter selbst profitieren würde. Erneut zeigt sich auch hier, wie wichtig eine Bevölkerungspolitik, die aktiv Familiengründungen begünstigt, ist, um den Aufbau eines nationalrevolutionären Sozialstaates zu ermöglichen. Die Krise ist bereits jetzt da und in zehn Jahren wird sie sich, wie Llistosella richtig bemerkt, zur Katastrophe ausgeweitet haben.

In der Zwischenzeit gibt es durchaus auch genügend Möglichkeiten, den Sozialhaushalt zu entlasten, um diesen zur Finanzierung der Renten hinzuzuziehen. Das müssen gar nicht zwingend Rentenkürzungen sein. Einsparungen können beispielsweise durch die konsequente Ausweisung arbeitsloser Ausländer erzielt werden. Anstatt Millionen Ausländer zu veralimentieren, „Entschädigungen“ und Entwicklungshilfe an alle Welt zu zahlen und das schwarze Loch EU zu füttern, sollte eine gute Regierung Steuergeld ausschließlich für deutsche Interessen einsetzen. Auf der Einnahmenseite braucht es eine Revolution des Steuersystems. Kapitalstarke Wirtschaftsteilnehmer können und müssen durch den Staat bei gleichzeitiger Entlastung des Mittelstandes viel stärker in die Pflicht für die Gemeinschaft genommen werden.

Auch für einen würdevollen Lebensabend des Deutschen hat der Sozialstaat zu sorgen und ebenso wie die Erhaltung der allgemeinen Volksgesundheit auch die Pflege und Altersversorgung nicht etwa zu einem Geschäftsmodell für private Versicherungen und Banken zu machen. Eine gerechte und großzügige staatliche Altersversorgung muss jedem Deutschen nach dem Maße zugestanden werden, wie er mit seiner Lebensleistung zum Gemeinwohl des Volkes beigetragen hat. Das biologische Schicksal des Alterns darf den deutschen Menschen nicht aufs Abstellgleis stellen, sondern auch zu seinem Lebensabend muss er, gemessen an seinem früheren Einkommen, eine großzügige Rente erhalten. Dazu ist eine Einheitsrente einzuführen, die direkt aus dem Staatshaushalt gezahlt wird und für die allein der Volksstaat hinsichtlich Höhe und Sicherheit der Zahlungen bürgt.

Fakt ist jedoch, dass dicke Bretter gebohrt werden müssen und Schluss mit Klein-Klein sein muss. Die Herrschenden haben lange genug bewiesen, dass sie hierzu nicht imstande sind. Mach‘ Schluss mit dem BRD-Trauerspiel und führe die nationalrevolutionäre Bewegung zur längst überfälligen Wende!