
Connewitz: Ausgangsort linksextremer Straftaten
Connewitz ist ein Stadtteil im Süden Leipzigs, der seit Jahrzehnten als symbolisch aufgeladener Rückzugsort des linksradikalen und autonomen Milieus gilt. Besetzte oder ehemals besetzte Häuser, selbstverwaltete Projekte sowie bekannte Veranstaltungsorte wie das Conne Island fungieren dabei als Anlaufstellen, an denen sich Akteure des militanten Linksextremismus aus dem gesamten Bundesgebiet treffen und vernetzen.
So verwundert es auch nicht, dass Connewitz immer wieder Schauplatz linksextremistisch motivierter Straftaten ist. In der Vergangenheit kam es nicht nur zu zahlreichen Sachbeschädigungen, etwa an Fahrzeugen, Parteibüros oder Immobilien, sondern auch zu gewalttätigen Übergriffen auf Personen, die von Teilen der Szene als vermeintlich „rechts“, „reaktionär“, „faschistisch“ oder politisch unerwünscht eingeordnet wurden. Insbesondere im Kontext von Demonstrationen kam es zudem häufig zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, bei denen unter anderem Steine, Pyrotechnik, Barrikaden und andere Gegenstände eingesetzt wurden. Verletzte Einsatzkräfte und erhebliche Sachschäden, die letztendlich den Steuerzahler teuer zu stehen kamen, waren die Bilanz.
Als Reaktion auf diese Entwicklung richteten die sächsischen Behörden die Sonderkommission „Soko LinX“ ein, die sich gezielt mit der Aufklärung linksextremistisch motivierter Gewalttaten befasst. Trotz einzelner Ermittlungs- und Fahndungserfolge gilt die Aufklärungsquote in diesem Deliktbereich weiterhin als vergleichsweise niedrig.
Sturm auf Connewitz
Als sich Ende 2014 PEGIDA gründete und es mit regelmäßigen Demonstrationen schaffte, vom bürgerlichen Konservativen bis hin zur radikalen nationalistischen Jugend ein breites Spektrum zu mobilisieren, entstand bald darauf auch der Leipziger Ableger LEGIDA. Zeitgleich während einer LEGIDA-Demonstration zogen am 11. Januar 2016 zum ersten Jahrestag von LEGIDA einige hundert rechte Teilnehmer mit einer Spontandemonstration durch Connewitz, um zu signalisieren, dass die Straßen von Leipzig allen gehören und nicht nur den Linksextremisten, die das Viertel für sich beanspruchen. Dass man Connewitz nicht widerspruchslos dem roten Mob überlässt und jeder deutsche Bürger auf deutschen Straßen demonstrieren kann, wo er will, wurde dem linksextremen Pöbel deutlich bewusst gemacht.
Der linksextremistischen Szene bekam die ihnen verabreichte eigene Medizin gar nicht gut zu schmecken. Wochenlang wurde über zu Bruch gegangene Scheiben und das durch hochdynamische Prozesse verwüstete Viertel berichtet. Ebenso ging die Ära der gefühlten Unantastbarkeit des linken Kiezes zu Ende und der ein oder andere rote Genosse gelangte so zur Erkenntnis, dass es auch im Antifa-Staat BRD keine uneinnehmbaren Burgen des Linksextremismus gibt.
Zehn Jahre nach den Ereignissen wirkt der spontane Connewitz-Besuch der LEGIDA-Demonstranten in Teilen der linken Szene weiterhin nach. Anlässlich des Jahrestags wurden neben scharfen verbalen Angriffen auf politische Gegner erneut Deutungen verbreitet, die das Geschehen als Beleg für ein Versagen staatlicher Sicherheitsbehörden werten. Insbesondere das Vorgehen der Polizei steht dabei in der Kritik. Ihr wird von linker Seite vorgeworfen, den Zug von Teilnehmern der LEGIDA-Demonstration in den Stadtteil Connewitz nicht verhindert, antifaschistische Gegenreaktionen im Anschluss jedoch mit erheblicher Härte unterbunden zu haben.
Stress innerhalb der linksextremen Szene
Zehn Jahre nach dem „Sturm auf Connewitz“ könnte es im Leipziger Stadtteil erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen, diesmal jedoch auf Grund von Konflikten in den vermeintlich eigenen Reihen. Auslöser ist ein tiefgreifender Konflikt innerhalb der linken Szene, der sich seit dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 verschärft hat und die Szene in zwei Lager teilt, die sich darin uneins sind, ob linke Solidarität Israel oder Palästina gelten soll. Während der als „antideutsch“ bezeichnete Teil der Szene Israels Existenzrecht mit aller Vehemenz betont, stehen ihm neue antiimperialistische Gruppen gegenüber, die sich offen mit palästinensischen Anliegen identifizieren. Connewitz, lange ideologisches Zentrum der Leipziger Linken, ist dabei zum zentralen Konfliktraum geworden.
Im Fokus der Kritik stehen prominente Akteure wie die Landtagsabgeordnete der „Linken“ Juliane Nagel und ihr Büro LinXXnet sowie der Szeneclub Conne Island, der ein klares Bekenntnis zum Existenzrecht Israels voraussetzt. Diese Haltung hat sie zum Feindbild neuer Gruppierungen gemacht, die Connewitz „Rassismus“ vorwerfen und für den 17. Januar bundesweit zu einer Demonstration unter dem Motto „Antifa heißt Free Palestine“ mobilisieren. Die Connewitzer Antifa reagiert mit einer eigenen Gegenkundgebung. Mobilisierungsaufrufe im Internet und Graffiti mit Bezug zur Gegendemo deuten auf eine mögliche Eskalation hin. Die Polizei bereitet sich daher mit einem Großeinsatz aus Landes- und Bundeskräften auf den Tag vor.
Antideutsche und ihr Ausländerproblem
Mit den Antideutschen und den Antiimperialisten stehen sich nun zwei Strömungen gegenüber, die sich nicht nur politisch, sondern auch in ihrer sozialen Zusammensetzung oftmals unterscheiden. Während die antideutsche Antifa sich – anders als ihr Name vermuten lässt – häufig aus autochthonen, meist akademisch geprägten Milieus der Großstädte rekrutiert, finden sich bei den Antiimperialisten überdurchschnittlich viele Aktivisten mit Migrationshintergrund. Diese Entwicklung zeigt sich auch in Connewitz, wo unter anderem die Gruppe „Migrantifa“ für die geplante Großdemonstration mobilisiert und mit den alteingesessenen Antideutschen auf Konfrontationskurs geht.
Der Konflikt der Straße könnte nun auch in den sächsischen Landtag überschwappen, in dem nicht nur Juliane Nagel als Abgeordnete tätig ist, sondern auch der vietnamesische Linken-Politiker Nam Duy Nguyen, in dessen Büro sich das „Palästina Aktionsbündnis Leipzig“ in der Vergangenheit traf. Zunächst dürfte er sich jedoch erstmals auf der Straße entladen, wenn beide Lager am 17. Januar aufeinandertreffen. Mehr als 1000 Polizisten sollen an diesem Tag in Leipzig im Einsatz sein, um Schlimmeres zu verhindern.
Es entbehrt jedoch nicht einer gewissen Komik, wenn sich Teile der linken Szene am kommenden Sonnabend mit gewaltbereiten Migrantengruppen konfrontiert sehen, die sonst als politische Verbündete und besonders schützenswert betrachtet werden, und nun am eigenen Leibe erfahren werden, welche Konsequenzen es haben kann, wenn Konflikte aus anderen Teilen der Welt bewusst in unser Land importiert werden.
Als außenstehender Beobachter bleibt nur die Hoffnung, dass keine unbeteiligten Bürger zu Schaden kommen und sich mögliche Gewalthandlungen auf die militanten Akteure innerhalb der linken Szene selbst beschränken. Unabhängig davon, ob es sich um Antideutsche oder Antiimperialisten handelt, stehen beide Strömungen für eine deutschfeindliche Politik und für eine menschenverachtende Ideologie. Ein funktionierender Rechtsstaat würde daher nicht nur staatliche Förderungen konsequent streichen, sondern Antifa-Strukturen insgesamt als terroristische Organisationen einstufen und zerschlagen! Unsere Partei und Bewegung Der III. WEG steht daher als einzige politische Kraft in der BRD für die konsequente Bekämpfung des Kommunismus und Antifaschismus samt aller handelnden Akteure, egal von welcher Seite!













