Am Samstag, dem 07.03.2026, fand im Stützpunkt Bodensee/Südbaden der politische Stammtisch des Monats März statt. Neben der gemeinsamen Planung zukünftiger politischer Aktionen hielt ein Aktivist einen Vortrag zum Thema „Verhalten auf Demonstrationen“. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere ein besonnenes, angemessenes Auftreten auf der Straße sowie die Rechte von Demonstranten im öffentlichen Raum.
Demonstrationen sind ein kraftvolles Instrument politischen Widerstands und ein sichtbarer Ausdruck kollektiver Entschlossenheit. Sie schaffen Öffentlichkeit, setzen klare Zeichen und tragen unsere politischen Forderungen direkt auf die Straße. Damit eine Demonstration ihre volle Wirkung entfalten kann, braucht es jedoch mehr als bloße Präsenz: Entscheidend sind eine konsequente Vorbereitung, klare Absprachen und ein geschlossenes Auftreten. Aufmerksamkeit entsteht nicht zufällig, sondern durch strategisches Handeln, Disziplin und eine entschlossene Durchführung. Wer Aktionen sorgfältig plant, stärkt nicht nur ihre politische Schlagkraft, sondern sorgt auch dafür, dass der Ablauf stabil, wirkungsvoll und möglichst störungsfrei bleibt.
Für unsere Aktivisten bedeutet die Teilnahme an einer Demonstration weit mehr als bloße Anwesenheit. Im Unterschied zu spontan teilnehmenden Unterstützern übernehmen sie die Verantwortung für Struktur, Ablauf und Außenwirkung einer Aktion. Sie tragen organisatorische Aufgaben, sorgen für Orientierung im Protestgeschehen und prägen durch ihr Auftreten maßgeblich das öffentliche Bild der Versammlung.
Disziplin innerhalb der eigenen Reihen ist eine zentrale Voraussetzung für einen geschlossenen, belastbaren und politisch wirksamen Auftritt. Eine Demonstration darf nicht dem Zufall, individuellen Launen oder unkoordiniertem Verhalten überlassen werden. Wer im öffentlichen Raum mit politischem Anspruch auftritt, hat sich den gemeinsamen Strukturen, Absprachen und Vorgaben unterzuordnen.
Dabei ist klar zwischen unseren Aktivisten einerseits sowie spontan teilnehmenden oder unterstützenden Personen andererseits zu unterscheiden. Von organisiert eingebundenen Kräften ist in jeder Phase ein höheres Maß an Verlässlichkeit, Disziplin, Selbstkontrolle und Auftretenssicherheit zu erwarten. Sie tragen Verantwortung für Ordnung, Ausstrahlung und Stabilität der gesamten Aktion. Unklarheiten, Nachlässigkeit oder eigenmächtiges Verhalten aus diesem Kreis schwächen nicht nur den Ablauf, sondern beschädigen die politische Wirkung der gesamten Versammlung.
Teilnehmer aus dem weiteren Umfeld oder aus der interessierten Öffentlichkeit verfügen häufig nicht über denselben organisatorischen Hintergrund. Dennoch entbindet dies nicht von der Notwendigkeit, grundlegende Regeln für alle sichtbar und verbindlich zu machen. Zentrale Auflagen, Verhaltensstandards und organisatorische Abläufe sind klar zu kommunizieren und nach Möglichkeit konsequent durch den Ordnerdienst durchzusetzen. Wo keine gemeinsame Linie erkennbar ist, entsteht Unruhe; wo Disziplin fehlt, geht politische Wirkung verloren.
Unsere Aktivisten haben daher nicht nur Vorbildfunktion, sondern auch die Aufgabe, Ruhe, Klarheit und Geschlossenheit in die Versammlung zu tragen. Wer Verantwortung übernimmt, sorgt dafür, dass Regeln eingehalten, Absprachen respektiert und Störungen frühzeitig begrenzt werden. Eine starke Demonstration entsteht nicht allein durch Anzahl, sondern durch Haltung, Ordnung und kollektive Verbindlichkeit.
Alle Teilnehmender einer Demonstration tragen Verantwortung für das Erscheinungsbild der Aktion. Jede Person ist Teil des Gesamtbildes und prägt die öffentliche Wahrnehmung. Wo möglich, sollte gegenseitige Unterstützung geleistet werden, z. B. durch zeitweises Übernehmen von Aufgaben anderer Teilnehmer, um Erholungsphasen und einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.
Unsere Aktivisten sollten aus Sicherheitsgründen nur das absolut Notwendige an persönlichen Gegenständen und Dokumenten mitführen. Die An- und Abreise zu Demonstrationen sollte möglichst in Gruppen erfolgen, da diese Phasen statistisch die höchsten Risiken bergen und Konflikte mit linksextremistischen Gewalttätern wahrscheinlicher sind. Praktisches Schuhwerk, wettergerechte Kleidung sowie Wasser und grundlegende Erste-Hilfe-Utensilien erhöhen Sicherheit und Belastbarkeit während der Aktion.
Für alle Teilnehmer gilt: Auf Demonstrationen ist auf Alkohol und andere berauschende Substanzen zu verzichten, auch während der An- und Abreise. Nur ein klarer Kopf gewährleistet, dass die eigene Sicherheit und die der Mitwirkenden bestmöglich geschützt werden kann.
Vertreter der Systempresse sollten höflich, aber bestimmt an die Verantwortlichen der Veranstaltung verwiesen werden, anstatt spontane Auskünfte zu erteilen. Provokationen durch Gegendemonstranten oder Störer sind konsequent zu ignorieren. Ein ruhiges, diszipliniertes und konzentriertes Auftreten schützt nicht nur die eigene Person, sondern stärkt auch die Wirkung der gesamten Versammlung.














