Von der Baustelle direkt zur Dönerbude – Wenn Fachkräfte zu echten Multitalenten werden

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Die Stadt Ulm darf wohl als Paradebeispiel gelungener Integration angesehen werden. Während andere Städte mit hoher Arbeitslosigkeit unter Migranten zu kämpfen haben, gehen in Ulm manche Fachkräfte gleich zwei Tätigkeiten nach und verbinden diese zugleich. Während deutsche Gastronomen mühsam in Edelstahlgeräte, Küchenmaschinen und lebensmitteltaugliche Behälter investieren, setzt man in manchen Kulturen auf bewährte Technik aus dem Baumarkt. Die Dönersoße wird daher mal eben schnell mit einem Gipsrührer angerührt. Natürlich verleihen Rost und abblätternde Farbe erst das gewisse Extra an Aroma. Die Lebensmittelbehälter? Plastikmülleimer. Groß, praktisch, vielseitig einsetzbar. In einer Zeit steigender Kosten muss man eben kreativ werden. Warum teure Gastrobehälter kaufen, wenn die Abfallabteilung bereits Lösungen parat hat? Frische Brotkörbe dürfen natürlich draußen auf dem fettübersäten Asphalt zwischenlagern. Die Lebensmittelkontrolle zeigte sich von diesem kulinarischen Innovationsgeist allerdings wenig beeindruckt. Trotz aller Toleranz gegenüber fremden Kulturen gelten solche Zustände bei Behörden immer noch als „Hygienemangel“.

Immerhin wurde bei einer Nachkontrolle festgestellt, dass die Probleme inzwischen behoben wurden. Wenn das kein Grund zur Beruhigung ist. Bestimmt werden die Betreiber nun eine gänzlich andere Auffassung von Hygiene besitzen und ihren Betrieb vorbildlich nach den neuesten Hygienestandards führen …

Eines steht jedenfalls fest: In solchen Küchen ist der Weg von der Baustelle zur Dönerbude erstaunlich kurz.

1 Kommentar

  • Tja, bei den Dönerbuden ist der Verdauungsprozess wahrscheinlich der spannendste Teil des Abends.

    Nick M. 27.03.2026