
Dieter Przewdzing setzte sich in der Vergangenheit immer wieder öffentlich und leidenschaftlich für den Ausbau von kommunalen Selbstverwaltungsrechten der Deutschen in Schlesien ein. Eine führende Rolle hatte er auch in der oberschlesischen Autonomiediskussion inne. Das Wochenblatt berichtet, dass sich angesichts der Ermordung des 71-jährigen die Deutschen in Schlesien nun zunehmend ängstigen, für ihre Interessen auch öffentlich weiter einzustehen. „Urängste kommen hoch. Anrufer fragen sich, ob sie sich überhaupt weiterhin in den Strukturen der deutschen Minderheit engagieren könnte,“ berichtet das deutschsprachige Presseorgan.
Nicht nur im besetzten deutschen Süd-Tirol, in Schottland, im Baskenland und in Katalonien sind Autonomiebestrebungen seit Jahren in Europa im Gange. Auch in Schlesien gibt es Forderungen sich von dem Raubstaat Polen abzuspalten. Dies schmeckt polnischen Chauvinisten naturgemäß überhaupt nicht und aufgrund der dezidierten Deutschenhetze, die in den polnischen Systemmedien angesichts der wachsenden Autonomieaufrufe immer lauter wurde, liegt die Motivlage für die Ermordung des deutschen Minderheiten-Bürgermeisters für viele klar auf der Hand. Inwieweit die polnischen Behörden angesichts dieses Hintergrundes an einer tatsächlichen Aufklärung der feigen Mordtat überhaupt interessiert sind, bleibt insbesondere für die Schlesier daher unklar.













