
Kahla ist aber genau das Gegenteil von der Lichtstadt Jena. Während Jena sich als rote Hochburg etabliert hat, auch wenn die Fassade langsam bröckelt, was wir natürlich sehr begrüßen, herrscht in der Porzellanstadt ein anderes Klima. Hier besinnt man sich noch der Werte seiner Heimat und deshalb ist diese Stadt den roten Herren und Damen natürlich ein Dorn im Auge. Deswegen wurde sie in der Vergangenheit als „Nazi-Hochburg“ bezeichnet. Aber dort leben eben Menschen, welche sich zu Deutschland bekennen und sich dafür einsetzen. Die logische Schlussfolgerung ist, dass sich zwei Nationale zur Stadtratswahl aufgestellt hatten und nun im hiesigen Rat sitzen. An dieser Stelle ein Lob an ihre gute Arbeit, die sie dort leisten. Auch gegen den großen Widerstand der etablierten Blockparteien und ihrer roten Bürgermeisterin Nissen-Roth.
Aber auch in Sachen Asylthematik ist die Stadt genau das Gegenstück zu Jena. Hier wurde noch kein Heim eröffnet, wie etwa in der großen Nachbarstadt. Jedoch ist das Thema unter den Bürgern Kahlas immer wieder ein brisantes Thema. Asylanten sind nämlich in Kahla nicht erwünscht. So gab es Gerüchte, dass sie in ein altes Internat einzögen beziehungsweise in einer Turnhalle untergebracht würden. Aber bisher haben sich diese ganzen Gerüchte zum Glück als falsch herausgestellt. Da wir jedoch keine rosarote Brille aufhaben, wissen wir genau, dass in naher Zukunft (wir tippen auf Anfang nächsten Jahres) auch in Kahla Asylanten untergebracht werden. Erst werden Großstädte wie Jena geflutet, dann kommen die kleinen Städte und Gemeinden dran. Es muss verstanden werden, dass angesichts der aktuellen Zahlen kein Ort verschont bleiben wird. Deshalb machten sich Aktivisten am ersten und zweiten Wochenende im Oktober mit Unterstützung von Kameraden vor Ort auf den Weg nach Kahla, um dort asylkritische Flugblätter zu verteilen. Es ging dabei darum, die Menschen weiter für das Thema zu sensibilisieren und ihnen Fakten fernab von den staatlich gesteuerten Medien zu präsentieren, damit sich die Bürger ein objektives Bild von der momentanen Asylpolitik machen können. Es ergaben sich auch wieder Gespräche mit Einheimischen, welche unserer Verteilung positiv gegenüberstanden. Aber verschweigen wollen wir nicht, dass es auch eine negative Wortmeldung gab, welche sich allerdings durch unsachliche Argumente wie: „Wir brauchen Ihren braunen Mist nicht!“ oder „Gehen Sie überhaupt arbeiten?“ sofort disqualifizierte. Wir sind gerne zu sachlichen Diskussionen bereit, aber wenn es diese nicht gibt, dann werden wir die Schreihälse der anderen Feldpostnummer auch nicht weiter beachten. Dieser kleine Einwurf jedenfalls brachte die Kameraden nicht vom Kurs ab und so wurde die erste Verteilung in Kahla mit dem Besuch des jährlichen „Marktbrunnenfestes“ abgeschlossen.
Auch in Kahla: Mit dem „III. Weg“ in eine sichere Zukunft!













