
Das Umweltinstitut veröffentlichte hierzu einige interessante Informationen. Demnach landen insgesamt 100 Tonnen Uran pro Jahr auf deutschen Böden. Zur Beruhigung teilt man der Öffentlichkeit gerade mit, daß wenigstens im Wasser noch keine Uranbelastung nachweisbar sei. Nur wurde bereits 1985 festgestellt, dass ein Zusammenhang zwischen Phosphatdüngung und erhöhten Urangehalten in Oberflächenwässern, speziell im Sickerwasser von Entwässerungsgräben, besteht. Laut Umweltinstitut werden etwa 90 % des Urans von der Bodenmatrix zurückgehalten, sprich die restlichen 10 % des gelösten Urans wandern durch die Bodenhorizonte in die Tiefe und können ins Grundwasser gelangen, weshalb folglich durchaus mit einer Belastung des Trinkwassers mit Uran zu rechnen, insbesondere dann, wenn das Trinkwasser oberflächennah gewonnen wird. Bereits 2012 war berichtet worden, daß eine Million Menschen in Deutschland mit Wasser versorgt werden, das mehr als die erlaubten 10 µg Uran pro Liter enthält. Wobei die aufgrund der jahrelangen intensiven Phosphat(über)düngung zeitverzögerte Grundwasserkontamination zudem in Betracht zu ziehen ist, um eine realistische Einschätzung zu gewinnen.
Unter Inkaufnahme der technischen Kosten wäre eine zwar nicht vollständige, aber doch deutlich reduzierende Uranabtrennung bei der Düngemittelherstellung möglich, nur bislang weigert sich die Düngemittelindustrie -, sowie die Politik es versäumt, dies anzuordnen. Die erbgutschädigenden Auswirkungen durch die Uranbelastung scheinen die deutsche Politik nicht zu bewegen. Interessant ist, daß dies in Israel offensichtlich anders gesehen wird, da dort besagte Abtrennung durchgeführt wird. Und überdies sollte nicht vergessen werden, daß alternativ zu verwendender organischer Dünger zehnmal weniger Uran enthält als Mineraldünger. – „Umwelt & Aktiv“ empfiehlt, sich seines Gartenertrages durch Permakultur, Fruchtfolge und eigene Kompostierung zu erfreuen, und gesund zu bleiben! Und vergessen Sie nicht, sich bei Ihrem örtlichen Wasserversorger Auskunft über den Urangehalt im Trinkwasser erteilen zu lassen.
Quelle: Gerhard Keil / www.umweltundaktiv.de













