
Warum soll das Werk geschlossen werden?
Diese Frage kann sich eigentlich keiner der Mitarbeiter beantworten. Denn der Standort ist ausgelastet und schreibt schwarze Zahlen. Erst vor kurzem wurde das Werk mit neuen, teuren Maschinen ausgestattet und es ist allgemein sehr fortschrittlich und auf einem modernen Stand.
Begründet wird der Schritt mit dem Auftragseinbruch der Industriesparte des Konzerns, wovon das Werk in Elfershausen aber nicht betroffen sei. Ganz im Gegenteil, zur Zeit werden sogar noch neue Produktionsanlagen installiert.
Die Argumentation der Geschäftsführung ist also in keiner Weise nachvollziehbar.
Ein kleiner „Trost“ für die Mitarbeiter: Im verharmlosenden Buisiness-Sprech der Geschäftemacher ist die Schließung des Werkes gar keine Schließung, sondern eine „Werksbereinigung“.
Werkschließung trotz Beschäftigungsgarantie!
Selbst als Außenstehender ist folgendes völlig unfassbar: Das Werk soll trotz Beschäftigungsgarantie bis 2020 schon Anfang des kommenden Jahres geschlossen werden. Und diese Beschäftigungsgarantie gab es für die Mitarbeiter nicht umsonst, sondern haben sie sich hart verdient. Sie arbeiten seit zehn Jahren fünf Stunden pro Woche ohne Lohn! Das ist immerhin über ein halber Arbeitstag pro Woche – unbezahlt!
Die ca. 280 Arbeiter und Angestellte „schenken“ ihrem Arbeitgeber so insgesamt ca. 50.000 Arbeitsstunden pro Jahr. Das spart dem Unternehmer ca. 30 zu vergütende Arbeitsstellen und als Gegenleistung muss er nur ein gut laufendes Werk weiter betreiben.
Angebliche Weiterbeschäftigung – nur wo?
Die Werksleitung bekräftigt, die Schließung des Werkes ohne betriebsbedingte Kündigungen vorzunehmen. Allerdings stellt sich die Frage, wo genau die Arbeiter hin sollen. Denn im etwa 40 km entfernten Schweinfurt können nur ca. 60 der 280 Mitarbeiter in den dortigen Schaefflerwerken unterkommen. Die restlichen Mitarbeiter sollen an andere Standorte verlegt werden.
Wirklich glaubhaft klingt das aber nicht, denn im Werk in der Kugellagerstadt Schweinfurt herrscht z.Z. Kurzarbeit.
Die nächsten Werke befinden sich in Eltmann und Suhl, welche 70 bzw. 100 km von Elfershausen entfernt liegen. So müsste jeder Mitarbeiter 700 bzw. 1.000 km in der Woche zu seinem Arbeitsplatz pendeln, was ins Geld geht und Zeit kostet – Zeit, die für die Familie fehlt.
Die Versetzung der Arbeiter an andere Standorte ist keine Lösung, denn die Arbeit muss zu den Menschen und nicht die Menschen zu den Maschinen!
Absurd – Produktion wird ins Ausland verlagert
Dass die Werksschließung in Elfershausen eben nicht an der Auftragslage liegt, zeigt der Fakt, dass Schaeffler angekündigt hat die Fertigung der Produkte, die z.Z. noch in Elfershausen vom Band laufen, ins Billiglohnausland wie Portugal oder die Slowakei zu verlegen.
Somit entspringt die Entscheidung zur Werksschließung eindeutig der Profitgier der Geschäftsleitung!
Kapitalistische Lohndrückerei!
Auch wenn „nur“ die Arbeiter in Elfershausen direkt einer möglichen Kündigung ausgesetzt sind, so hat die Schließung doch auch Auswirkungen auf die anderen Standorte. Denn die Schließung bietet Material die anderen Arbeiter zu erpressen, damit diese geringere Löhne und Arbeitsbedingungen in Kauf nehmen.
Selbst wenn das Werk in Elfershausen doch nicht geschlossen werden sollte, stellt es ein Instrument zur Lohndrückerei dar. Die Arbeiter werden sich es überlegen, höhere Löhne zu fordern, denn die kapitalistischen Profitgeier suggerieren die Bereitschaft verächtlich mit ihren Mitarbeitern umzuspringen und nicht lange zu zögern, deren Arbeitsplätze aufzulösen.
BRD-Politiker und Gewerkschaftsbonzen geben sich bestürzt
Geradezu lächerlich erscheint es, wenn sich Arbeiterverräter der Gewerkschaften und hochrangige BRD-Politiker hinter die Arbeiter des Elfershausener Werks stellen.
Denn in Tateinheit mit den kapitalistischen Geschäftemachern haben die Vertreter der Gewerkschaften und der etablierten Versagerparteien zur Schaffung des vorherrschenden Raubtierkapitalismus beigetragen, welcher solche absurden Vorgänge wie in Elfershausen ermöglicht.
Zu nennen ist hier z.B. die Bestrebungen der Gewerktschaften und BRD-Politiker Asylanten auf den Arbeitsmarkt zu pressen, als Billiglohnkonkurrenz zum deutschen Arbeiter im eigenen Land. Ganz zu schweigen von der Ausweitung der Zeitarbeit, als die Arbeiterverräter viel schlechtere Bedingungen aushandelten, als es das Gesetz eigentlich vorsieht. Die Liste der Schandtaten lässt sich beliebig fortführen…
Deutscher Sozialismus – jetzt!
Zur Stärkung des Mittelstandes und des deutschen Arbeiters braucht es eine raumgebundene Volkswirtschaft in einem Deutschen Sozialismus, wofür wir eintreten. Dann sind Unternehmer und Arbeiter in einer nationalen Arbeitsgemeinschaft vereint, die zum Wohle unseres gesamten Volkes erfolgreich arbeitet.
Wir wollen weder die vorgespielten Mitleidsbekundigungen der Arbeiter- und Volksverräter, noch die Verlagerung von deutschen Arbeitsplätzen ins Ausland. Deshalb:
„Hoch die nationale Solidarität!“
















