Neuenstein: Brand verhindert Asylantenunterbringung

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Ein Brand in einer geplanten Asylunterkunft in Neuenstein im Hohenlohekreis verhindert vorerst den Einzug von art- und kulturfremden Ausländern. Die staatliche Repression setzte trotz fehlender Anhaltspunkte umgehend gegen Nationalisten in Süddeutschland ein.  

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag gerieten zwei Gebäude, welche demnächst Asylanten in Neuenstein beherbergen sollen, in Brand. Verletzte gab es dabei nicht. Der Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt.  Nach ersten Ermittlungen soll das Feuer an den beiden Häusern jeweils im Bereich der Dämmung ausgebrochen sein. Polizeisprecher Rainer Köller sagte gegenüber dem SWR hierzu: "Das sind sechs Häuser und zwar Neubauten. Die sind außen noch nicht verputzt, es wurde aber bereits die Dämmung aufgebracht. Und diese Dämmung geriet auf der Rückseite an zwei der Häuser in Brand. Wir können eine Brandstiftung nicht ausschließen. Da es an mehreren Stellen zu brennen begann, müssen wir vielleicht sogar davon ausgehen."

Laut Landrat Matthias Neth sollten 84 Asylanten in die Häuser in Neuenstein einziehen. Daraus wird wohl erst einmal nichts. Bürgermeister Karl Michael Nicklas offenbarte am Freitag bei einer Vor-Ort-Besichtigung seine weltfremde Sicht der Dinge: "Ich kann mir unter keinen Umständen vorstellen, dass das aus Neuenstein kommt. Wir haben hier einen Verein, der heißt "Mitmachen in Neuenstein" und mit den Mitgliedern werde ich mich heute noch treffen und dann besprechen wir, wie wir als Stadt deutlich zeigen, dass wir uns unsere Integrationsbemühungen nicht durch irgendwelche wirren, gesponnenen und verrückten Aktionen kaputt machen lassen."

Die Behörden, vorneweg der Staatsschutz, gehen auf Grund eines ähnlichen Falls in der Nachbargemeinde Pfedelbach von Neuenstein von Brandstiftung aus. Der Heilbronner Polizeisprecher Rainer Köller hierzu: "Zumal es sich bei beiden Fällen offensichtlich um Brandstiftung handelt oder Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden kann. Und da liegt doch nahe, dass eventuell die gleichen Täter unterwegs waren. Aber das ist natürlich noch Gegenstand der Ermittlungen."

Morgendlicher Polizeibesuch bei einem „III. Weg“-Aktivisten

Repressionswelle gegen Nationalisten

Noch am selben Morgen, also nur wenige Stunden nach dem Brand, wurden bei vielen Nationalisten im süddeutschen Raum Polizeibeamte vorstellig. Bei dem Hausbesuch sprachen die Beamten die Aktivisten auf die Vorkommnisse an und versuchten ohne jegliche Rechtshandhabe den Personen Informationen über die letzte Nacht zu entlocken. Um solche Maßnahmen so zeitnah durchführen zu können, müssen zwangsläufig den Behörden Listen mit Personen vorliegen, die nach solchen Vorfällen umgehend aufzusuchen sind. Da ist der Schritt nicht mehr weit am Tag X alle Systemkritiker in den Morgenstunden zu Hause abzuholen, um sie anschließend zu internieren.

Bundesweite Anschläge  

Verstärkt kommt es in Deutschland zu Brandanschlägen auf sich im Bau befindliche Asylantenheime. Personen kamen dabei bisher nicht zu schaden. Polizei und Staatsanwaltschaft geht in den meisten Fällen von Tätern aus, die somit versuchen den Zuzug von Asylanten in der jeweiligen Gemeinde zu verhindern.