Zeitarbeit weiter ansteigend

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Innerhalb von 20 Jahren ist die Zahl derer, die in einem atypischem Arbeitsverhältnisses stehen (also keinem traditionellen Arbeitsvertrag), stark angestiegen. Inzwischen stieg die Zahl der Leiharbeitsverträge auf 737.000 an. Geringfügig Beschäftigte erreichten damit die 2,2 Millionen Grenze; und die Zahl der befristet Beschäftigen kletterte seit 1996 von 1,9 Millionen auf 2,7 Millionen. Arbeiter in Teilzeit, mit bis zu 20 Stunden in der Woche, stiegen sogar von 3,2 auf 4,8 Millionen an. Die Tendenz hierfür ist steigend!

Der moderne Sklavenhandel floriert also und was bei seiner Gründung 1948 in den USA auf fruchtbaren Boden fiel, hat nun auch Deutschland endgültig erreicht.
Das menschenverachtende Arbeitsverhältnis, welches bei genauerem hinschauen tatsächlich nichts anderes ist als Sklavenhandel im modernen Kleid, erhielt zwar erstmals 1972 den Startschuß bei uns, allerdings noch mit vielen Auflagen und Einschränkungen.
Erst mit den Sozialdemokraten und Schröders „Agenda 2010“ wurde diese Art der Arbeit „salonfähig“ gemacht. Hierfür wurden die Rahmenbedingungen deutlich verändert und vom Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, am 1.1.2003 verabschiedet.
Das traditionelle Arbeitsverhältnis, welches aus dauerhaftem Arbeitsvertrag, vollzeitorientierter Arbeitszeit, tarifvertraglichem Entgelt, sozialer Absicherung und Weisungsabhängigkeit vom Arbeitgeber besteht, wurde unter dem Deckmantel der „Flexibilisierung des Arbeitsmarktes“ ausgehöhlt.
Übrig bleibt ein stetes Bangen, wielange das jetzige Arbeitsverhältnis hält und wer der nächste Chef sein wird. Das unsichere Einkommen daraus zieht auch im gesellschaftlichen Bereich seine schweren Folgen nach sich. Diese asozialen Zustände müssen enden!

Wir vom III. Weg fordern daher die konsequente Abschaffung von Zeit- und Leiharbeit und stehen für einen Deutschen Sozialismus als Alternative zu diesem immer asozialer werdenden Liberalkapitalismus ein.

1 Kommentar

  • Die Herren,
    dankeschön für eure Arbeit.
    Was im Artikel steht ist vollständig wahr. Zur Untermalung, man besuche die offizielle Seite der „Agentur für Arbeit“, gebe bei der Stellensuche eine Stadt mit größerer Industrie ein und schaue auf die angebotenen Stellen.
    Großindustrie stellt nur noch irgendwelche „Beliebiges-englisches-Wort-Manager“ direkt ein.
    Annähernd alles was unter den Begriff Arbeiter fällt geht da nur noch über Zeitarbeitsfirmen.
    Grüße.

    Schildbürger 17.10.2017
  • Es ist leicht zu sagen Zeit und Leih Arbeit ab zu schaffen, aber waren sie der diese Worte geschrieben hat, mal in der Situation gewesen und zum Überleben abhängig von diesen paar Euro gewesen? Natürlich ist eine Regulierung nötig um totales Ausbeuten zu verhindern, aber es hat auch schon vielen Menschen vor dem Hunger und totalen Aus gerettet !!

    Klaus 17.10.2017