
Ottobrunn liegt im Südosten Münchens und ist ein beschauliches Städtchen mit 21.000 Einwohnern. Man ist stolz auf das hiesige Otto König von Griechenland Museum und das eigene Kulturzentrum. Hier ging es meist friedlich zu und man lebte in gegenseitigem Vertrauen. Doch mit Frieden und Vertrautheit war es für viele Ottobrunner Ende Juni vorbei.
In der Rosenheimer Landstraße 87 sind Asylanten untergebracht. Unter ihnen befand sich auch der 20-jährige Schwarzafrikaner Merhawi J. Am 22.06. ließ er die Sau raus. Er war mit einem 17-jährigen Kumpanen unterwegs und wollte – besoffen und mit einem Koffer voller Alkoholika bepackt – das Jugendhaus, in dem er untergebracht ist, besuchen.
Das Personal des Jugendhauses jedoch verwehrte den volltrunkenen „Fachkräften“ den Einlass, da Alkohol in der Anstalt generell nicht geduldet wird. Dies ließen sich der Eritreer und sein 17-jähriger äthiopischer Gefährte nicht bieten und so schlugen sie die Betreuerinnen.
Anschließend verließen sie die Unterkunft und kamen zum Hanns-Seidel-Altersheim. Dort waren gerade Rettungssanitäter vorgefahren, die einem alten Menschen helfen wollten. Merhawi J. schnappte sich eine Flasche Whiskey und schleuderte sie mit voller Wucht gegen die Beifahrerseite des Fahrzeuges.
Eine 46-jährige Rettungssanitäterin wurde schwer am Kopf verletzt, als die Flasche die Scheibe durchbrach. Sie erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, einen Kieferbruch und verlor mehrere Zähne. Auch der Fahrer des Sanitätswagens trug noch Verletzungen durch Scherben davon. Ein Splitter traf den 38-Jährigen am Auge.
Der wild gewordene Nordostafrikaner rechtfertigte die Tat damit, dass er wütend gewesen wäre, weil ihm der Einlass in das Jugendhaus verwehrt worden sei.
Der örtliche CSU-Bürgermeister Thomas Loderer nimmt jedoch keine Verunsicherung in seiner Gemeinde wahr. Er kenne das Jugendhaus und er habe es bereits besucht. „Mein Eindruck war gut, alles war geordnet“, sagte er dem Münchner Merkur. Den Vorfall würden die Ottobrunner einordnen können, sie seien „weltoffen und gebildet“.
Manch einer mag den Vorfall tatsächlich „einordnen“ und weiterhin keinen Handlungsbedarf sehen. Doch andere wiederum haben genug von der „Weltoffenheit“ ihres Heimatortes. Für diese Ottobrunner verteilten Aktivisten der Partei „Der III. Weg“ Flugblätter an diverse Haushalte im Umfeld des Hanns-Seidel-Hauses.













