
Vor gut gefülltem Saal eröffnete Stützpunktleiter Karl-Heinz Statzberger die Veranstaltung. Er übergab das Wort zunächst einem Parteigenossen, der einen kurzen Vortrag über Anton Hechenberger, einen der Gefallenen des 9. November 1923 hielt. Nach einem Rückblick über Aktivitäten der letzten Wochen, sowie einem Ausblick auf kommende Termine, konnte der eigentliche Referent seinen Vortrag beginnen.
Paul Pellers Jugend – „keine gestohlene Zeit“
Paul Peller stammt aus Fraustadt, einer Kleinstadt im Verwaltungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen, die später zur Provinz Schlesien beziehungsweise Niederschlesien zugeordnet wurde. Er stammt aus einfachen Verhältnissen und hat zwei Brüder und eine Schwester. Seine Jugendzeit im Dritten Reich empfindet er, entgegen dem heutigen Zeitgeist, nicht als „gestohlene Jahre“. Obwohl er schon früh zu Arbeit und Gemeinschaft erzogen wurde, bleibt ihm die Zeit in guter Erinnerung.
1940 wurde er für ein sogenanntes „Landjahr“ ausgewählt. Mit 59 anderen Jungen war Peller in einem Lager untergebracht, um in der Landwirtschaft mitzuhelfen, und so schon früh auf den Dienst in der Gemeinschaft vorbereitet zu werden. Neben der Arbeit fand hier jedoch auch Unterricht und Sport für die Jungen statt. Hier lernte er vieles, was ihm im Leben noch nützlich sein würde. Beispielsweise stand auch Boxen auf dem Programm, was den späteren Box-Sportler Peller schon damals begeisterte. Seine Erinnerungen und Fotos, von Freisportübungen und langen Strandaufenthalten an der Ostsee, sind in einem Fotoalbum festgehalten. Auch bei der Hitler-Jugend war viel Sport angesagt. Ausflüge wie ein Skilehrgang sorgten für Kurzweil.
Nach der Lehre zur Waffen-SS
Nachdem Landjahr folgte der obligatorische Reichsarbeitsdienst, wo Paul Peller seine Erfahrungen im Umgang mit dem Spaten aus dem Landjahr zugute kam. Hier mussten Gartenarbeiten oder Erledigungen im Lager gemacht werden, doch überwiegend wurden die Arbeitsmänner bei Schachtarbeiten am Gaustabsgelände in Liegnitz eingesetzt. Parallel zu Landjahr, Reichsarbeitsdienst und Wehrertüchtigung absolvierte Peller seine kaufmännische Lehre, die er am 31. Dezember 1943 abschloss. Erst nach Abschluss der Lehre konnte er seinen Dienst bei der Waffen-SS, zu der er sich freiwillig gemeldet hatte, antreten.
Am 18. Januar 1944 begann seine Militärzeit im SS-Lager „Am Kuhberg“ in Brünn / Mähren. Hier wurde er für eine Führerscheinausbildung ausgesucht. Er lernte LKW fahren an einem Opel Blitz, Kradfahren und die Führung des Schützenpanzers. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm die eisernen Methoden des Fahrlehrers. Bei jedem Kommando gab es einen Schlag auf Oberschenkel oder Oberarm, sodass die Fahrschüler oftmals blaue Flecken hatten.
Als Kfz-Wart zur Division Horst Wessel
Nach Abschluss der Ausbildung wurden die Kraftfahrer in einen Zug mit ihnen unbekanntem Ziel gesetzt. Es ging nach Fallersleben-Rothenfelde, der „Stadt des KDF-Wagens“, wo die Männer zum Kfz-Wart an Kübel- und Schwimmwagen ausgebildet wurden. Nach einem Lehrgang in Wien wurde Peller in die Kaserne der Leibstandarte Adolf Hitler in Berlin-Lichterfelde verlegt, was für ihn die Vorbereitung auf den Fronteinsatz bedeutete. Im Januar 1945 erreichte ihn der Marschbefehl an die Front. In einem Zug mit 31 Sturmgeschützen ging es von Potsdam aus nach Mährisch-Ostrau, wo die SS-Freiwilligen-Pz.-Gren.-Div. „Horst Wessel“ aufgefüllt wurde.
Beim Einzug in Mährisch-Ostrau wurden die Soldaten mit Blumen von der tschechischen Bevölkerung begrüßt. Nur waren an den Blumen leider noch die Töpfe, wie Peller mit etwas Ironie erzählte. Ihren Einsatz hatte die Division in Oberschlesien im Raum Schwarzwasser. Da sich eine Division Schwarzmeer-Deutscher weigerte, als Infanteristen mit den Geschützen vorzugehen, wurden diese leicht vom Feind vernichtet. Peller war im Divisionsstab als Fahrer eines Untersturmführers tätig. Keine ungefährliche Aufgabe. So erhielt sein Mercedes 170/ V bei einer Fahrt durch gut einsehbares Gebiet von feindlichen Schützen Treffer durch die Heckscheibe – Peller blieb jedoch unverletzt.
Später wurde Peller als Kradmelder eingesetzt. Er musste dabei oftmals im Straßengraben übernachten, wovon er auch einiges zu berichten wusste. So etwa, als eines Tages, eine Frau mit ihrer Tochter vorbeikam. Die Tochter sah Peller regungslos im Graben liegen und sprach zu ihrer Mutter: „Mama, da liegt wieder ein Toter“. Peller hob die Hand und erwiderte nur: „Nein, der hier lebt noch.“

Die Flucht: Vogelfrei nach Kriegsende
Das von heutigen Politikern als „Befreiung“ dargestellte Kriegsende, bedeutete für Peller und viele weitere Deutsche vor allem „Vogelfreiheit“. Grade mit ehemaligen SS-Soldaten, die aufgrund ihrer Tätowierung unter dem Oberarm gut erkenntlich waren, wurde oftmals kurzer Prozess gemacht.
Die im Rückzug befindlichen Armeeeinheiten versuchten, sich nach Westen abzusetzen, da sie sich von den Amerikanern eine weniger grausame Behandlung erhofften. Doch im Kessel von Leitmeritz an der Elbe war kein Durchkommen, da alle Brücken gesprengt waren. Zunächst entledigte sich Peller seiner SS-Uniform, die praktisch schon ein Todesurteil darstellte. Er besorgte sich stattdessen eine alte Eisenbahneruniform, die sich jedoch ebenfalls als unpraktisch erwies, da sie mit ihren goldenen Knöpfen sehr auffällig war.
Weiter durch das Sudetenland
Nach seiner erstmaligen Gefangennahme in Leitmeritz, gelang Peller am 12. Mai 1945 in Böhmisch Leipa zum ersten Mal der Ausbruch aus dem Gefangenenmarsch. So befand er sich wieder auf der Flucht und musste mit ansehen, wie etwa in Haida rote Fahnen aus allen Häusern hingen. Die Rotarmisten hatten die Hakenkreuzfahnen „bearbeitet“, sodass nur noch der einstige Hintergrundstoff übrig blieb.
Die sudetendeutsche Bevölkerung versuchte, den gefangenen Soldaten zu helfen, indem sie Gläser oder Kannen mit Wasser vor die Häuser stellten. Doch hasserfüllte Tschechen stießen die Gefäße oftmals einfach um. Auf seinem weiteren Weg, der ihn nordwärts über Glogau nach Grünberg führte, erlebte Peller die Willkür, der die Deutschen ununterbrochen ausgesetzt waren. Vergewaltigungen, Diebstähle und sadistische Gewaltakte waren an der Tagesordnung.
Glück im Unglück: Pellers SS-Tätowierung
In Grünberg, wo Peller mit einem grade mal 15-jährigen Kameraden unterwegs war, wurde er von polnischen Milizionären als Hitler-Junge eingestuft. Sie sperrten die beiden in einen Keller und schlugen die jungen Männer grundlos in einer Kommandantur. Auf einem Marsch nach Kontop, wo Peller bei der Ernte helfen musste, traf er auf russische Soldaten. Einer von ihnen schaute ihn plötzlich an und sagte: „Zeig mal linke Hand!“ Er wollte natürlich die Tätowierung sehen, die jeder SS-Mann am Oberarm trug. Peller zeigte ihm die Hand ganz ruhig. Sein Glück war, dass bei ihm die Tätowierung verrutscht war, sodass sie sich nicht an der üblichen Stelle befand. So konnte Peller, in dieser wie in vielen weiteren Situationen, mit Glück überleben.
Die anwesenden Interessierten waren sehr froh darüber, auch darum, weil der 93 Jahre alte einstige SS-Soldat nun den nachfolgenden Generationen Rede und Antwort stehen kann. Für sein hohes Alter gibt es jedoch noch einen anderen Grund: Peller trinkt und raucht nicht. Seine letzte Zigarette hat er, wie er schmunzelnd erzählt, 1939 bei der Kommunion geraucht.
Das Glück, das Peller hatte, wurde vielen tapferen deutschen Soldaten jedoch nicht zuteil. Ein Zeitzeugenvortrag wie an jenem Abend, kann die unzähligen Geschichten unserer Ahnen natürlich nur zum Teil beleuchten. Doch er macht deutlich, wie viel unsere Vorfahren erdulden mussten, aber auch geleistet haben. Grade deshalb ist es wichtig, ihr Andenken zu bewahren, ihre Gräber rein und geschmückt zu halten und an sie durch ehrfürchtige Demonstrationen wie dem Heldengedenken in Wunsiedel zu erinnern.
Ein Volk ist nur so viel wert, wie es seine Toten ehrt.














Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Danke für den Beitrag und ihr Engagement für unser Heimatland und unser Volk.
Bitte machen sie weiter so und geben der Gegenseite keine Angriffspunkte, die ihre Arbeit zukünftig gefährden.
Hochachtungsvoll
S.R.
Arbeitet weiter so, vergesst nicht wer die Macht im Staate hat, wer den ganzen Apparat gegen Nationalisten einzusetzen vermag, jene wie ich, die schon viele Repressalien ertragen mussten und dennoch viel zu verlieren haben, schauen auf euch. Haltet jenen ein ehrendes Andenken die gekämpft, geblutet und gestorben für uns.
Sehr interessant. Leider gibt es nicht so vielen Berichten von ehemaligen genossen. Ich komme aus Portugal und wohne hier, und finde, dass Der III Weg hat die richtige Einstellung um anderen Europaischen Landern bzw Deutschland zu retten. Wir haben zwar weniger fluchtlingen bei uns, aber sind von die linksradikalen, antifa, schwulen und feministen eingegriffen. Heil!
Auch bei menem Vater war die Tätowierung durch Verwachsungen nicht mehr erkenntlich und dadurch sein Überleben im „Linksheinischem“ gesichert. Die anderen „“Angehörigen“ wurden einfach liquidiert und dabei spielte das Alter keine Rolle.