Wie aus einer Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervorgeht, sind 2019 etwa 45 Millionen weibliche Hühnerküken in Deutschland geschlüpft. Somit dürften auf Grund des Geschlechterverhältnis (1:1) etwa 45 Millionen männliche Hühnerküken vergast oder geschreddert worden sein. Da die männlichen Tiere weder Eier legen können noch genügend Fleisch abwerfen, sind diese für die Industrie nahezu nutzlos und werden daher getötet. Die Geflügelwirtschaft bestätigt in etwa diese Zahlen und spricht von 40 Millionen getöteten männlichen Hühnerküken.
Obwohl die Große Koalition im Koalitionsvertrag verankert hat, bis Ende 2019 den Ausstieg aus dieser Tötungspraxis zu erreichen, ist nicht viel geschehen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium teilte dem ARD-Hauptstadtstudio auf Anfrage hierzu lediglich mit: Die Ausstieg ließ sich „nicht flächendeckend umsetzen, weil die Alternativen zum Kükentöten entweder noch nicht für die breite Praxis verfügbar sind (Geschlechterbestimmung im Ei) oder die Nachfrage nicht gegeben ist„. Neue Zielsetzung sei laut Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner nun ein Ende der Tötungspraxis bis Ende 2021. Bis dahin werden noch viele weitere Millionen männliche Küken sterben müssen.














