Bundeswehr als Asyldienstleister

Nicht nur in Deutschland läßt sich das BRD-System immer wieder zu Zugeständnissen in Sachen Asyl durch freche Ausländer erpressen, nein, auch im Ausland ist man auf diesem Feld höchst aktiv. Da sich das imperialistische Kriegsabenteuer in Afghanistan langsam dem Ende zuneigt, wird ganz gutmenschlich auch den Erpressungen zahlreicher einheimischer Verräter dort nachgegeben. In naher Zukunft werden 150 Afghanen, die mit gutbezahlten Jobs Hilfsdienste für die Bundeswehr am Hindukusch leisteten, die Einreise in die Bundesrepublik angeboten, wie der Spiegel  jüngst berichtete.

Die Bundeswehr gibt damit den dreisten Protesten der afghanischen Hiwis nach, die in den vergangenen Monaten immer wieder durch Protestkundgebungen und der Belagerung bundesdeutscher Militärlager ihren Forderungen Nachdruck verliehen. An diesem Fall sieht man auch, wie heuchlerisch die Bundesregierung mit dem Asylrecht in Deutschland verfährt. Nachdem der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden sein Wissen über die perfiden Bespitzelungspläne der USA weltweit mitteilte und aus Rußland heraus Asyl in Deutschland beantragte, wurde ihm dies mit Hinweis auf die Rechtslage in der BRD verweigert.

Man müsse in Deutschland einen entsprechenden Asylantrag stellen, nicht im Ausland, hieß es damals scheinheilig im Außenministerium. Nun überführen sich die überfremdungsfreundlichen Verantwortlichen im BRD-System selbst der Lüge. Der couragierte Edward Snowden ist aber einer der wenigen, denen man tatsächlich aus politischer Verfolgung heraus hier in Deutschland Asyl gewähren sollte.

Immerhin wurde in Afghanistan ein US-höriges Regime herbei gebombt und die legitime Führung der Talibanbewegung völkerrechtswidrig abgesetzt. Eine politische Verfolgung von Seiten der 2001 installierten Marionetten-Regierung von Hamid Karzai haben die hilfswilligen afghanischen Verräter im Gegensatz zu Snowden demnach gar nicht zu befürchten. Das deutsche Asylrecht wird somit ausschließlich als Judaslohn für Verratshandlungen an der einst legitimen Regierung im Ausland mißbraucht.

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