Eins, zwei, meins…: KZ-Jäckchen auf Ebay

Von allem, was irgendwie nach KZ und Nationalsozialismus riecht, sollte man lieber die Finger lassen, wenn man keinen Ärger damit bekommen will. Trotzdem tappen selbst große internationale Unternehmen immer wieder in die Schuldkult-Falle der Sittenwächter von „Political correctness“ und gutmenschlicher Meinungsdiktatur. Gerade hat es wieder das Online-Auktionshaus Ebay  erwischt. Verkäufer hatten über die Internetplattform eine KZ-Häftlingsuniform, eine Armbinde mit einem Davidsstern und noch andere Utensilien aus den weltberühmten deutschen Konzentrationslagern Ebay-Kunden zum Erwerb angeboten.

Maßgeblich morbide Nordamerikaner zeigten an den alten Stücken großes Interesse und hatten bereits horrende Summen geboten. Um sich nicht einer Kampagne interessierter Kreise auszusetzen – offiziell aber wohl aus „Pietätsgründen“ – stoppte das Online-Portal jedoch den Verkauf der KZ-Devotionalien und will nun vorauseilend gleich einmal 30.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation als Ablaßzahlung spenden.

Der vom Samen Moses abstammende britische Parlamentsabgeordnete Gerald Kaufmann, dessen Vorfahren selbst in einem Konzentrationslager interniert waren, zeigte sich angesichts der Geschäftstüchtigkeit auf Ebay entrüstet: "Ich bin entsetzt, daß Überbleibsel dieser Verbrechen zum Verkauf für Profitzwecke angeboten worden sind."

Wohin nun die stolze Wiedergutmachungszahlung von 30.000 Euro geht, wurde leider nicht bekannt. Aber man braucht wohl kein Prophet zu sein, um vorauszusehen, daß das Geld wieder in jene Kanäle gespült wird, die sich ausschließlich der Erhaltung der Schuldkult-Reflexe verschrieben haben.

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