Kitzingen: „Heil Hitler“ als Wetteinsatz

Welche Früchte die permanente Kriminalisierung von Losungen aus dem historischen Nationalsozialismus mittlerweile tragen, sah man jüngst wieder im unterfränkischen Kitzingen. Dort rannte ein 15jähriger in die vollbesetzte Stadtpfarrkirche und brüllte laut und ohne nachvollziehbaren Grund „Heil Hitler“ durch das Gotteshaus. Die Besucher der evangelischen Kirche, wo gerade eine „Buß- und Bettag“-Andacht zelebriert wurde, staunten nicht schlecht.

Der Gottesdienst mußte sogar abgebrochen werden, nachdem gutmenschliche Christenmenschen den Jugendlichen als selbsternannte Hilfssheriffs festhielten und auf das Eintreffen der eiligst gerufenen Polizeistreife warteten. Der „Heil Hitler“-Brüller wurde auf die Wache mitgenommen und danach seinen Erzeugern übergeben. Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei aus Würzburg soll es sich nicht um einen wie auch immer gearteten „rechtsextremistischen“ Anschlag auf die Gläubigen gehandelt haben, sondern lediglich um eine dümmliche Wette unter unpolitischen Jugendlichen.