Weltwirtschaftsforum sorgt sich um Ungleichheiten

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) versteht sich als eine Schweizer Stiftung, die alljährlich zu einem Treffen der international führenden Wirtschaftsexperten, Politiker, und Journalisten nach Davos einlädt, um sich im globalen kapitalistischen Kontext auszutauschen. Gemäß den Ergebnissen einer globalen Umfrage durch das WEF sieht die Vereinigung in der sich immer weiter öffnenden Einkommensschere die weltweit drängendste Sorge. Vor allem in Europa spielen soziale Ungleichheiten eine große Rolle und soziale Spannungen könnten durch ein geringes Wirtschaftswachstum verschärft werden.

In der Euro-Zone beträgt die Jugendarbeitslosigkeit 24 Prozent. In Kroatien, Griechenland und Spanien hatte sogar mehr als die Hälfte der 15- bis 20-Jährigen im September keinen Arbeitsplatz. Wanderbewegungen innerhalb Europas reißen das traditionelle Familiengefüge vieler Betroffener auseinander. Zudem wachsen die Demonstrationen und teilweise gewalttätige Proteste gegen die europäische Sozialpolitik auf dem Kontinent. Global zeichnen die Umfrageteilnehmer ein Bild des schwindenden Vertrauens in Politik und Institutionen wie z. B. in die kapitalistischen Banken.

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