
So wird in der Stadt Neubrandenburg gerade das so genannte „20-Minuten-Modell“ der BA erprobt. Jobcenter-Mitarbeiter sollen sich demnach künftig nach Vorgabe des neuen Modells noch weniger Zeit für ihre „Kunden“ nehmen, wie Hartz-IV-Empfänger im Agentur-Jargon heißen, und diese maximal im 20-Minuten-Takt pro Behördenbesuch abspeisen. Sicher können einige Gespräch in 20 Minuten durchaus abgearbeitet werden. Schwierigere Fälle bedürfen aber mit der gleichen Sicherheit mehr Zeit und deren individuelle Beratung und Förderung würde mit Einführung der neuen Regelung deutlich durch das angepeilte Zeitvorgabe-Raster fallen. Die Dummen wären dabei wieder einmal die sozial schwachen Hartz-IV-Empfänger.
Entschiedene Gegner des neuen Modellversuchs bezeichnen die Arge-Angestellten selbst daher nur noch als „Fließband-Jobber“, die sich nicht mehr um die personenbezogenen Bedürfnisse der erwerbslosen Leistungsberechtigten kümmern, sondern die Hartz-IV-Bezieher nur noch wie ein Paketstück seelenlos abfertigen.
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