
Schnell wurde das eigentliche Programm zeitgeistlich über Bord geworfen und ganz „demokratisch“ entschieden, dass die Gruppe junger nationaler Deutscher als „unerwünschte Personen“ den Versammlungsplatz verlassen sollten. Auch mehrmalige Aufforderungen konnten die volkstreuen Aktivisten jedoch nicht davon abhalten ihre politische Sicht der Dinge unter das Volk zu bringen. Nach den ersten Gesprächen mit einigen interessierten Teilnehmern, mehrte sich die Neugier unter den Bürgern und so wuchs eine kleine Gruppe heran, die eine sachliche Diskussion mit den Nationalisten suchte. Viele dieser Menschen gelangten dort zu ihrer großen Überraschung zu der Erkenntnis, dass die „III. Weg“-Aktivisten eben nicht die hasserfüllten, Springerstiefel tragenden Nazis waren, die ihnen die Medien immer präsentieren. Im Gegenteil: während der Gespräche fand man gemeinsam viele Inhalte die sich politisch deckten.
Um die Streiter für den „III. Weg“ herum bildete sich so nach und nach eine regelrechte Interessententraube, die den Gesprächen aufmerksam lauschten und in vielen Punkten Zustimmung signalisierten. Im Zuge dieses Austausches wurde auch einiges an Informationsmaterial der noch recht jungen Partei vom „III. Weg“ verteilt. Es bleibt jedoch auch zu erwähnen, dass nicht alle so aufgeklärt zum Diskutieren bereit waren, wie die Mehrzahl der Anwesenden. Eine junge Frau zum Beispiel erkannte auch nach minutenlangen Diskussionen nicht, dass ihre Ansichten zum Teil aus massiven Widersprüchen bestanden. Es fiel des Öfteren die Aussage, die Medien manipulieren und verdrehen Tatsachen, im nächsten Augenblick berief sie sich jedoch auf Inhalte gerade jener Berichte von Systempostillen, die sie zuvor noch als Lügner bezeichnete – um nur ein Beispiel zu nennen. Positiv blieb jedoch die Gesamtresonanz, die ganz klar deutlich machte, dass noch nicht alle Münchner das Denken verlernt haben und fernab des Rechts/Links-Gehetzes interessierter Kreise sich ihre eigene Meinung zu bilden bereit sind.
Unbelehrbar waren freilich auch einige Antifa-Aktivisten, die bereits in der vergangenen Woche dadurch auffielen, dass sie mit Alu-Hüten sowie mit USA- und Israel-Fahnen versuchten die Veranstaltung ins Lächerliche zu ziehen und subversiv zu unterwandern. Statt sich aktiv für den Frieden einzusetzen decken diese Leute hingegen die Kriegspolitik der Kapitalisten und versuchten die Montagsdemonstrationen mit einer sinnlosen Rechts/Links-Diskussion zu zerstören. Auch in dieser Woche waren wieder einige dieser Gestalten vor Ort. Aus antideutschen Kreisen wurde auch ein Video produziert über die Montagsdemo produziert, das wir den Lesern nicht vorenthalten wollen: Unter Kriegsgegnern – Friedensbewegung 2014: Neonazis, Hippies, Verschwörungstheoretiker
Fakt ist, dass die Organisatoren und Unterstützer der Montagsdemonstrationen viele wichtige Zusammenhänge des heutigen Systems korrekt erkannt haben. Fakt ist auch, das sie die Probleme, im Besonderen die Kriegstreiberei der so genannten „Westlichen Wertegemeinschaft“ (WWG), richtig zu werten wissen. Was der Montagsdemonstration heute noch fehlt ist eine klare Vision, ein Gegenentwurf zum heutigen System. Bisher gibt es nur die vage und inhomogene Fantasie einer Welt im Einklang, näher an der Natur, die ohne den Haß der herrschenden Klasse auskommt, sich aber nicht klar in einem alternativen Systementwurf manifestiert. Genau wie sich 1989 bei den Montagsdemonstrationen die Vision von einem vagen „Wir sind das Volk!“ zu einem klaren „Wir sind EIN Volk!“ entwickelte, bedarf es hier einer klaren Vorstellung.
Aktivisten der Partei „Der III. Weg“ wissen hingegen wofür sie nicht nur in München einstehen und haben sich das Ziel gesetzt ein freies, selbstbestimmtes Deutschland als Teil einer europäischen Eidgenossenschaft zu etablieren. Somit wäre die Kriegstreiberei der NATO zumindest in Europa am Ende und dieser europäische neutrale Block kulturnaher Nationen würde die Welt dem Frieden ein großes Stück näher bringen.













