
So mußten im Sommer 2008 die Privathaushalte im Merkelland noch durchschnittlich 21,4 Cent pro Kilowattstunde (kWh) zahlen, aber im Juni 2014 waren es hingegen schon 29,4 Cent pro kWh. Die Strompreise für kapitalistische Industrieunternehmen lagen hingegen laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 2008 im Schnitt bei 13,3 Cent/kWh und 2014 (Stand Mai) bei 15,4 Cent/kWh. Die Grundlage der Berechnung des Bundeswirtschaftsministeriums basiert dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden.
Das heißt im Klartext, daß sich die Strompreise für den Otto Normalverbraucher in dem Zeitraum von 2008 bis zum Sommer 2014 um satte 38 Prozent erhöhten, während die finanzstarken Industrieunternehmen in Deutschland lediglich eine Preissteigerung von rund 14 Prozent zu verzeichnen hatten. Vorgeblich energieintensive kapitalistische Betriebe konnten ihre Stromkosten sogar um ein Prozent im genannten Vergleichszeitraum senken. Die privaten Haushalte und der kleine Mann von der Straße sind somit die Hauptleidtragenden der Preissteigerung und zahlen damit auch den Billigstrom jener kapitalistischen Großunternehmen mit, die seit Jahren satte Gewinne in ihren Bilanzen aufweisen.













