Blockupy-Protest: Linksautonome demolieren Asylantenheim

Screenshot Kolpingwerk Deutschland (https://www.facebook.com/KolpingwerkDeutschland?fref=photo)

Während der gestrigen Blockupy-Ausschreitungen in Frankfurt am Main im Zuge der Eröffnung des EZB-Neubaus (Europäische Zentralbank) demolierten Linksautonome auch das Kolping-Jugendwohnheim, in dem Dutzende minderjährige Asylanten untergebracht sind.

Der Bundessekretär des Kolpingwerkes Deutschland, Ulrich Vollmer hierzu: "Es ist nicht hinzunehmen, dass unbeteiligte Menschen bedroht und eine Unterkunft von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen mit Pflastersteinen beschädigt wird." Weiterhin hinderten die Krawallmachen eine Mitarbeiterin des Kolpingwerks einen in Brand gesteckten Müllcontainer zu löschen und sprachen wüste Bedrohungen gegen die Frau aus. Vollmer verlangt in seiner Erklärung von den Vertretern der Blockupy-Bewegung eine Distanzierung zu den gewalttätigen Demonstranten und eine Entschuldigung gegenüber den betroffenen Asylanten.

Schon im Vorfeld wollten sich die Blockupy-Verantwortlichen nicht von Gewalttätern und deren Randale distanzieren – eine Entschuldigung wird auch hier nicht zu erwarten sein.

In Frankfurt nahmen gestern ca. 10.000 Menschen an Protesten gegen die Eröffnung der EZB teil. Darunter sollen auch etwa 1.000 Linksautonome gewesen sein, welche gegen 7:00 Uhr morgens das Frankfurter Ostend in ein Schlachtfeld verwandelten. Autos wurden in Brand gesetzt und diverse Straßenbarrikaden errichtet und anschließend in Brand gesetzt. Die Polizei ging trotz einem Großaufgebot erst einige Stunden später gegen die Randalierer vor. Gegen Mittag beruhigte sich die Lage in Frankfurt zunehmends. Höhepunkt der Ausschreitungen war der Angriff auf ein Polizeirevier im Frankfurter Innenstadtbereich. Siehe Video der Polizei Frankfurt auf Twitter.