Jena-Winzerla mit asylkritischen Flugblättern abgedeckt

Bereits Ende April waren Aktivisten im Jenaer Stadtteil Winzerla unterwegs gewesen und hatten dort tausende asylkritische Flugblätter verteilt. Wir berichteten hier schon darüber.

Am 25. Juni machten sich volkstreue Deutsche erneut auf den Weg in den Ortsteil, um diesmal im Raum Altwinzerla weitere Flugblätter zu verteilen. Hunderte Handzettel wurden in die örtlichen Briefkästen geworfen, um auf die Asylproblematik aufmerksam zu machen. Damit wurde der komplette Ortsteil mit asylkritischen Blättern versorgt.

Auch in Winzerla wird derzeit ein Asylheim auf dem ehemaligen Hugo-Gelände errichtet, um die Flüchtlingsmassen, die in unsere Saalestadt strömen, unterzubringen. Aber da dieses Heim sich noch im Bau befindet und die Welle natürlich nicht abreißt, kam die Stadt in die prekäre Lage, Asylbewerber in einer Turnhalle in Winzerla unterzubringen. Dieser Vorfall ist einzigartig in ganz Thüringen und beweist wieder einmal, dass die Kapazitätsgrenzen schon lange erreicht sind. 25 Asylanten sollen in der Turnhalle nun leben. Damit erhöht sich die Zahl der in Jena lebenden Asylanten auf 650. Das zumindest war der Stand am 29. Juni.

Aber nur einen Tag später berichteten die lokalen Medien, dass es nur 17 seien, die in der Turnhalle derzeit wohnhaft wären und insgesamt „nur“ 550 Menschen in Jena Asyl gesucht hätten. Was steckt hinter diesen Zahlenspielereien? Wir vermuten eine gezielte Verwirrungstaktik der Stadtoberen, um das Asylthema möglichst klein zuhalten. Aber nicht mit uns! Wir werden weiterhin die Stimme erheben, wo es nötig ist und Informationsmaterial unter die Bevölkerung Jenas und des Saale-Holzland-Kreises bringen. Mit dem „III.Weg“ in eine sichere Zukunft!