Ehrwürdiges Heldengedenken in Budapest

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Auch im Februar 2016 reisten wieder Aktivisten der nationalrevolutionären Partei „Der III. Weg“ in die ungarische Hauptstadt, um den Helden der Schlacht um Budapest 1944 – 1945 zu gedenken. Höhepunkt der Reise war die Teilnahme an dem Wander- und Gedenkmarsch in der gesamten Länge von etwa 60 Kilometern. Im Vorfeld wurden diverse Soldatenfriedhöfe, Denkmäler und ehemalige Schlachtfelder im Budapester Umland besucht und Kränze abgelegt.

Die Schlacht um Budapest war eine der längsten und blutigsten Stadtkämpfe des Zweiten Weltkrieges. Nicht ohne Grund wird auch vom „Stalingrad an der Donau“ gesprochen. Vom Auftauchen der ersten Sowjettruppen an der Grenze der Hauptstadt, bis zur Einnahme der Budaer Burg, vergingen 102 Tage. Die Schlacht um die ungarische Hauptstadt gilt daher als der längste Kampf um eine europäische Hauptstadt im Zweiten Weltkrieg. Zum Vergleich: Die Kämpfe um die Festungsstädte Breslau und Königsberg dauerten 82 bzw. 77 Tage, Wien wurde innerhalb von 7 Tagen eingenommen und der Endkampf in Berlin direkt dauerte ca. zwei Wochen.

Am 29. Oktober 1944 setzte die Rote Armee mit den Armeegruppen der 2. und 3. Ukrainischen Front zum Angriff auf Budapest an. Am 4. November erreichten die ersten russischen Panzer die Vororte der ungarischen Hauptstadt. Ab hier entbrannte ein heftiger Kampf. Die ungarischen und deutschen Verteidiger setzten sich verbissen den zahlenmäßig weit überlegenden Angreifern zur Wehr. Die ungarische Armee kam zusammen mit ihren deutschen Waffenbrüdern auf ca. 70.000 Mann. Diesen warfen sich mehr als doppelt so viele Sowjetsoldaten, nämlich ca. 156.000 entgegen. Trotz der personellen und materiellen Übermacht gelang der Roten Armee nur langsam der Vorstoß. Die Verteidiger wehrten sich verbissen und Haus um Haus musste mühsam von den Russen erkämpft werden. Immer wieder kam es auch zu Gegenstößen der zahlenmäßig hoffnungslos unterlegenden ungarischen und deutschen Soldaten.

Am 26. Dezember konnten die Sowjets schließlich den Ring schließen und die Verteidiger einkesseln. Diese hatten schwer mit Munitions-, Sprit- und Verpflegungsmangel zu kämpfen. Es fehlte an allem. Den Verwundeten, welche ihren Verletzungen erlegen waren, wurde das verdreckte Verbandsmaterial abgenommen, um damit andere Verletzte zu versorgen. In der Folge wurde die Umklammerung durch die Sowjets immer enger. Trotz aller Widrigkeiten und ständigen massiven Angriffen der Roten Armee hielten die ungarischen Verteidiger zusammen mit ihren deutschen Waffenbrüdern eisern und heldenhaft stand. Am 11. Februar 1945 befahl der kommandierende General Karl Pfeffer-Wildenbruch schließlich den Ausbruch der verbliebenen Kampfverbände aus dem Kessel. Die etwa 45.000 bis 50.000 verbliebenden Soldaten warfen sich um 20 Uhr gegen die russischen Linien. Viele Zivilisten schlossen sich den Kampfgruppen an. Unter schwersten Verlusten wurden die gegnerischen Stellungen überrannt. Viele Sowjetsoldaten gerieten angesichts des selbstmörderischen und trotz Dauerbeschuss unaufhaltsamen Vorrückens der deutschen und ungarischen Truppen in heillose Panik und flüchteten. Bereits in den ersten Stunden des Ausbruchs fiel der Großteil der Eingekesselten durch das mörderische Artillerie- und Maschinengewehrfeuer. Nur etwa 600 bis 700 Rückkämpfer (!) erreichten nach mehreren Tagen und schwersten Gefechten die deutschen Linien.

Heldengedenken an mehreren Grab- und Gedenkstätten

Um den heldenhaften Kampf der ungarischen und deutschen Soldaten, welche in treuer Waffenbrüderschaft bis zuletzt kämpften, zu ehren, fanden sich auch 2016 Aktivisten vom „III. Weg“ in Budapest ein. An verschiedenen Denkmälern im Umland von Budapest, sowie Massengräbern und Soldatenfriedhöfen wurden Kränze niedergelegt und jeweils ein ehrenvolles Heldengedenken durchgeführt.

Grabes- und Gedenkstätte nordwestlich von Budapest

Beide Seiten erlitten bei der apokalyptischen Schlacht hohe Verluste. Mit ca. 38.000 Toten waren auch unter der Zivilbevölkerung hohe Opfer zu beklagen. Sie wurde von der roten Soldateska in keinster Weise geschont. Es kam auch in Budapest zu den Massakern an Zivilisten, für welche die entmenschten roten Horden Josef Stalins berüchtigt waren. Das Lazarett auf dem Budaer Burgberg wurde von den kommunistischen Truppen, mitsamt Patienten und Personal in Brand gesteckt. Zeugenaussagen zufolge zwangen die Sowjetsoldaten die Bevölkerung, verwundete ungarische und deutsche Soldaten nackt auszuziehen und in die Donau zu werfen. Auch von Massenvergewaltigungen und Plünderungen durch die barbarische rote Soldateska gibt es zahlreiche Berichte.

Deutscher Soldatenfriedhof in Bajna – letzte Ruhestätte für 173 Landser

Auf die abgehaltenen Heldengedenken wurden auch immer wieder ungarische Anwohner und Spaziergänger aufmerksam. Diese zeigten sich sichtlich gerührt von der Tatsache, dass junge Deutsche den weiten Weg nach Budapest auf sich genommen haben, um hier ihren gefallenen Ahnen und ihren Waffenbrüdern von einst zu gedenken. Die Ungarn wiesen die Aktivisten auf weitere Gräber und Denkmäler von niedergemetzelten Volksdeutschen hin und erwiesen sich auch anderweitig als äußerst hilfsbereit.

Ehrenmal für deutsche und ungarische Soldaten in Bicske

Gedenk- und Wandertour über 60 Kilometer

Am Sonnabend den 13. Februar 2016 fand der alljährliche Wander- und Gedenkmarsch statt. Die „Aktionsgruppe Börzsöny“ organisiert seit dem Jahr 2006 diese ganz eigene und innige Art des Gedenkens an die Helden von Budapest. Im Selbstbekenntnis der ungarischen Patrioten heißt es:

Das Ziel der Gedenktour "Ausbruch" ist es, jeden Februar den ungarischen und deutschen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg Budapest und damit ganz Westeuropa zweieinhalb Monate lang heldenmütig gegen die bolschewistische Rote Armee verteidigt hatten, unseren Respekt zu bekunden.

Nachdem der sowjetische Belagerungsring Weihnachten 1944 geschlossen worden war, wählten die Verteidiger der "Festung Europa" statt der Kapitulation – die auf ein kampfloses Abschlachten hinausgelaufen wäre – ihrem Eid getreu am 11. Februar 1945 den Ausbruch…

Mit unserer Wandertour wollen wir all den Gefallenen und den Wenigen, die unter Aufbietung übermenschlicher Kräfte der Hölle entrannen, unsere Ehrerbietung erweisen.

Die Wanderroute ist grob dem Weg nachempfunden, den die heldenhaften Verteidiger schwer kämpfend nahmen. Der Start befindet sich auf der Budapester Burg und mit einen Umweg über die Berge wird schließlich das Örtchen Szomor angesteuert. Bei der Tour über 59,65 km Kilometer muss ein Aufstieg von 1810 m absolviert werden. Neben der großen Wanderung gibt es noch die Möglichkeit lediglich eine Teilstrecke von entweder 25 oder 35 Kilometer zu laufen. Schafft es der Wanderer in der vorgegebenen Zeit (25 Kilometer = 8 Stunden, 35 Kilometer = 10 Stunden, 60 Kilometer = 17 Stunden), so erhält er am Ziel eine Urkunde und eine Auszeichnung.

Offizieller Start auf dem Burgberg

Um einen Nachweis über die gelaufene Strecke zu haben, müssen 13 Kontrollpunkte passiert werden. Hier erhält der Wanderer einen Stempel in seinen Laufzettel, in dem auch die Startzeit vermerkt ist. An den Kontrollposten erwarten den Teilnehmer Kontrolleure in zeitgenössischen Uniformen.

Schlange stehen für den Stempel am 9. Kontrollpunkt um halb vier Uhr morgens

Auch Verpflegung in Form von Schokolade, heißen Tee oder belegten Brötchen wird bereitwillig ausgeteilt. Verletzungen können ebenso an den Kontrollstellen versorgt werden.

Versorgung mit Schokolade an einem Posten

In der Feldküche wird heißer Tee zubereitet

Auf der anspruchsvollen Route begegnen den Wandersmann immer wieder reich geschmückte Soldatengräber. Auch wenn bisweilen ein hoher Zeitdruck auf den Teilnehmern lastet, so finden sich an jedem Grab Trauben von Menschen an, welche innehalten, eine Kerze anzünden oder niederknien, um den Gefallenen Helden zu gedenken.

Zahlreiche Gräber säumen den Wegesrand

Der Gesamteindruck, mit der immensen körperlichen Belastung, den zahlreichen Grabstätten am Wegesrand und den mit viel liebe zum Detail hergerichteten Kontrollpunkten, macht die Wandertour zu einen besonders innigen Gedenkmarsch. Wohl kein Teilnehmer kann sich der andächtigen und ehrfurchtsvollen Atmosphäre entziehen, die hier von jeden mitmarschierendem Besitz ergreift.

Die Wandergruppe aus Aktivisten vom „III. Weg“ Stützpunkt Nürnberg-Fürth nahm bereits zum zweiten Mal erfolgreich an dem 60-Kilometer-Marsch teil (siehe: Gedenkmarsch zu Ehren der Helden von Budapest). Die Bedingungen in diesem Jahr waren vollkommen anders als 2015. Damals musste man sich vorsichtig über vollkommen vereiste Wege vortasten und manch einen schmerzhaften Sturz hinnehmen, um reichlich lädiert und getrennt voneinander nach 15 bzw. 16,5 Stunden im Ziel anzukommen. Heuer war die Witterung etwas Freundlicher mit Temperaturen um die null Grad herum. Das milde Wetter verwandelte jedoch zusammen mit anhaltenden Regenschauer die Wege in reinste Schlammbecken.

Die Bodenbeschaffenheit war eher weich und feucht

Ob das Fortkommen hier leichter war, darüber konnten sich die Teilnehmer nicht abschließend einigen. Für die einen war der nasse, aber weiche Schlamm die angenehmere Variante. Die anderen, deren Stiefel sich bei jedem Auftreten fest in den knöcheltiefen Matsch festsaugten, sehnten sich beinahe schon nach den vereisten Bahnen des Vorjahres.

Typische Wegverhältnisse

Am Ende schafften es aber doch alle erfolgreich ins Ziel. Zeitlich konnte man sich auf ein Mittelmaß einigen und lief so gemeinsam nach 15 Stunden 45 Minuten noch im vorgeschriebenen Zeitfenster in die Ortschaft Szomor ein.

Um halb 8 Uhr morgens, die Sonne geht auf, ca. 2 Kilometer und 120 Höhenmeter vor dem Ziel

Im Ziel angekommen waren alle Absolventen glücklich und zugleich ergriffen von den vergangenen Stunden. Für jeden Teilnehmer wird die Gedenk- und Wandertour als ganz besonderes und inniges Ereignis in Erinnerung bleiben.

Die Leistungen der Soldaten damals erscheinen schier unglaublich. Vor allem angesichts der katastrophalen Versorgungslage und der totalen zahlenmäßigen Überlegenheit des Gegners.

Den ungarischen und deutschen Helden von Budapest gebührt ewige Ehre!
 

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