Kultig: Alte Filmaufnahmen von Potsdam, Leipzig, Nürnberg u.a. (+Video)

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Am 31. Mai 1910 fand in Potsdam die traditionelle Frühjahrs-Parade statt. In Reih und Glied zogen die preußischen Truppen zu Fuß und zu Pferd vor dem Stadtschloß an Kaiser Wilhelm II. vorbei. Wer glaubt, daß dieses Ereignis uns nur in der Phantasie zugänglich ist, der irrt sich. Es gibt von der Potsdamer Frühjahrs-Parade einen Film, der damalige Weimarer Hoffotograf Louis Held hat ihn aufgenommen.

Dieser und andere historische Filme sind gelegentlich im Potsdamer Filmmuseum gezeigt worden. Dabei war das Interesse des Publikums so groß, daß die Firma „Filmwerte“ im Jahre 2008 eine DVD herausbrachte „Potsdam wiederentdeckt – Historische Filmschätze 1910-1959“. Darauf befinden sich außer der Frühjahrs-Parade, die zweieinhalb Minuten dauert, noch sechs weitere Filmaufnahmen aus dem Bundesarchiv/Filmarchiv in Berlin. Die DVD wurde ein Überraschungserfolg. Die erste Auflage von 2.000 Exemplare war schon nach zwei Tagen ausverkauft.

Video: Potsdam 1910 – Frühjahrsparade für den Deutschen Kaiser

Enthalten sind auch die ersten Farbaufnahmen von Potsdam, sie stammen von 1933/34, sowie unter dem Titel „Das Stadtschloss in Gefahr“ Aufnahmen des von der Sprengung bedrohten Gebäudes aus dem Jahr 1959. Wer den Acht-Minuten-Film gedreht hat, ist unbekannt.

Wegen der begeisterten Reaktion hat die gleiche Firma sich inzwischen weitere deutsche Städte vorgenommen und jeweils eine DVD mit historischen, teils sehr alten Aufnahmen zusammengestellt. Neben Potsdam liegen bis jetzt vor: Rostock, Leipzig, Lübeck, Erfurt, Halle, Chemnitz und Nürnberg. Sie kosten jeweils 17,90 Euro inklusive Beiheft und Bonusmaterial. Zu erhalten sind die DVDs im Filmmuseum Potsdam, im Potsdam-Museum und im Weltnetz unter www.historische-filmschätze.de

Während frühere Epochen ihre Ahnen als kleine Gipsfiguren im Haus aufstellten, können wir inzwischen hundert Jahre zurückblicken und die Gesichter und das Gestalten unserer Vorfahren an originalen Schauplätzen auf der Leinwand studieren. Sicherlich stimmt das melancholisch, wenn man das heutige Straßenbild vergleicht. Statt „Frühjahrs-Parade“ gibt es in Berlin „Karneval der Kulturen“ und Schwulen-Parade. Doch einzelne Gebäude lassen sich doch wiederfinden und ein bißchen Atmosphäre schnüffeln.

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