
Erdrückend waren auch die Schilderungen der letzten Tage des Krieges und die folgende Gefangenschaft im russischen Arbeitslager. Drei Jahre kämpfte sich unser Referent durch diesen Albtraum, bis er endlich wieder in seine geliebte sächsische Heimat zurückkehren durfte. Viele Fragen der Zuhörer zum Thema ließen nach dem Vortrag großes Interesse erkennen, und mit großer Ausdauer wurden alle beantwortet. Mit einem lang andauernden Applaus zollten alle Anwesenden jenem starken Kämpfer mit seinen 96 Jahren den verdienten Respekt. Vielen wird auch dieser Abend lange in Erinnung bleiben und manches in einem anderen Licht erscheinen lassen. Viele werden auch beim nächsten Vortrag wieder dabei sein, weil es wichtig ist zu wissen, woher man kommt, wer man ist, und wohin man gehen muss.
Jeder Vortrag über die Geschichte unseres Volkes ist ein Puzzleteil, das hilft, ein klarer werdendes Bild zu schaffen, um uns die Möglichkeit zu geben, die Gegenwart besser zu verstehen und die Zukunft besser gestalten zu können. Wir stellen uns dieser Aufgabe und werden, solange es möglich ist, der Erlebnisgeneration zuhören um zu lernen. Die Lügner, Hetzer und Kriegstreiber von damals spielen ihr Spiel auch heute noch, und auch unsere Generation wird benutzt, um anderen einen Vorteil auf dieser Welt zu verschaffen. Unsere Vorväter haben uns eines aber deutlich gemacht, es nützt nichts, das Übel nur zu benennen, man muss es bekämpfen und die Gefahr für das eigene Volk beseitigen. Jede Generation hat ihre Aufgabe, aber immer das gleiche Ziel, die Erhaltung der eigenen Art und die Gewährleistung einer sicheren Zukunft unseres Volkes.















