Ungebremster Ausverkauf der deutschen Wirtschaft – Kommt zum Arbeiterkampftag nach Chemnitz!

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Laut einer kürzlich veröffentlichen Studie von Christoph Scheuplein vom Institut Arbeit und Technik (IAT) für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung übernahmen ausländische Finanzinvestoren alleine im Jahr 2016 insgesamt 212 heimische Unternehmen.

Die sogenannten Private-Equity-Gesellschaften wie KKR, Blackstone, Permira oder Ardian kaufen Firmen auf, um diese später wieder mit Gewinn zu veräußern. Die meisten Finanzheuschrecken haben dabei keine spezifischen Branchenkenntnisse und setzen lediglich auf standardisierte Strategien wie den Verkauf von Vermögenswerten oder Geschäftsbereichen, Outsourcing, Arbeitsplatzabbau, Kostensenkung und der beliebten Produktionsverlagerung ins Ausland. Alleine 2016 waren insgesamt 106.000 Beschäftigte von diesen Firmenübernahmen betroffen. Diese ausländischen Heuschrecken finanzieren die Firmenübernahmen oftmals über Fonds, in denen Investoren und vermögende Privatpersonen ihr Geld anlegen. Anschließend übernehmen in aller Regel die Private-Equity-Gesellschaften im Namen dieser Fonds die unternehmerische Leitung des aufgekauften Unternehmens und nach ein paar Jahren mit reichlichem Stellenabbau und Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland verkaufen sie ihre Anteile dann wieder – am besten mit hohem Gewinn.
Laut der Erhebung waren in der BRD 139 Private-Equity-Gesellschaften im Jahr 2016 in Deutschland aktiv. Rund 40 Prozent der Käufe fanden im „industriellen Kernsektor“ – also im Bereich Chemie, Elektrotechnik, Fahrzeugbau und Maschinenbau – statt. Laut der Studie wickelten die 99 in Deutschland aktiven Fonds knapp zwei Drittel ihrer Übernahmen über Offshore-Standorte mit Hilfe von Steueroasen wie Guernsey und Jersey, die Cayman-Inseln oder den US-Bundesstaat Delaware ab. D.h., daß „Möglichkeiten der Steueroptimierung und die geringe Transparenz dieser Finanzplätze ein wesentliches Kriterium für die Standortwahl der Fonds darstellen“, schreibt Studienautor Scheuplein.

Die Groß- und Finanzindustrie ist heute wie der Bankensektor nicht mehr kontrollierbar. Die politische Klasse hängt hingegen immer stärker am Gängelband des nationenfressenden Kapitalismus, so dass entsprechende Entscheidungen hierzulande nicht mehr zum Wohle des Volkes, sondern ausschließlich im Interesse der Unternehmensbosse gefällt werden. Zunehmend wird langjähriges Volkseigentum, wie kommunaler Wohnungsbesitz, die Wasser- und Energieversorgung, die Telekommunikation und alle Betriebe der Daseinsfürsorge privatisiert. Die Bürgerinnen und Bürger werden dadurch immer abhängiger von zügellos wirtschaftenden Unternehmen, die nach Gutdünken Gebühren erheben, Mieten steigen lassen und notwendige Reparatur- und Ausbauarbeiten zur Profitmaximierung ihrer heuschreckenähnlichen Aktionäre und Hedge-Fonds-Eigner hinten anstellen.

Am 1. Mai 2018 werden wir in Chemnitz wieder gemeinsam unsere Wut und unseren Zorn über den volkszerstörenden Kapitalismus auf die Straße tragen.
„KAPITALISMUS ZERSCHLAGEN – FÜR FAMILIE, HEIMAT, TRADITION!“
Seid dabei!

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