Gedanken und Reflexionen eines Aktivisten – Teil 2

Bei dem folgenden Beitrag handelt es sich um den persönlichen Erfahrungsbericht eines Aktivisten unserer Partei.

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Demnach war es für mich geradezu erfrischend, dass ein Australier feststellte, dass Deutschland respektive das Deutsche Reich nicht der Kriegstreiber zum 1. Weltkrieg war, für den wir es bis dato halten sollten. Mit dieser nicht widerlegten Erkenntnis, welche weit über das banale Schlafwandeln hinausgeht, hätten deutsche Historiker und Politiker dem deutschen Volk eine Erklärung abzuliefern gehabt und völkerrechtliche Fragen zu erörtern. In dem Zusammenhang sei erwähnt, dass sich zeitgenössische Beobachter zum Versailler-„Vertrag“ dahingehend äußerten, dass hierin Unrecht besiegelt und die Saaten für einen neuen Krieg gelegt werden. Und so, wie die Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts verklärt dargestellt werden, so ist es mit denen davor auch. Ein weiteres Indiz für den berechtigten Zweifel zu den Unstimmigkeiten geschichtlicher Abläufe ist die Tatsache, dass eine erhebliche Zahl der an der Wahrheitssuche interessierten Historiker, aus dem Ausland stammt. Hierbei ist Befangenheit äußerst unwahrscheinlich, vor allem dann, wenn die Kritiker aus Staaten stammen, welche ursprünglich Gegner in den großen Kriegen gewesen sind, zudem stellen sie ihre Reputation aufs Spiel, würden sie der Lüge das Wort reden. Selbst Soldaten der „Feindmächte“, also jene Menschen, die als Soldaten im direkten Kampf mit dem deutschen Landser standen, springen für ihn und eine gerechtere Geschichtsschreibung in die Bresche. Ohne Weiteres wäre es möglich, auch die Kriegstreiberei der Franzosen zum Krieg von 1870/71 oder den Dreißigjährigen Krieg und seine fast vernichtenden Folgen für die Deutschen zu beschreiben, was allerdings nicht Gegenstand des vorliegenden Artikels sein soll. Wer sich ähnlich umfangreich in die Geschichte einliest, kommt nicht umhin, festzustellen, dass die Abfolgen oder Vorgänge, besonders die kriegerischen, da sie in ihrer Wirkung überwiegend verheerend sind und meist die niederen Instinkte der Gier einhergehend mit erhabener Macht offenbaren, im Kreise der politisch herrschenden Klasse erstehen. Einschieben muss ich hier wohl, dass nicht die natürliche Ausdehnung eines Volkes und somit die Verdrängung eines anderen aufgrund seines natürlichen Wachstums gemeint ist, was im Einklang mit der Natur und den Lehren Darwins steht, sondern das reine gierige Machtstreben der Herrschaftsklasse. Die Völker der Staaten hätten gegeneinander wohl kaum den Waffengang angetreten, sie mussten durch Intrigen und die Lüge – wie auch heute bestens zu sehen – dazu überredet werden. Betrachtet man die Geschichte und ihre Zahlen in Verbindung mit den politischen Entscheidungen, dann wird die Vergangenheit anders als in der Schule vom Fach einer „toten Lehre“ zum lebendigen und in die Gegenwart ausstrahlenden Lehrer. Wer den sprichwörtlich roten Faden der Verquickungen um Macht und Unterdrückung einmal erkannt hat, der wird diesen von Beginn an bis in unsere Tage nachvollziehen können. Auch wenn sich die Vorgänge nie eins zu eins wiederholen, so können die Dunkelmänner nicht verhindern, dass ihr Ansinnen früher oder später offen zutage tritt.
Nachdem ich nun einige Jahre mit der Recherche zur Geschichte verbracht hatte und mit ebenso interessierten oder dann mittlerweile interessierten Bekannten im Austausch stand, sollte eine neue Bekanntschaft meinen damaligen Blickwinkel erheblich erweitern. Obwohl ich bis zu diesem Zeitpunkt noch immer unpolitisch war, traf ich damit erstmalig auf einen jungen Mann, der mir später politisches Denken nahe brachte. Einer meiner Bekannten hatte bereits leichten Kontakt zu einem, den man dem sogenannten rechten Spektrum zuordnen würde und hierüber ergab sich auch das Treffen mit dem besagten jungen Herrn. Den Ort und die Zeit sollten wir festlegen und so trafen wir uns in einem Café und begannen uns zu unterhalten. Da wir wie gesagt alle Kinder unserer Zeit sind, stutzte ich, als ich den Mann sah. Sofort gingen mir die für unser Gesellschaftsbild typischen Bilder eines waschechten Nazis durch den Kopf, denn der Kerl war groß, leicht kahl und stämmig. Hinweggeblasen war also meine Freiheit von Denkschranken und das nur, weil mir die Bilder und Attribute mit denen die Rechten betitelt werden, vor meinem geistigen Auge Walzer tanzten. Jedoch konnte und letztendlich wollte ich nicht kneifen, bin ich doch bis jetzt mit meiner Vernunft gut ausgekommen und so setzte ich mich zu ihm. Für mich war diese Begegnung mit einem „Rechten“, also der Kontakt und die Aufnahme eines Gespräches mit „so einem“, meine erste gewesen. Indes musste ich bereits nach wenigen Worten, die wir gewechselt hatten, mein Bild, welches mir ja durch die veröffentlichte Darstellung dieser Personengruppe im Reflexverhalten nach Pawlow durch meinen Kopf schwirrte, revidieren. Das Klischee des dumpfen und zahnlosen sowie wortkargen zumeist einfach gestrickten Nazis/Skinhead sollte auf den jungen Herrn nicht zutreffen. Im Übrigen ist das benannte Revidieren einer Sichtweise, eines Verhaltens oder wissenschaftlichen Erkenntnis in nahezu allen Bereichen des Lebens normal und vollkommen richtig – will man sich doch weiterentwickeln. Nur scheint das Entwicklungsschema nicht auf die Geschichtswissenschaft und Politik zuzutreffen, denn beide machen einen großen Bogen um die Revision. Das sollte jedem zu denken geben. Ein weiteres Detail, welches ich hier preisgeben will, ist mir seitdem als im höchsten Maße positiv in Erinnerung geblieben. Im Rahmen seiner kurzen persönlichen Vorstellung und der offenkundigen politischen Zugehörigkeit, erklärte er, dass der Kontakt zu ihm kurz über lang dazu führt, dass wir – sowie es bei ihm der Fall sein wird – von Staatswegen beobachtet werden oder dann würden. Hierauf fügte er hinzu, dass wenn wir uns aufgrund besagter Tatsache nun verabschieden wollen oder nach dem Gespräch keinen Kontakt mehr wünschten, er dies vollkommen nachvollziehen könne und somit kein Problem damit hätte. Immerhin wolle er nicht, dass unsere Existenzen durch den Staat zerstört würden und wir uns nicht bewusst darüber sind, warum uns das widerfährt. Vertrauen baut man halt nur mit offenen Karten auf. Diese absolut diametral dem Bild entgegenstehende Verhaltensweise mit der gesamten Offenheit und Rücksicht war wohl der letzte Anstoß zur Überzeugung, dass ein Gespräch fruchtbar sein könne.
Die Redseligkeit des Mannes, welche anders als bei so manchem Politiker unserer Zeit geradezu vor stichhaltigen Inhalten überquoll, war für mich schon beeindruckend, konnte er doch von seinem Standpunkt aus die Gedankengänge anderer gut nachvollziehen und analysieren. Nichtsdestotrotz kamen auch wir, respektive ich, zu Wort und es stellte sich heraus, dass er ein ebenso guter Zuhörer sein sollte. Sein Interesse galt aber nicht vordergründig unserer politischen Anschauung, welche wir/ich zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht einzuordnen wussten, als vielmehr dem Umstand, der uns zur Beschäftigung mit unserer Geschichte brachte. So erklärten wir ihm, dass wir eher zufällig auf die Ungereimtheiten gestoßen sind, welche im Zusammenhang mit der gelehrten Geschichtsschreibung gebracht werden. Bis dahin hatte ich noch keinen Menschen gesehen, dem es sprichwörtlich die Sprache verschlagen hat. Es war faktisch Ruhe und seine Beredsamkeit verschwunden. Er bedurfte einer Pause und so nahm er einen großen Schluck von seinem Kaffee, welcher wohl die Lebensgeister in ihm erwecken sollte, um seine Stimme wiederzufinden. Anschließend bekundete er uns sein absolutes Erstaunen und auch Respekt, denn wie er meinte, versuche er seit vielen Jahren die Menschen zu erreichen, um sie aus ihrer Traumwelt in die Realität zu führen. Er sagte uns, dass die Ausbeute nach gefühlten 100.000 verteilten Flugblättern mit Inhalten, welche jeden aufwecken müssten, grob geschätzt bei vielleicht 0,1 Prozent oder 100 Personen liegen dürfte. Aus dem Grund sei er so verwundert, dass ein paar Otto-Normalverbraucher so mir nichts dir nichts einfach mal das erreichten, was er seit Jahren mit seiner Aufklärungsarbeit im Verhältnis nicht bewerkstelligte. Den mitbekundeten Respekt erbrachte er uns deshalb, weil wir uns dem Thema der deutschen Geschichte wider allen Versuchen des Staates zur Abschreckung widmeten. Die Stunden verstrichen und so neigte sich unser Treffen unaufhaltsam seinem Ende. Weil aber der Verlauf der Unterredung von Anfang bis Ende in hohem Maße unterhaltsam und erhellend war, schieden wir mit der gegenseitigen Zusicherung, uns ab und an häufiger für Besprechungen zu verabreden. Hier will ich nur zum Abschluss beifügen, dass wenn der junge Herr nicht einen so guten Eindruck hinterlassen hätte und die damit verbundenen neuen Bekanntschaften (die später erfolgten) ebenso wenig, ich wohl immer noch vor der geöffneten Tür stünde, ohne hindurchzugehen. Denn leider gibt es Gestalten im sogenannten nationalen Lager, die allen gesellschaftlichen und medialen Stereotypen mit voller Absicht entsprechen.. Jene gehören nicht zum Kreise die unsere Weltanschauung teilen, aber dieser kleine Personenkreis wird als repräsentativ für die gesamte nationale Bewegung dargestellt. Die Gruppe ist quasi eine Anomalie oder ein Krebsgeschwür im an und für sich gesunden Körper, was ihn derart schwächt, dass er kaum positiv auf die bürgerliche Masse der Bevölkerung wirken kann. Eine bekannte nationale Musikgruppe hat dies bereits vor Jahren in einem ihrer Texte auf den Punkt gebracht: „Und nur deshalb reißen sie ein, was die anderen bauen auf und nehmen das mit Grinsen im Gesicht noch froh in Kauf. Die Subkultur, der individuelle Lebensstil gefällt. Das Ende des Systems wäre für sie doch der Untergang der Welt.“