Feder und Schwert X – Wider die Freidenker

Verwechselt mich nicht! – so sprach Friedrich Nietzsche, um seinen Zeitgenoßen deutlich zu machen, ihn trotz aller geistigen Freiheit, die ihm zu eigen gewesen war, nicht mit jenen zu verwechseln, die sich „Freidenker“ nannten. Zurück geht der Begriff des „Freidenkers“ auf das 18. Jahrhundert. Ursprünglich aus England stammend („free thinker“) , wurde er bald europaweit von den Vertretern der Aufklärung angewandt, darunter John Locke, Denis Diderot und Voltaire. In Deutschland wurden Schriftsteller der Aufklärung wie Friedrich Nicolai, Johann Christian Edelmann oder Johann Friedrich Bahrdt als solche bezeichnet. Heuer ist der Begriff nach wie vor in säkular-atheistischen Kreisen stark präsent, insbesondere in der Bewegung des „Neuen Atheismus“. Dies kommt freilich nicht von ungefähr. Die ersten Freidenker waren Deisten – also Männer, die das persönliche Gottesbild des Christentums abgelehnt und diesem eine unpersönliche Gottheit gegenübergestellt hatten. Eng verknüpft mit der Kirchen- und Religionskritik der Freidenker war deren liberale Haltung in politischen und gesellschaftlichen Fragen. Mit der Zeit wurden die Freidenkerverbände mehr und mehr zu Trägern marxistischer bzw. kommunistischer Gedanken. Auch die heutigen „Freidenker“, welche sich oftmals auch als „Skeptiker“ bezeichnen, weisen in ihrem Denken häufig liberales, internationalistisches, multikulturelles und feministisches Gedankengut auf.
Was ist nun der Freidenker und was zeichnet ihn aus? Ist er wahrhaft so frei, wie es seine Selbstbezeichnung glauben machen will?
Vom Begriffe her ist der Freidenker ein Mann, welcher sich durch keine politische Ideologie, religiöses Dogma oder gesellschaftliche Norm in seinem Denken beengen läßt. Im Gegenteil trat der Freidenker auf, um gefestigte Normen und insbesondere religiöse Überzeugungen anzugreifen. Neben diesen waren v.a. politische Institutionen, wie die Monarchie, wiederholt seinen Angriffen ausgesetzt. Doch es wäre nun falsch, anzunehmen, der Freidenker habe keine grundfesten Überzeugungen. Er war und ist kein ewiger Agnostiker, der alles und jeden in Zweifel zieht, stets ablehnend, endgültige Wahrheiten anzuerkennen. Der Freidenker weist seit jeher stark liberale und egalitaristische Tendenzen auf. In der Hochzeit des Marxismus und Kommunismus finden sich auch wiederholt deren Anhänger in Freidenkerkreisen und umgekehrt verbreiteten diese Kreise jene völkerfeindlichen Ideologien. Die internationalistisch ausgelegte Ideologie der Freimaurerei hatte ebenso einen starken Einfluß auf Sein und Werden der Freidenker. So agitieren auch die Freidenker unserer Tage oftmals als Egalitaristen und Vertreter der Abschaffung der Nationen. Die Freidenkerbewegungen in den USA sind mittlerweile vollständig von linksliberalem Gedankengut durchsetzt. So hat etwa eine kleine Schar von Feministinnen über einen beträchtlichen Teil dieser Bewegung das Ruder fest in die Hand genommen und nutzt ihre Stellung geschickt aus, um vermeintliche oder tatsächliche Dissidenten innerhalb der Skeptikerbewegung an den Pranger zu stellen. Die Dissidenten stellen freilich jene, die sich gegen kulturmarxistische Entwicklungen innerhalb der Freidenkerbewegung richten. Doch auch ohne diese Feministinnenclique vertritt die Freidenkerbewegung stark liberale und nicht selten gegen die weiße Rasse gerichtete Positionen.
Die säkular-humanistische Szene in Deutschland, in welcher der Begriff des Freidenkers am stärksten präsent ist, ist seit jeher antinational und volksfeindlich gesinnt. Sie trägt offen die Banner der völkerzersetzenden Ideologien der offenen Grenzen und der vielrassigen Gesellschaften vor sich her. Der „Humanistische Pressedienst“ stellt das wichtigste Öffentlichkeitsorgan der Freidenker in der BRD dar. Ein kurzer Blick auf diesen genügt, um die Lage zu erblicken. Verächtlichmachung von traditionellem Denken, Schimpftiraden gegen vaterlandstreue Nationalisten, Festigung des Schuldkults, Forderungen nach lockereren Kindstötungsgesetzen, Verbreitung von Homo- und Genderpropaganda, Bejubelung der Völkerauflösung durch Zuzug artfremder Gruppen – all dies verdeckt unter dem Lügenmantel angeblicher Menschlichkeit.
Man möchte meinen, der Freidenker sei frei in seinem Denken. Doch gerade jene Freidenker und Skeptiker scheinen keinerlei Verständnis für biologische Tatsachen aufzuweisen. Ist die Evolutionstheorie für sie gut genug, um damit Religionen zu kritisieren, verweigern sie sich vehement die Erkenntnisse eben dieser auf den Menschen anzuwenden. Daß es Rassen gibt und diese unterschiedliche evolutionär bedingte Verhaltensweisen zeigen, stellt für sie einen enormen Affront dar. Für manchen Freidenker ist der Mensch ein unbeschriebenes Blatt, welches sich nur durch Erziehung und Gesellschaftseinflüße entwickelt. Dies ist gewiß ein groteskes Denkverhalten für eine Gruppe, die Charles Darwin für einen der größten Wissenschaftler der Menschheitsgeschichte hält. Zwar sprechen sie gerne von der evolutionär erlernten Fähigkeit des Menschen zur Moral und der damit angeblich verbundenen Möglichkeit der Bildung einer aufgeklärten Menschheitsfamilie, doch vor den tatsächlichen Problemen der Rassenmischung verschließen sie eifrigst die Augen. Auch die Probleme von Vielvölkergesellschaften beruhen für so manchen Freidenker nicht auf der völkischen Verschiedenheit der einzelnen Gruppen und dem damit verbundenen natürlichen Kampf um Lebensraum, sondern auf der Religion oder dem Nationalismus. Sämtliche Konflikte werden demnach religiös oder mittels „faschistischer Umtriebe“ erklärt, mit dem Ergebnis, daß man den Frieden sichern könne, gebe es diese verfluchten Religionen und Nationalisten doch nur nicht. Der Freidenker glaubt, durch die richtige Erziehung (selbstredend hat diese nach freidenkerischen Prinzipien zu erfolgen) gelinge es, die Menschheit zu einer großen Einheit zusammenwachsen zu laßen. In der Multikulturalität sieht der Freidenker der Gegenwart keine Gefahr, sondern ein erstrebenswertes Gut. Denn das Denken in Verbänden, treten sie nun als Stämme, Völker oder Rassen auf, und der Kampf dieser gegeneinander – und dies lehrt uns die Natur als Sollzustand des Seins – ist für den Freidenker ein Alptraum dunkelster Stunde. Für den Freidenker gibt es kein Kämpfen, kein Ringen, kein Siegen. Der Freidenker windet sich lieber, gibt sich grotesken Denkgebäuden hin, will durch inhaltsleere Worte verschleiern – stets bedacht, den natürlichen Zustand der homogenen Völker mit eigener Artkultur durch eine kosmopolitische und damit der weißen Rasse wesensfremden Menscheitsideologie aufzulösen.
Nun eben dieses Denken reißt dem Freidenker die Maske vom Gesicht. Der Freidenker ist kein freier Denker. Er ist ein Liberaler, ein Egalitarist, ein Kulturmarxist. Der Titel, den er sich gibt, ist ihm eine wertvolle Tarnung, läßt er einfache Geister glauben, er sei ein besonders nachdenklicher und gescheiter Kopf. Doch das freie Denken ist ihm im Kern zuwider, zerstört es doch die Ideologie, welcher er anhängt. Fakten sind ihm Feind – sie sind der Regen, der seine Sandburgen aufweicht. Würde er die Fakten, und zwar sämtliche, akzeptieren, wäre er gezwungen, für eine Weltanschauung einzutreten, die mit seinen Luftschlössern unvereinbar ist. So nimmt sich der Freidenker nur die ihm genehmen Fakten für sich heraus und macht sich damit dessen schuldig, was er seinen Feinden wiederholt vorwirft. Während er behauptet, seine Feinde verdrehen die Tatsachen, hält er selbst den Zensurstift in der Hand. Der Freidenker wünscht seine Feinde auf den Scheiterhaufen, während er sich zum unzähligsten Male über die römische Inquisition mockiert, so, als wäre jene Institution nicht seit über 200 Jahren faktisch nonexistent. (Der gesellschaftliche Scheiterhaufen freilich, für den real-physikalischen fehlt dem Freidenker dann doch der Kampfeswille.) So bleibt der Freidenker eine kleine Gestalt, sich selbst maßlos überschätzend, welche ihren langen Schatten für ihre wahre Größe hält.
Wahrer Fortschritt kann nur vom freien revolutionären Denker ausgehen, welcher mit dem Freidenker nichts gemein hat. Der freie Denker ist es, der das Feuer der Zivilisation erhält und weiterträgt. Verwechseln wir diese ungleichen Gestalten nicht!

Feder und Schwert ist die Kolumne der Netzseite der nationalrevolutionären Partei Der III. Weg. Sie erscheint regelmäßig an jedem 2. Sonntag.