Neue Schikanen zum „Rock gegen Überfremdung“ (Stand 23:30Uhr)

Aktualisierung (23:30 Uhr): Die Veranstaltung wurde seitens der Organisatoren komplett abgesagt. Zwar ist die Veranstaltung nicht verboten, aber für das komplette Veranstaltungsgelände wurde ein Zutrittsverbot erlassen, was auch nicht weiter angefochten werden kann.

Aktualisierung (20:23 Uhr): Thüringens Innenminister George Maier sagte gegenüber MDR THÜRINGEN, dass das Verwaltungsgericht Weimar die Sperrung des Veranstaltungsgeländes in Mattstedt bestätigt hat. Nun muss gegebenenfalls das Oberverwaltungsgericht über den Eilantrag der Veranstalter entscheiden.

Aktualisierung (19:24 Uhr): Laut Veranstalter wurden nur 500 qm von 9000 qm gesperrt. Die Veranstaltung kann also wie geplant stattfinden.

Nach Informationen des MDR und der Thüringer Allgemeinen sind 90 Prozent des geplanten Konzertgeländes in Mattstedt (Kreis Weimarer Land) für Besucher gesperrt worden. Aber aufgrund des riesigen ehemaligen Fabrikgeländes dürfte die Durchführung der Veranstaltung zwar durch die Teilsperrung erheblich erschwert, aber nicht verhindert werden können. Der Bühnenaufbau soll schon begonnen haben.

Veranstalterinfos findet ihr hier und auf Facebook.

Da dem Bund über Erbengemeinschaften anteilig Flurstücke auf dem Veranstaltungsgelände gehören, hat auf Bitten des Thüringer Innenministeriums die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben beim Amtsgericht Apolda eine einstweilige Verfügung erwirkt und für diese Teile des Geländes ein Betretungsverbot verfügt. Eine weitere Schikane hat die Landgemeinde veranlasst, indem sie die Sicherstellung zusätzlicher Flurstücke „zum Schutz vor Beschädigungen“ durch die Veranstaltung verfügte. Angeblich seien hier die Erben des Grundstücks nicht im Grundbuch eingetragen. Auch das Kreisumweltamt versuchte seinen Teil zur Schikane beizutragen und nahm umfangreiche Bodenproben auf dem Gelände der früheren Kunstharz-Fabrik bei Apolda. Aus Sicht der Behörden war aber leider die Belastung durch Giftstoffe wesentlich niedriger als angenommen, sodass nur ein ganz kleiner Teil des Geländes zur Sperrung in Frage kommt. Ob und gegen welche Verfügungen der Veranstalter klagt, ist aktuell nicht bekannt.

Die Behörden hatten nach mehrmaligem Scheitern bei ähnlichen Veranstaltungen erst gar nicht versucht, das „Rock gegen Überfremdung“ zu verbieten, versuchen aber neben den teils schikanösen Auflagen nun über andere Wege Veranstaltungen dieser Art zu verhindern. Beispielsweise wurde eine direkte Anfahrt zum Veranstaltungsgelände untersagt, sodass nur Parkplatzmöglichkeiten in den benachbarten Gemeinden in Frage kommen und man dann sich per Fuß zur Veranstaltung begeben muss. Auch hier folgen sicherlich noch Infos zur Anreise auf den Seiten der Veranstalter.

Laut Landratsamt seien bis Donnerstagabend 2.000 Eintrittskarten für die Veranstaltung in Mattstedt abgesetzt worden. Andere Medien sprachen aber bereits von 5000 verkauften Karten. Die Polizei soll mit mehr als 1.500 Beamten im Einsatz sein, auch einige Gegenveranstaltungen sind geplant.





4 Kommentare

  • Wird es einen Ersatztermin geben? Wie wird dieser bekannt gegeben?

    Christian 01.09.2018
    • Der Veranstalter will das Konzert nachholen.

      admin 02.09.2018
  • Wird es tatsächlich nicht angefochten? Eilverfahren??

    Judith Steinbach 25.08.2018
    • Unseres Wissens nach nicht

      admin 25.08.2018

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