ADAC will nicht mehr deutsch sein

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Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) hat sich mit seiner neuen 1,5 Millionen teuren Werbekampagne selbst ins Knie geschossen und sich den Zorn seiner Mitglieder zugezogen, von denen es nun reihenweise herbe Kritik und Austritte hagelt.

Zuvor verkündete im Juni der Automobilclub (wie auf Journalistenwatch zu lesen war) , daß er sich „verstärkt auf das Deutschlandgeschäft fokussieren“ möchte. 60.000 Kunden, die im Ausland leben, würden deshalb zeitnah gekündigt werden.
Doch mit der momentan gestarteten Werbekampagne schlägt der ADAC plötzlich in eine ganz andere Kerbe und ohrfeigt seinen deutschen Mitgliederstamm mit dem Slogan: „Wir sind nicht Deutsch. Wir sind überall. Wir machen an Grenzen nicht halt.

Während sich der Zuschauer irritiert die Augen reibt und damit versucht ist, diesen 180° Kurswechsel des Allgemein Deutschen Automobilclubs zu verstehen, folgt schon der nächste Werbespruch, der nun gänzlich am gesunden Menschenverstand der Marketingabteilung zweifeln läßt: „Wir sind kein Club. Wir sind nicht allgemein. Wir sind nicht automobil.

Wenn man sich dieses sinnfreie Geschwafel und die Anbiederung an Lobbybefürworter einer bunten Welt mal genauer ansieht, so hätte das auch ein Werbeslogan eines Schlepperschiffes oder einer Gruppe aus Bahnhof–Teddybärwerfern sein können.

 

Versucht der ADAC hier sich weltoffen zu geben?

Will er sich mit der verräterischen Regierung solidarisieren?

 

Das dürfte wohl kaum im Aufgabenbereich eines Automobilclubs liegen und ist zudem auch nicht die Spur notwendig. Man ist gewillt zu glauben, dass sich der ADAC seiner deutschen Wurzeln entledigen möchte, als am Anfang seines Werbefilmchens ein Gartenzwerg, der wohl das Deutsche repräsentieren soll, explodiert. Zu Recht gab es daraufhin einige heftige Kritiken an den Automobilclub, die mit schweren Anschuldigungen und Infragestellungen einher gingen.

Der Berliner Zeitung gegenüber sagte Christian Garrels, der Leiter für „Marke, Marketing und Kommunikation“ des ADAC, sie seien eine „starke Marke für Offenheit, Toleranz und Diversität (Vielfalt)“

Warum das ein Automobilclub sein muß und was das damit zu tun hat, diese Frage gilt wohl als Buch mit sieben Siegeln. Auf eine der vielen harschen Kritiken antwortete der ADAC mit beschwichtigenden Floskeln, wie hier zu lesen war.

Darin schrieb er:

…Der ADAC ist tief in Deutschland verwurzelt und steht als starke Marke für Offenheit, Toleranz und Diversität. Was die verknappte Botschaft wir sind nicht Deutsch aus einem von vier Motiven unserer neuen Werbekampagne aussagt ist, dass der ADAC nicht nur in Deutschland, sondern weltweit Leistungen für seine Mitglieder erbringt. Bei unserer Kampagne geht es ausschließlich darum zu zeigen, dass wir als ADAC viel mehr sind als Allgemein, Deutsch, Automobil und Club. Dazu gehört natürlich ein ordentlicher Schuss Selbstironie. Zum Beispiel damit zu arbeiten, dass wir als deutsche Institution erstmal irritieren, wenn wir unser „Deutsch sein“ vermeintlich verneinen, um es im selben Atemzug dann wieder aufzulösen. Wer da was falsch versteht und wer was falsch verstehen will, um von unserer Bekanntheit zu profitieren, lassen wir mal außen vor. Unsere Werbekampagne hat keinerlei politischen Hintergrund und soll ausschließlich das breite Leistungs-Portfolio unseres Clubs darstellen.“

Ganz gleich wie sehr der Klub nun auch herum druckst und versucht sich heraus zu reden; es dürfte mehr als klar geworden sein, welche Stellung sich der ADAC nun selbst gegeben hat. Nicht mehr deutsch zu sein! Ob nun in Zukunft die einstigen „gelben Engel“ nur nach als „bunte Engel im Regenbogen Auto“ auftauchen, das wird die Zeit zeigen. Seinen vorigen Status im Herzen der Deutschen hat er auf jeden Fall damit verloren und verspielt.