
Dieser Verantwortung wissend, war es uns eine Ehre die letzte Ruhestätte ein ansehnliches Bild zu geben. Dort standen sie, die Kreuze der Toten. Auf vielen hiervon war wohl auch einmal ein Name darauf, aber der ist schon lange nicht mehr zu lesen. Ausgelöscht wie der Mensch, der unter dem Kreuz liegt – ein Namenloser. Wir richten unsere Blicke auf die Kreuze und sind stumm. Die eine Frage, die uns alle bewegt: Alles umsonst? Wir bekommen keine Antwort, können auch keine erwarten. Aber die Frage steht überall im wolkenverhangenen Himmel.
Immer wieder hielten Besucher des Friedhofes an, um sich ein Bild zu machen von den Tätigkeiten der jungen Menschen an diesem Ort. Viele fragten sich sicherlich, warum nur an einem Sonntag diese Aktion, wenn man im Warmen sitzen kann. In einer Zeit, in der das Materielle für viele das Erstrebenswerte dieser Zeit ist, setzen wir ein Zeichen. Laub und weiterer Unrat wurden entfernt, sowie Grabsteine vom Moos befreit. Es sollte
ein ansehnliches Bild für das nächste Heldengedenken geschaffen werden. Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen und allerlei Aufwand wurden in den letzten Tagen die Ereignisse vom 9. November 1938 gedacht. Das eigene Volk wurde darüber belehrt, dass es fortan zu sühnen hat.
Wir haben den Betrug dieses Systems erkannt und wollen hieran nicht teilhaben, um unserer eigenen Zukunft willen. Die Lebenswirklichkeit zeigt, dass nur in der Gemeinschaft eines Volkes alle Fragen, die den Einzelnen, die Familie und das Volk betreffen, gerecht geregelt werden können.
Dass was wir im Großen und Ganzem fordern, wird von uns heute schon versucht im Kleinen umzusetzen.
Wir leben die Gemeinschaft, sie aber braucht zum Leben die Tat!

























Vorbildlich!