Feder und Schwert XXIV – Naturbetrachtungen: Die verkannte Schöpfung

Ein weiteres Jahr endet. Ein Jahr, in welchem der nationalrevolutionäre Kampf wieder mit ganzer Kraft an die Front getragen worden ist. Wird er zweifelsohne im nächsten Jahreskreis ebenso schlagkräftig von den Männern geführt werden, die um das Wahre und Wohl des Guten bemüht sind, so wird er nicht nichtig sein. Wir blicken zurück auf ein Jahr der Aufopferung und der Entbehrung, stets im Dienste einer höheren Sache, gilt unsere Schaffens- und Willenskraft nicht nur unserem Volk, sondern auch unserer Heimaterde, unserer Rasse, der Allschöpfung überhaupt. In dieser letzten Ausgabe von Feder und Schwert wollen wir uns noch einmal deren Wesen annehmen, die häufig vergessen werden und dabei doch so unendliches Leid erdulden müßen – wir wollen unsere Augen, Ohren und Herzen am Ende dieses Jahreskreises noch einmal den Tieren und der Natur schenken und mit einer Naturbetrachtung abschließen, auf daß weitergerungen wird, sei es um das Wohl unseres Volkes, unserer Rasse oder das der Natur, welcher wir mehr schuldig sind, als wir je zurückzugeben imstande wären.

Warum kämpft der nationalrevolutionäre Widerstand um eine intakte Umwelt und um ein artgerechtes Leben für das Tier? Diese Frage birgt tiefere Geistesebenen als manch einer ahnen mag. Zitieren wir zunächst Charles Darwin, jenen großen Wissenschaftler, der gesagt hat: „Die Tiere empfinden, wie der Mensch, Freude und Schmerz, Glück und Unglück; sie werden durch dieselben Gemütsbewegungen betroffen wie wir.“ Das Tier ist also nicht einfach ein seelenloser Apparat, dessen Schreie mit dem Quietschen einer schlecht geölten Maschine zu vergleichen sind – wie einst ein berühmter Philosoph behauptet hat. Das Tier ist also ein empfindendes Wesen, das eigene Interessen hat und demnach nicht nach Gutdünken gebraucht werden kann, wobei letzterer Gebrauch häufig in einen Mißbrauch ausartet. Der Unterschied von Tier und Mensch ist kein prinzipieller, höchstens ein gradueller. Graduell ist er insofern, daß der Mensch zu Geistesleistungen fähig ist, die uns bei keinem Tiere bekannt sind. Sind manche Tiere auch noch so intelligent, noch so sozial veranlagt, noch so vorausschauend orientiert – auf der geistigen Stufe mit dem Menschen steht nach unserer derzeitigen Erkenntnis keines von ihnen. Doch eben dies zeigt uns, daß wir dem Tiere gegenüber eine besondere Verpflichtung haben, deren die Menschheit in ihrer Geschichte nur unzulänglich nachgekommen ist. Häufig hat sie diese Verpflichtung gegenüber seinen Mitgeschöpfen mit Füßen getreten. Ein wegweisendes Buch in der Frage nach Gerechtigkeit dem Tiere gegenüber, welches jedem Nationalrevolutionär ans Herz gelegt sei, ist die Schrift der großen nationalsozialistischen Denkerin der Nachkriegszeit, Savitri Devi (1905-1982, eigtl. Maximine Portaz), die ihr Leben neben herausragenden Studien zum zyklischen Wesen des Seins und der Verteidigung Deutschlands ganz den gemarterten und geschändeten Tieren gewidmet hat. Es sei ein längeres Stück aus dem ersten Kapitel dieser Schrift, Angeklagt: Der Mensch – Anthropozentrische versus biozentrische Weltsicht, zitiert:

Von allen moralischen Ideen ist jene der definitiven Verpflichtung, die wir den Geschöpfen anderer Gattungen (Tieren und selbst Pflanzen) gegenüber haben, die sich dem menschlichen Verstand vielleicht am langsamsten erschließt. Es scheint, als sei sie einer jeden Weltreligion im Wort wie Tat fremd, mit Ausnahme des Buddhismus. Und jemand, der sich ihrer Bedeutung bewußt ist – jemand, der in ihr den Ausdruck einer grundlegenden moralischen Wahrheit erkennt –, mag sich ebenso verwundert fragen, wie Glaubensbekenntnisse, die es versäumen, diese Verpflichtung auch nur zu erwähnen (geschweige denn ihr besonderen Nachdruck zu verleihen), es dennoch geschafft haben, eine so zahlreiche Anhängerschaft um sich zu scharen, und wie darüber hinaus ihr allzu beschränktes Konzept von Liebe noch immer beanspruchen kann, „das höchste“ zu sein, und wie dieser Anspruch keinen Protest der edel empfindenden Menschen hervorruft. Dies ist ohne Zweifel hinreichend, um zu düsteren Schlüssen über eine Grobheit, Selbstsucht und Häßlichkeit der menschlichen Natur zu gelangen.“

Devi prägte in ihrer Schrift, wie der Titel es bereits verlautbart, die Begriffe „anthropozentrisch“ und „biozentrisch“. Anthropozentrisch steht für die Weltsicht, daß der Mensch allein im Mittelpunkt stehe und sämtliche Rechte und Fürsorge ihm zuerst zustehen. Die biozentrische Sicht stellt das Leben selbst in den Mittelpunkt, unabhängig davon, ob es menschlicher, tierischer oder pflanzlicher Natur ist. Die biozentrische Weltsicht erkennt, daß es Bedeutenderes und Erhabeneres als ein Menschenleben gibt. Und gewiß kann niemand, der aufrechten Charakters ist, bestreiten, daß der majestätische und formvollendete Tiger etwa, um nur ein Beispiel zu nennen, jener Tiger, der vom Austerben bedroht ist, um ein tausendfacheres erhaltenswerter ist als das Leben von Millionen von Menschen, die nichts zur Entwicklung, ja nicht einmal zum bloßen Erhalt der Erde beitragen. Wer kann leugnen, daß ein jahrhundertealter Baum in seiner ganzen Pracht von geringerer Bedeutung ist für die Allschöpfung als die Erdhütte eines Buschnegers? Oder eines gläsernen Börsenturms? Ist es nicht eher umgekehrt? Im Gegensatz zur schönen Natur – zur wirklich schönen Natur, denn auch in ihr gibt es Häßliches, wie uns der Parasitismus lehrt – hat der zur Masse gewordene Mensch keinerlei Liebenswertigkeit inne. Jener Massenmensch ist es vielmehr, der das uns verbleibende Wahrhaftige in der Natur zu seinem materiellen Wohlbefinden schlachtet oder schlachten läßt. Die Vernichtung der Wälder, die Vergiftung der Ozeane und die Ausbeutung der Tiere, welche schon zu viele Arten in Gänze verschlungen hat, sie alle sind traurige Zeugen einer Menscheit, die sich schon längst selbst verloren hat.

Wollen wir uns an die Gräuel erinnern, welche dem Tier in Laboren und Massenhaltung widerfahren? Wollen wir uns die Bilder von Tieren ins Gedächtnis rufen, die ein trostloses und oftmals grausames Dasein hinter Gitterstäben in Zoos leben müßen, und die, um nicht vollkommen den Verstand zu verlieren, regelmäßig mit Betäubungsmitteln behandelt werden? Wollen wir die Tiere vor unserem geistigen Auge erblicken, die zur Unterhaltung der gnadenlosen Masse im Zirkus vorgeführt werden wie ein billiges Stück Fleisch, nachdem sie auf brutalste Weise gebrochen worden sind?

Wir müßen es. Doch ebenso müßen und dürfen wir uns an eine andere Zeit erinnern. Eine Zeit etwa, in der ein Mann mit dem Namen Adolf Hitler als eine seiner ersten Amtshandlungen das erste Tierschutzgesetz Europas erlaßen hat, das weltweit Lob und Beachtung gefunden hatte, und auf dem sämtliche heutigen Tierschutzgesetze beruhen. Eine Zeit, als eben dieser Mann den Vivisektoren ihr schändliche Handwerk legte. Eine Zeit, als die widerlichen Schächtungen durch ihn ein Ende fanden. Wir wollen uns seiner Güte wider dem Tiere besinnen und sie uns zum Vorbild nehmen. Soll seine Liebe zum Tier die unsere beflügeln und uns fest in Reih und Glied stehen laßen im Kampfe um das Wohl unserer Natur, auf daß jener verkannten Schöpfung endlich die ihr zustehende Gerechtigkeit seitens des Menschengeschlechts widerfährt.

Feder und Schwert ist die Kolumne der Netzseite der nationalrevolutionären Partei Der III. Weg. Sie erscheint regelmäßig an jedem 2. Sonntag.