Feder und Schwert XXV – Der Sternenhimmel

Die Sterne lügen nicht.

Friedrich Schiller (1759-1805)

Ein neues Kampfjahr steht uns bevor und erneut gilt es, unsere Kräfte dem nationalrevolutionären Kampf um die Köpfe und Herzen der Deutschen und ihrer rassischen Brüder zu führen. Obgleich viele der unseren ihre Kräfte auf physische Art in eben diesem Kampfe zu gebrauchen gedenken, so mögen jene – und mit ihnen alle von uns – nicht vergessen, daß das Leben und Sein über das Materielle hinausgeht. Der Sternenhimmel ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, diesem Umstand gerecht zu werden. Bereits der große deutsche Meister Schopenhauer hatte verkündet, daß keine Wissenschaft der Menge so sehr imponiere wie die Astronomie.

Seit Jahrtausenden nutzt die Menschheit den Sternenhimmel mit seinen Sternbildern und Gestirnen zur Orientierung, zur Weltenkontemplation und zur religiösen Muße. Tafeln, Schriftstücke, Wandzeichnungen – die Zeugnisse sind zahlreich. Immer verbanden unsere menschlichen Vorfahren den Sternenhimmel mit besonderen Entwicklungen, sie glaubten, er kündige herausragende Ereignisse an oder sahen in ihm ein Tor zur Transzendenz. Vom dänischen Astronomen Tycho Brahe (1564-1601), einem der bedeutendsten Astronomen vor Erfindung des Fernrohrs, stammt die Behauptung, die Sterne lenken das Schicksal der Menschen, während jene von Gott gelenkt werden. Ein bekanntes Werk aus Künstlerhand verdeutlicht die Bedeutung des Sternenhimmels für den Menschen auf besonders schöne Weise. Im Jahr 1888 erschien ein Holzstich in der populärwissenschaftlichen Schrift des französischen Astronomen Camille Flammarion, welcher Flammarions Holzstich oder auch Wanderer am Weltenrand genannt wird. Obgleich nicht zur Gänze geklärt ist, ob Flammarion selbst diesen im Stil des Historismus gehaltenen Stich in Auftrag gegeben hatte oder ob er doch schon älter ist, ist er ein wunderbares Zeugnis für die Bedeutung des Himmels für den faustischen Menschen. Über einer flachen Landschaft liegt diese überspannend der hemisphärische Himmel. An der Stelle, wo sich Himmel und Erde berühren, kniet ein Mann in langem Mantel auf allen Vieren und streckt seinen Kopf unter der Himmelsphäre hindurch, um zu erblicken, was sich hinter dieser befindet. Der Stich soll eine Darstellung über die mittelalterliche Vorstellung über das Himmelszelt und deren Verbindung mit der Erde liefern. Im Original findet sich ein Untertitel, welcher sagt: „Ein Missionar des Mittelalters erzählt, daß er den Punkt gefunden hat, wo der Himmel und die Erde sich berühren…“

Obgleich uns unser heutiges Wissen lehrt, daß sich Erde und Himmel in diesem Sinne nicht berühren, öffnet uns der Sternenhimmel dennoch Türen und Tore zu Orten – und deren nicht zwingend physikalische – welche unser höchstes Interesse und Begehren heraufbeschwören. Es fällt schwer, einem Unkundigen eben jenes Gefühl zu vermitteln, welches den überwältigten Betrachter des klaren Nachthimmels befällt. Es muß und kann nur der Aufruf folgen, den Männern, die um die Bedeutung des Lebens und die Erkenntnis der Wahrheit streiten möchten, den Blick gen Himmel zu den Sternen zu weisen. Alle Worte wären vergeblich, alle Schriften nichtig, wenn sie es nicht selbst erblicken. Mögen sie sich also besinnen und ihre Augen wie Seelen für den Sternenhimmel öffnen, auf daß dessen Schönheit sie die Wahrhaftigkeit ihrer Taten erkennen läßt.

Blicke oft zu den Sternen empor – als wandelst du mit ihnen. Solche Gedanken reinigen die Seele von dem Schmutz des Erdenlebens.

Marc Aurel (121-180)

Feder und Schwert ist die Kolumne der Netzseite der nationalrevolutionären Partei Der III. Weg. Sie erscheint regelmäßig an jedem 2. Sonntag.





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  • ..und suchet die weite Stille der Natur in dessen es nur möglich die Weite und Klarheit des sternengetränkten Firmament in Vollständigkeit zu erblicken. In Stille hält die Seele Zwiesprach mit dem All.

    Ela 13.01.2019