Reinemachen nach Sylvester im Landkreis Fürth

Nachdem Aktivisten des Stützpunktes Nürnberg/Fürth bereits im Vorfeld der Jahreswende in Fürth und Umgebung großflächig Flugblätter zu der Kampagne „Tierfutter statt Böller“ verteilten und dazu aufriefen, das Geld anstatt in Feuerwerk lieber in Tierfutterspenden für Tierheime zu investieren, begab man sich nach dem Jahreswechsel auf Reinigungstour.

Bei der Kampagne „Tierfutter statt Böller“ wird dazu aufgerufen, das hart verdiente Geld nicht an Silvester sinnlos in die Luft zu schießen. Allein im Jahr 2017 haben die Deutschen 137 Millionen Euro für Feuerwerk ausgegeben und damit einen neuen traurigen Rekord in Sachen sinnloses Geldausgeben aufgestellt. Im Jahr 2018 liegt der Wert ersten Berechnungen nach gleich hoch. Dieses Geld wurde im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft gejagt. Nun wollen wir dem Volk bestimmt nicht die Freude am Feiern nehmen, aber im Hinblick auf die Maßlosigkeit und die Gefährlichkeit der bunten Knallerei, ist auch hier der goldene Mittelweg zu finden. Dies kommt nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt zugute. Als sinnvolle (Ersatz-)Investition erachten wir es, zur Jahreswende einmal an die zahlreichen heimatlosen Tiere in den Heimen zu denken und diese zu unterstützen.

Nicht nur den Tieren in den Heimen würde es zugutekommen, sondern auch der Natur ganz allgemein. Die Belastungen für die Umwelt durch den Abfall ist an Neujahr allerorten zu sehen. Ob in der Stadt oder auf dem Land, Böllerreste und besonders Plastikteile von Raketen sind es, die nachhaltig die Umgebung verschmutzen. Aus diesem Grund nutzten viele Aktivisten des Stützpunktes Nürnberg-Fürth den obligatorischen Neujahresspaziergang mit Kind und Kegel zum gemeinschaftlichen Müllsammeln. Gemäß dem Motto Umweltschutz ist Heimatschutz wurden so nicht nur vermüllte Straßen von Böllermüll gereinigt, sondern auch die heimischen Felder von den Überresten des nächtlichen Feuerwerks befreit. Auf den Wiesen und Feldern, wo sicherlich kein Reinigungstrupp der Stadt oder Gemeinde vorbeikommt, schadet der Abfall der Flora und Fauna am meisten.

Die Suche nach dem Müll in den Wiesen ist recht aufwendig, rechts ein kleiner Teil der „Ausbeute“

Von den Raketen, die aufgrund der Flugbahn und der Tatsache, dass – sofern möglich – das Feuerwerk eher ins Feld als in die Ortschaft geschossen wird, landen viele in Wald und Wiesen. Dort trotzen die Plastikteile wie die Spitze oder die Flügel der Verwitterung. Dort verschandeln sie die Umwelt und werden im schlechtestem Fall von Tieren gefressen, die die bunten Plastikteile für eine willkommene Nahrung im kargen Winter halten. Es gilt also nicht nur in den Ballungszentren den Müllbergen den Kampf anzusagen, sondern auch auf den Dörfern. Bei den Sammelaktionen des Stützpunktes Nürnberg/Fürth kam so auch im Dorf Kirchfembach bei Langenzenn einiges an Abfall zusammen.