Zahl wohnungsloser Deutscher in der BRD erreicht Rekordwert

 

Das angeblich reiche Land, in dem wir laut der Bundeskanzlerin „gut und gerne“ leben sollen, hat einen weiteren armseligen Rekord in Sachen unsozialer Politik erreicht. Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) hat sich die Zahl der als wohnungslos geltenden Menschen in Deutschland von 335.000 im Jahr 2014 auf ganze 860.000 Menschen im Jahr 2016 um satte 150% erhöht. 52.000 davon schlafen zudem als Obdachlose ohne Schutz vor Kälte und Witterung auf der Straße. Für 2018 hat Schätzungen zufolge die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland bereits bei ganzen 1,2 Millionen gelegen. Vor elf Jahren lag die Zahl bei gerade einmal 227.000 Menschen. Ein ausschlaggebender Grund für diese Zahlen ist die seit 2015 eingesetzte Asylflut nach Deutschland, bei der aufgrund offener Grenzen immer mehr raum- und volksfremde Menschen in das ohnehin dicht besiedelte Land eingedrungen sind und auf dem Wohnungsmarkt zu einer Verschärfung der Situation beigetragen haben.

Auch findet sich unter den Wohnungslosen ein gewichtiger Anteil von neu zugezogenen Ausländern, der meistens noch in den dafür vorgesehenen Unterkünften zur Beherbergung der Raumfremden lebt. Jedoch greift es zu kurz, wenn man die Asylflut als einzige Ursache für die Wohnungsnot ausmacht. So ist auch ohne die Berücksichtigung von ins Land geströmten Asylanten die Zahl der Wohnungslosen um 25% auf 420.000 im Jahr 2016 gestiegen, bzw. hat sich zwischen 2008 und 2014 um die Hälfte erhöht.

Als Hauptgrund für die Misere gilt es das gesteigerte Armutsrisiko in einem der größten Niedriglohnsektoren Europas, der die BRD ist, in Verbindung mit der Mietpreisexplosion vor allem in Großstädten. In Frankfurt am Main zum Beispiel sind die Nettomieten seit der Jahrtausendwende um etwa die Hälfte angestiegen. Gleichzeitig sinkt der Anteil an Sozialwohnungen in Deutschland rapide ab. Waren 2002 noch 2,5% aller Wohnungen in Deutschland Sozialwohnungen, so sind es 2017 nur noch 1,2% gewesen. Der Neubau von Sozialwohnungen und die Einführung einer flächendeckenden Mietpreisbremse wird von den neoliberalen Parteien in den Kommunal- und Landesparlamenten zudem an vielen Stellen blockiert. Um diese dramatische Entwicklung zu stoppen und einen weiteren Anstieg von Wohnungslosigkeit zu verhindern, gilt es regulierend in den viel zu liberalisierten Wohnungsmarkt einzugreifen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Dazu sollten mehr Fördermittel für den Bau von neuen Sozialwohnungen bereitgestellt werden, anstatt die eingenommenen Gelder im EU-Moloch verschwinden zu lassen oder die Beherbergung von Hunderttausenden von Asylforderern zu finanzieren, für die der Staat oft exorbitante Summen an Vermieter zahlt. Außerdem gilt es, eine flächendeckende Mietpreisbremse zur Deckelung der Wuchermieten in Großstädten einzuführen und die Sanktionierung von Mietern abzuschaffen, die Deutsche schnell in die Wohnungslosigkeit führen können. Bei der Entstehung von Mietrückständen sollten Kommunen eventuelle Mietschulden übernehmen und in Verhandlung mit den Vermietern treten. Dazu bräuchte es zentrale, kommunale Fachstellen, die Präventionsarbeit betreiben und über etwaige Räumungsklagen informiert werden, um den Mietschuldnern beratend zur Seite zu stehen.

Unterdessen begnügt man sich jedoch mit Notunterkünften, Tagesaufenthalten und Kältebussen, um das Leid der Betroffenen zumindest notdürftig abzumildern. Eine langfristige Perspektive für eine sozialistische und dem Wohle aller Teile der Volksgemeinschaft dienende Politik kann das jedoch nicht sein. Solange der Staat weiterhin bei der Schaffung von neuem Wohnraum versagt und seine Geldmittel für volksfremde Interessen , wie z.B. die kostenintensive Unterbringung von Asylforderern, einsetzt, den Wohnungssektor weiterhin dem sogenannten „freien Spiel der Kräfte“ überlässt und die Politik dabei handlungsunfähig oder -ungewillt zuschaut, wird sich die Situation für ungezählte Deutsche weiterhin verschlimmern.