Goethe-Universität streicht kritischen Professor aus Onlineverzeichnissen

Die Goethe-Universität Frankfurt hat den Politikforscher Egbert Jahn nur wenige Stunden, nachdem dieser auf einer Veranstaltung der CDU asylkritische Thesen geäußert hatte, fast vollständig aus ihrem Onlineverzeichnissen gestrichen. Jahn hatte auf der Veranstaltung über die Fehler während der Asylflut 2015 gesprochen und vorgeschlagen, man solle „Flüchtlingsstädte“ auf Inseln oder am Rand Europas errichten, um die Anreize nach Europa zu kommen, zu verringern. Dazu sollen die Asylanten nur dort Essen erhalten, und da sie außerhalb dieser Lager verhungern würden, würden sie diese nicht verlassen. Die Goethe-Universität strich Jahn daraufhin aus dem Personenregister und Vorlesungsverzeichnis, obwohl dieser noch Vorlesungen anbietet.

Die Universität äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall, erklärte aber später, dass die Löschung nicht politisch motiviert gewesen sei, und schob stattdessen administrative Gründe vor. Standhaft, wie man es von ihr kennt, kam die CDU Jahn nicht zu Hilfe und verweigerte jeden Kommentar. Im Gegensatz dazu fand Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft wie oft deutliche Worte und erklärte, dass Denk- und Meinungsfreiheit an der Goethe-Universität nicht erwünscht seien und dass man dort nur linke Meinungen dulden würde und unter sich bleiben wolle.

Mit dieser Einschätzung hat Wendt wohl nicht ganz unrecht. Über Jahrzehnte schaffte es die Linke, den Eindruck zu erwecken, dass in akademischen Kreisen ihre Meinungen praktisch die Norm seien, so sehr sogar, dass viele meinten, jeder intelligente Mensch könnte gar nicht anders als „Links“ zu sein. Ob dieser Eindruck nur eine Täuschung war, also, ob linke Meinungen wirklich die Oberhand hatten oder ob Konservative nur zu feige waren für die ihren einzustehen, sei dahingestellt. In jedem Fall sind asylkritische Äußerungen eines Professors ein schwerer Schlag für die Glaubwürdigkeit der angeblichen intellektuellen Unterlegenheit der Rechten. Weiter haben die Worte eines Professors in einem mit Titeln so besessenen Land wie der BRD ein ganz anderes Gewicht und legitimieren selbst den größten Unsinn. Die Linke macht es ja vor. In diesem Sinne war es nur verständlich, dass die Uni Frankfurt handeln musste und versucht, den unliebsamen Nestbeschmutzer im orwellschen Memory Hole verschwinden zu lassen.