„Wohlstandskrankheiten“ – von der Konsumgesellschaft zerfressen

„Nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Salz und Fett“ – so nennt sich die Strategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft für die Lebensmittelindustrie. Auf freiwilliger Basis sollen Konzerne insbesondere den Zuckergehalt von Lebensmitteln reduzieren. In Deutschland grassieren Wohlstandskrankheiten aufgrund des ausufernden Konsums ungesunder Lebensmittel, Tabakkonsum und schädlichem Gebrauch von Alkohol. Die liberale Gesellschaft vertraut darauf, dass Menschen selbst erkennen, dass sie sich mit ihrer Lebensweise schädigen. Nach dem liberalen Freiheitsbegriff sollen die Folgen ungezügelten Konsums sogar noch eine „freie Wahl“ sein.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) ist stolz auf sich: Der Nestle-Konzern ist auf ihre Reduktionsstrategie für Zucker, Salz und Fett eingegangen und beabsichtigt, entsprechend seine Produkte zu bearbeiten. Das war Klöckner glatt eine gemeinsame Pressekonferenz mit einem Nestle-Manager wert. Ein gutes Beispiel dafür, wie eng Wirtschaftslobbyisten in der BRD mit der Politik verquickt sind. Zum einen stellt die offizielle Erklärung mit der Ministerin natürlich eine gute Werbung dar, zum anderen zeigt die Freiwilligkeit der Maßnahme, dass die Regierung nicht bereit ist, hart durchzugreifen, um sich für die Volksgesundheit einzusetzen.

Für viele Deutsche ist es heute undenkbar, Wasser zu trinken. Es ist ja ohne Geschmack. Schon morgens wird die Cola-Flasche im Supermarkt nebenan geholt, wenn es mal etwas Gesundes sein soll, dann gibt es einen Saft im Tetrapack. Im üblichen Warenkorb sind dann auch stets Kartoffelchips, Schokolade, Fertigpizza und andere Fertiggerichte zu finden. Das Mittagessen wird dann gerne im Schnellimbiss eingenommen, bei McDonalds, Burger King oder Subway. Am Nachmittag wird die Schokolade verzehrt, nach der abendlichen Fertigpizza geht es ins Kino, wo dann Nachos mit Käseüberzug nicht fehlen dürfen. Ein Konsumverhalten, das heute nicht ungewöhnlich ist und Folgen nach sich zieht.

Über die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland gilt als übergewichtig, fast ein Viertel ist krankhaft adipös. Bereits 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig, sechs Prozent adipös. Übergewicht stellt einen Risikofaktor für viele Zivilisationskrankheiten dar. Gefäßerkrankungen wie die koronare Herzkrankheit oder der Schlaganfall fallen darunter, aber auch Gelenkerkrankungen oder sogar psychische Erkrankungen wie Depressionen. Um eine wirkliche Änderung zu erzielen, müssten Ernährung und Lebenswandel oftmals radikal umgestellt werden, doch viele Menschen sind dazu selbstständig nicht mehr in der Lage.

Da die Märkte lange Zeit freies Spiel hatten und immer noch weitreichende Freiheiten haben, konnten sie sich willige Konsumsklaven erziehen. Insbesondere die Manipulation von Kindern und Jugendlichen prägt diese dauerhaft auf bestimmte Produkte. Wer den Film „Supersize Me“ gesehen hat, weiß, wie perfide beispielsweise der McDonalds-Konzern arbeitet. Das Kindermenü mit Spielzeug, der fröhliche Ronald McDonald, die ersten Hamburger mit Pommes – fast jeder hat solche positiven Assoziationen zur „Gaststätte zum goldenen M“. Umso schwerer fällt es daher, die Schädlichkeit des Konsums von Fertigfraß zu realisieren. Im Kinderkanal läuft neben Werbung für Spielzeug Reklame für Süßigkeiten und stark zuckerhaltige Getränke rauf und runter.

Noch vor hundert Jahren war Wasser so ziemlich der einzige Durstlöscher. Gelegentlich ein Tee, ab und zu Bier, vielleicht noch ein Apfelsaft ohne Zuckerzusatz. Heute hingegen sind Cola, Sprite, Fanta und Co die übliche Wahl im Restaurant und wem das noch nicht genug Zucker ist, der kippt sich noch einen „Energydrink“ hinter die Binde. Der hohe Zuckergehalt tötet Geschmacksnerven ab und sorgt dafür, dass Dauerkonsumenten daher beispielsweise Wasser mit zugesetzter Zitrone als geschmacklos empfinden. Diabetes ist heute eine Volkskrankheit, aufgrund der verbreiteten Zuckersucht.

Für skrupellose Konzerne sind Konsumsklaven ein gutes Geschäft. Mit stark gesüßten Getränken lässt sich beispielsweise deutlich mehr Gewinn erzielen als mit Wasser. Die Zuckerabhängigkeit der Deutschen ist deshalb kein Zufall. Wer selber kocht, statt zum Schnellimbiss zu rennen, zahlt in Summe ebenfalls weniger. Denn das „Happy Super Sparmenü“ befriedigt nur kurz und im bestenfalls bestellt der Kunde gleich noch einen Cheeseburger, ein McFlurry und eine Apfeltasche hinterher, weil er nicht satt geworden ist. Hier lockt der große Reibach für internationale Konzerne!

Auch Tabak und übermäßiger Alkoholkonsum haben schlimme Auswirkungen auf die Volksgesundheit. Obwohl die Werbung für Glimmstängel heute in Kombination mit den Warnhinweisen auf den Packungen fast schon eine Verhöhnung der Konsumenten darstellt, bleiben viele unverdrossen. Gestatten, das schwarze Schaf in der Familie – daneben ein Bild von einem erblindeten Auge, da Rauchen das Risiko zu erblinden erhöht. Eine kleine Investition für große Nächte – daneben ein Toter auf der Bahre, als Verdeutlichung des erhöhten Schlaganfallrisikos. Den Konsumenten kann nichts mehr erschüttern.

Wer heute offenen Auges durch unser Land geht, sieht, wie sehr unser Volk degeneriert und abstumpft. Es profitieren einige wenige. Die Politik ist offenbar nicht bereit, hier eine Kehrtwende zum Wohle unseres Volkes einzuleiten. Nationalrevolutionäre sollten sich daher bewusst machen, dass die Revolution heute beim eigenen Konsumverhalten anfängt. Natürlich, der Kapitalismus verschwindet nicht von heute auf Morgen aufgrund des geänderten Konsumverhaltens. Aber wenn wir eine Alternative zu dem System schaffen wollen, müssen wir so unabhängig wie möglich von ihm werden. Wir müssen erkennen, wo wir uns selbst zerstören. Man muss sich nicht alles verbieten, aber schon bewusstes Einkaufen kann viel verändern. Was brauche ich wirklich? Was enthalten die Lebensmittel, die ich kaufe? Komme ich auch ohne zuckerhaltige Getränke aus? Macht denn Einkaufszettel zur Kampfansage an das kapitalistische System! Ein gesundes Volk statt dickem Profit der kapitalistischen Pfeffersäcke!





2 Kommentare

  • Es ist auch sinnvoll, möglichst auf regionale Produkte zurückzugreifen. Zum Beispiel muß man in Deutschland keine Eier kaufen, die aus Polen oder den Niederlanden importiert wurden, denn wir haben eine ausreichende Anzahl heimischer Betriebe. Das hat natürlich seine Grenzen, denn es gibt nunmal keinen deutschen Kaffee; Aber hier kann man zumindest auf einen nachhaltigen, also umweltverträglichen Anbau achten und, sofern man es sich leisten kann, auf Bioqualität wert legen. Konventionell angebauter Kaffee wird von der Ernte bis zum Endkunden bis zu sieben Mal mit Pestiziden behandelt, also mit reiner Chemie durchsetzt; Gesetzlich verordnete Maximalgrenzen bei den Rückständen sind der Gesundheit keine große Hilfe.

    Es gibt wahnsinnig viele Konzerne, die es zu boykottieren gilt; Allein es fehlt an der großflächigen Aufklärung über deren unmoralisches Verhalten. Und wer glaubt, etwas Gutes zu tun, indem er das Wasser von Volvic kauft, irrt: Dieses Wasser aus einem französischen, ehemals vulkanischen Gebiet wird der dortigen Bevölkerung vollständig entzogen, um es europaweit verkaufen zu können. Die Menschen in der Auvergne hätten mit das beste Wasser in Frankreich, doch stattdessen müßen sie ihren eigenen Bedarf teuer importieren, da der große Konzern hinter Volvic den volkseigenen Besitz einfach dem Kapitalismus unterwirft. Wer dieser Konzern ist? Danone Waters Deutschland.

    Auf arabischen Seiten wird, nicht zu Unrecht, zum Boykott dieser Marke aufgerufen; Neben vielen weiteren Konzernen und Herstellern. Ich werde die Seite hier lieber nicht angeben, weil mein Kommentar sonst unter Antisemitismus fallen könnte.
    Mc Donald’s sollte aus ganz ähnlichen Gründen boykottiert werden, sichert sich doch dieser Konzern bereits heute Trinkwasservorkommen in aller Welt; Wohlwissend, welche Art von Krieg eines Tages auf die Menschheit zukommen dürfte.
    Ein weiterer Boykottgrund von Mc. Donald’s sind natürlich die engen, freundschaftlichen Beziehungen zu einem bekannten, sehr kriegerischen Staat östlich von Ägypten.

    Ich persönlich bevorzuge Leitungswasser, Tag für Tag; Und in der kalten Jahreszeit gibt es sehr viel Tee. Wenig überraschend: Ich habe mich nie wohler und gesünder gefühlt!
    Der Trick einer gesunden Ernährung ist auch ganz simpel: Man möge sich an möglichst natürliche Zutaten halten. So sind Nudeln als raffinierte Produkte wesentlich ungesünder als zum Beispiel Kartoffeln; Und so ist ein echtes Vollkornbrot aus Natursauerteig deutlich gehalt- und wertvoller als ein Weizenmischbrot, in welchem praktisch nichts verwertbares für unseren Körper steckt.

    Und was den Fleischkonsum angeht: Es ist allgemein bekannt, daß das sogenannte rote Fleisch (vom Schwein, Rind, Wild) besonders krebserregend ist. Jedoch hat man noch von keinem Fall gehört, wo Salat oder Gemüse zu Krebs geführt haben soll; Es liegt nunmal nicht in der Natur des Menschen und er braucht es auch nicht zum Überleben, daß er Fleisch verzehrt.
    Und wer in Odins Namen nicht auf dieses Zeug verzichten kann oder will, möge doch einfach zu “weißem” Fleisch greifen, also das von Fischen und Geflügel, dieses schadet uns nachweislich am wenigstens. Ich vermute, daß das an der deutlich entfernteren Verwandtschaft zu diesen Tieren liegt, wohingegen der Mensch mit dem gewöhnlichen Schwein ganze 95% des Erbgutes gemein hat. Hieraus könnte die erhöhte Krebsgefahr resultieren, aber das ist nur meine persönliche Vermutung.

    Thomas G. 25.06.2019
  • So sieht es aus.

    Es sollte für jeden aufrechten Deutschen selbstverständlich sein sich gesund, ausgewogen – und nicht zu missachten – respektvoll gegenüber Natur und Tier zu ernähren.

    Ich spreche nicht von Zwang oder einem zeitweiligen Auffrischungsprogramm, sondern einer Selbstverständlichkeit im Handeln die keiner Selbstkasteiung bedarf.

    Ein Jeder von uns kann und muss lebendes, strahlendes Zeugnis unserer Artung und Gesittung sein.

    Der Volksgenosse 25.06.2019