Dem Bund sind Schwimmbadsanierungen nicht wichtig

Seit Jahren beklagen Gemeinden den zunehmenden Zerfall ihrer Schwimmbäder und fordern vehement und mit allerlei Nachdruck Fördergelder vom Bund. Schließlich gehe es hier nicht um eine beiläufige Straßenlaterne, die flackernd abseits der Stadt steht, sondern um eine Einrichtung, die neben der Erholung und dem Vergnügen auch noch der Aufgabe nachkommt, Jung und Alt das Schwimmen beizubringen, was im weiteren Sinne auch Leben retten kann.

Nun hat, wie bei der Morgenpost zu lesen ist, das Bundesinnenministerium über Fördergelder für die laufende Legislaturperiode entschieden. Von 408 sanierungsbedürftigen Schwimmbädern werden gerade einmal 67 gefördert. Hierbei handelt es sich aber nur um Schwimmbäder, die sich mit dem Wunsch nach Förderung auch gemeldet haben. Was bleibt, ist ein Schlag ins Gesicht.

In Nordrhein-Westfalen fragte man wegen 60 Schwimmbädern an, erhielt aber nur für 10 eine Zusage. In Niedersachsen waren es 45, die bedürftig sind, und 9 werden aber nur bezuschusst. In Berlin hilft der Bund bei einem von 3, in Hamburg gar nicht, in Thüringen bei 5 von 12 und schließlich bei Hessen bei 6 von 24. Insgesamt kostet das den Bund 110 Millionen, was nicht unbedingt viel ist, im Gegensatz zur unkontrollierten und hemmungslosen Steuergeldverschwendung an Asylsucher, mit deren teurer Unterbringung und Versorgung.

Aber bei solchen Problemen, die das eigene Volk betreffen, war die Regierung der EU-Fetischisten ja schon immer eher verhalten und weniger geneigt, etwas zu tun. Ganz im Gegensatz zum Kampf gegen „Rechts“.

Dabei ist das Problem der zerfallenden Schwimm- oder Lehrbecken nicht neu. Beim Südkurier ist zu lesen, dass 45 Bäder in Baden-Württemberg von 2007 – 2015 geschlossen wurden. 6 weitere im Jahre 2017. 836 Freibäder oder Schwimmhallen in Baden-Württemberg sind zudem dringend sanierungsbedürftig. Es ist damit zu rechnen, dass einige weitere schließen müssen, da die Kommunen nicht über genügend Geld verfügen und der Bund andere Interessen verfolgt wie zum Beispiel Flüchtlingscontainer zu bauen wie in Langenhorn im Wert von 800.000 Euro (Siehe hier), um nur eine der „wichtigen“ Ausgaben zu nennen.

Dabei geht es bei dem Erhalt der Schwimmhallen oder auch Freibäder insbesondere auch um das Erlernen der Schwimmfähigkeit, sowohl bei den kleinen Kindern als auch für Erwachsene. Bereits 2017 beklagte die DLRG, dass beinahe 60% der zehnjährigen Kinder Nichtschwimmer sind.

Das Erreichen des Seepferdchens ist im Übrigen kein Garant dafür, schwimmen zu können, so die DLRG. Erst ab dem Schwimmabzeichen in Bronze gilt man als sicherer Schwimmer. Des Weiteren beklagt dieser, dass nur 40% der der Sechs- bis Zehnjährigen ein Jugendschwimmabzeichen besitzen. Bei einer Umfrage der 14- bis 29-Jährigen kam heraus, dass gerade einmal 36% das Schwimmen in der Grundschule lernten. In Anbetracht dessen, dass die Schwimmfähigkeit vor dem Ertrinken schützt, es also lebenswichtig ist oder sein kann wie die Erste Hilfe, kommt das einem Skandal gleich. 25% der Grundschulen haben zudem keinen Zugang zu einem Schwimmbad oder -halle.

Auch die DLRG gibt einen Teil der Schuld an den Bund weiter, der mit seinem Mangel an Sanierungswillen die Bäder zerfallen läßt.

„Wenn diese Entwicklung so weitergeht, ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann Deutschland zu einem Land der Nichtschwimmer wird“ gab der DLRG Vizepräsident zerknirscht von sich. Im Jahr 2018 hat die Zahl der Ertrunkenen den Höchststand seit 10 Jahren erreicht. Unter den 445 Opfern sind laut Morgenpost auch vermehrt Kinder zu verzeichnen.

Das sinnlose Verpulvern von hart erarbeiteten Steuergeldern muß endlich unterbunden werden.

Wir fordern: Deutsche Interessen zuerst! Deutsche Steuergelder für das deutsche Gemeinwohl, oder die Befürchtungen des DLRG-Vizepräsidenten werden wahr und Deutschland säuft im übertragenen Sinne ab.





1 Comment

  • Die Zunahme der Ertrunknen rührt auch daher, dass viele eben nicht mehr in Schwimmbäder gehen, weil dort nicht mehr geschommen wird, sondern Gruppen junger Männer -mutmaßlich noch mit Freikarten- Krawall machen, Frauen anstarren, begrabschen, bedrängen -auch nur verbal- und u.U. noch ihre „Geschäfte“ im Schwimmbecken erledigen. Viele gehen dann lieber an Seen oder dergleichen. Ohne Bademeister, ohne Aufsicht. Führt zu weniger Einnahmen und noch weniger Sanierungswillen.

    D.h., mit Sainerung ist es nicht getan. Mehr Personal und konsequente Durchsetzung von Rgeln und Ordnung wäre begleitend notwendig.

    Max 15.07.2019

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