Prestigeprojekt von AKK zum Scheitern verurteilt

AKK scheitertNach ihrer Vereidigung zur neuen Verteidigungsministerin versagt nun Kramp-Karrenbauer bereits bei ihrer ersten Unternehmung. AKK hatte ein großes Prestigeprojekt vor, in der die Bundeswehr in der Gesellschaft wieder sichtbarer werden soll. Die Pläne waren ganz einfach: so solle mit der Deutschen Bahn AG vereinbart werden, dass alle Bundeswehr-Soldaten in Uniform umsonst vom Dienstort zu ihren Wohnorten fahren dürften. Bereits ab Anfang 2020 sollte diese Idee umgesetzt werden.

Wie nun bekannt wurde, stocken jedoch die Gespräche zwischen Bundeswehr und Bahn. Nicht nur der Startschuss Anfang 2020 ist gefährdet, sondern die gesamte AKK-Prestigekampagne. Grund dafür ist selbstverständlich das liebe Geld. So will die DB die Berufssoldaten nur in nicht besonders ausgelasteten Zügen transportieren. Weiter rechnet die Bahn der Regierung vor, dass für geschätzte 400.000 bis 800.000 soldatischen Freifahrten im Jahr ein Budget von rund 38 Millionen Euro nötig wäre. Außerdem gibt es weitere Probleme mit Regionalzügen, die oft durch private Dienstleister betrieben werden. Noch dazu müsste ein bürokratisches Buchungssystem programmiert werden, um den Freifahrern sogenannte E-Token ausstellen zu können. AKK gab bisher zu den Streitigkeiten mit der Deutschen Bahn keine Stellungnahme ab.

Die Deutsche Bahn AG als Konzern ist in eine Vielzahl von Unternehmen untergliedert. So gibt es den DB Fernverkehr, den DB Regio oder den DB Cargo. Hierbei erwähnenswert ist auch die Konzerntochter DB Netz, die großen Teile der deutschen Eisenbahnstruktur betreibt. Das Transportgeschäft ist also bestens kapitalisiert und hat grundlegend nur eine Aufgabe: Kapital maximieren. In dieser Hinsicht wird wohl die Bundeswehr tief in die Steuertasche greifen müssen, wenn AKK an ihrem Prestigeprojekt festhalten will.





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