Altenstadt: Demokraten planen Abwahl von NPD-Ortsvorsteher

Regionale Vertreter der Demokratenparteien CDU, SPD, FDP planen auf Druck ihrer Mutterparteien die Abwahl des kürzlich gewählten NPD-Politikers Stefan Jagsch (NPD) als Ortvorsteher. Die 22-jährige Tatjana Cyrulnikov (CDU), Vorsitzende der Jungen Union Wetterau, ließ schon direkt nach der einstimmigen Wahl Jagschs als Ortvorsteher im Ortsteil Waldsiedlung (Gemeinde Altenstadt) verlauten: “Diese Wahl werde ich nicht akzeptieren” und empörte sich darüber, daß ihre Parteigenossen der SPD, wie aber auch der CDU und FDP, den NPD-Politiker Jagsch einstimmig zum Ortvorsteher wählten.
Auch CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer forderte in echter Demokraten-Manier am Sonntag im ARD-“Sommerinterview”, die Wahl des Nationalisten Stefan Jagsch zum Ortsvorsteher müsse rückgängig gemacht werden. Ähnlich äußerte sich Lars Klingbeil, Generalsekretär der sterbenden Volkspartei SPD. Der Vorgang sei “unfassbar und mit nichts zu rechtfertigen“.

Schon einmal wurde Jagsch einstimmig gewählt. Die Gemeindevertretung von Altenstadt wählte ihn 2016 zum Vize-Vorsitzenden und somit wurde Jagsch mit den Stimmen der Grünen einer von vier Stellvertretern des Parlamentsvorsitzenden.





1 Comment

  • Na sowas, die Demokraten wenden sich gegen ihre eigenen Prinzipien; schließlich ist es in einer Demokratie nunmal so, daß sich die Mehrheit für eine Sache entscheidet und die “Verliererseite” das still zu akzeptieren hat. Das Gefühl kennen wir seit 1949; schön, wenn es mal die Gegenseite zu schmecken bekommt, wenn auch wohl nur vorübergehend. Die werden das Kind schon ganz “demokratisch” schaukeln und ihren Willen durchsetzen, ganz bestimmt!
    So wie damals zur Bundespräsidentschaftswahl (war es 2008 oder ’09…?) als Christian Wulff im FÜNFTEN Wahlgang zum Präsi gewählt wurde. Denn vier Mal gewann ein anderer, was offenbar irgendwelchen Leuten nicht schmeckte, obwohl er von ihresgleichen war… Kummelei* Hust*
    Aber wie gut für das Volk, daß damals Wulff durchgeboxt wurde, denn sonst dürften wir ihm nicht eine 200.000 € – Jahresrente bezahlen, bis daß der Tod uns scheidet. Man muß doch so dankbar sein!

    Thomas G. 12.09.2019

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