Jüdische Gemeinde in Magdeburg bekommt ganzes Grundstück geschenkt

Selten wurden den Vertretern der Auserwähltenreligion in Sachsen-Anhalt so viel Gefälligkeiten und Solidaritätsbekundungen zuteil, wie in den Wochen nach dem Amoklauf des Stephan Balliet in Halle (Saale). Die nächste großmütige Tat zum Wohlwollen des Volkes Israels erfolgt nun von der Stadt Magdeburg. Vor wenigen Wochen unterzeichneten Stadt und Jüdische Gemeinde einen Schenkungsvertrag über ein Grundstück, auf dem künftig eine neue Synagoge entstehen soll. Für den Bau soll das Land Sachsen-Anhalt zusätzlich Fördergelder in Höhe von 2,8 Millionen Euro zur Verfügung stellen, die selbstverständlich von den Steuerzahlern erbracht werden müssen. Insgesamt wird für die kompletten Baukosten mit 3,5 Millionen Euro geplant.

Seit 1938 war Magdeburg bisher verschont von einem jüdischen Gotteshaus geblieben. Sachsen-Anhalt genoss als einziges Bundesland das Privileg, keine neue Synagoge nach dem zweiten Weltkrieg gebaut zu haben. Mit der Magdeburger Synagoge, deren Neubau nach jahrzehntelanger Planung für 2021 angesetzt ist, soll sich dies nun ändern. Dieter Steinecke, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins „Neue Synagoge in Magdeburg“, betont dabei vor allem den symbolischen Wert des millionenschweren Projektes, der sich mit der gebetsmühlenartig propagierten „historischen Schuld“ der Deutschen im Umgang mit den Juden begründet.

Um die Nutzung der künftigen Synagoge ist jedoch ein Streit zwischen den zwei jüdischen Gemeinden, einer streng orthodoxen und einer liberalen, in Magdeburg entbrannt. Während die orthodoxe „Synagogen-Gemeinde“ auf die Einhaltung strenger Regeln bei den jüdischen Gottesdienstzeremonien beharrt, so zum Beispiel die räumliche Trennung von Männern und Frauen, will die liberale jüdische Gemeinde jeweils zwei Gebetsräume für jede der beiden Parteien unter einem gemeinsamen Dach. Sollte es nicht zu einem Kompromiss kommen, will die liberale Gemeinde auf die Nutzung verzichten und das Nutzungsvorrecht den orthodoxen Talmudisten überlassen, die im Übrigen auch das Baugrundstück für den aus Landesmitteln geförderten Synagogenbau geschenkt bekommen haben. Ein interessanter Aspekt am offen ausgetragenen Konflikt zwischen den beiden Lagern, der ein gutes Bild davon entwirft, welche Glaubensausrichtung immer noch für das gesamte Judentum richtungsweisend und tonangebend ist.

 





1 Comment

  • “Es ist unsere Sache, die moralische und kulturelle Blockade Deutschlands zu organisieren und diese Nation zu vierteilen. Es ist unsere Sache, endlich einen Krieg ohne Gnade zu erwirken.”
    – Bernard Lecache-Lifschitz, Zionistenführer, Le droit de vivre, 18. 12. 1938

    Ja… die deutsche Schuld ist überdeutlich, absolut. Und morgen werden die Firmenchefs anfangen, für ihre Mitarbeiter zu arbeiten und nicht etwa umgekehrt; Und die Sonne wird sich um die Erde drehen und nicht etwa umgekehrt; Und Geschichte wird dann von den Verlierern des Krieges geschrieben und nicht etwa umgekehrt.
    Alles klar!

    Thomas G. 18.11.2019

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