Kaserne wird nach Weiße-Rose-Mitglied umbenannt

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Getreu der fortwährenden Umerziehung wurde nun die im Norden von München gelegene Liegenschaft „Hochbrück“ umbenannt in „Christoph-Probst-Kaserne“. Damit wurde nun erstmals eine Kaserne der Bundeswehr nach einem Mitglied der ursprünglichen Gruppe „Weiße Rose“ benannt. Den Antrag auf eine solche Umbenennung stellten die in Hochbrück stationierten Soldaten selbst und im März diesen Jahres kam die Zustimmung des Bundesverteidigungsministeriums.

Durch den neuen Namen würde der „Widerstand gegen die Gewalt- und Willkürherrschaft der Nationalsozialisten“ besonders gewürdigt, zudem wirke er „vorbildlich und sinnstiftend“ in die heutige Bundeswehr, hieß es.

Christoph Probst erntet nun also post mortem einen zweifelhaften Ruhm und wird dafür geehrt, daß er in den Jahren 1942 und 43 mithilfe von Flugblättern, die zunächst nur an elitäre Kreise verteilt wurden, dazu aufrief, Sabotageaktionen in verschiedenen Betrieben des Deutschen Reiches durchzuführen. Den großen „Heldenmut“ der Mitglieder der Weißen Rose erkennt man schon an der Tatsache, daß die Rädelsführer, laut dem Historiker Sönke Zankel, dereinst im Drogenrausch, benebelt von Opiaten, festgenommen wurden.

Nun also nach zahlreichen Straßenumbenennungen die offizielle Umbenennung einer Kaserne, womit die mehr als 70 Jahre andauernde Umerziehung weiter voranschreitet und einer mehr als zweifelhaften Gruppe ein später Tribut gezollt wird.

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