Fürther SPD-Politiker erhält linksextremen Drohbrief

Carsten Träger hier im Jahre 2016 auf einer Demonstration

Nachdem der Freistaat Sachsen bereits von einer Serie linksextremer Anschläge und Gewalttaten heimgesucht wurde (vgl.: Linksextremer Terror in Sachsen – Autonome führen Brand- und Farbanschläge durch  und Mordversuch an Polizisten zur Silvesternacht in Leipzig-Connewitz ), erhielten nun auch einige Politiker etablierter Parteien Drohungen. Neben der Bundestagsabgeordneten Judith Skudelny von der FPD war auch der Fürther SPD-Abgeordnete Carsten Träger unter den Adressaten.

Die Urheber der Briefe bezeichnen sich als „Revolutionäre Aktionszellen“ (RAZ) und „Militante Zelle“ (MIEZE). Beigelegt war den Schreiben jeweils eine Patronenhülse. Die Politiker werden aufgefordert gegen „Ausbeutung, Faschismus, Gentrifizierung, Ignoranz gegenüber Klimaproblemen“ vorzugehen. Sie sollten sich entscheiden, ob sie „Lösung oder Problem“ sein wollen. Mit dem Zitat beziehen sich die Verfasser auf den RAF-Terroristen Holger Meins.

Die beigelegte Patronenhülse soll eine Warnung sein und wird süffisant als „Weihnachtspräsent“ bezeichnet. „Ihr wollt nicht handeln – also tun wir es!“ Und weiter drohen die Verfasser „Wenn Ihr weiterhin nichts tut, übernehmen wir keine Verantwortung für das, was geschehen mag!“.

Revolutionäre Aktionszellen verschickten bereits 2011 Patronen

Bereits im März 2011 verschickte eine Gruppe, die sich RAZ nannte ähnliche Schreiben. Diesen war eine Patrone vom Kaliber 8 mm beigelegt. Adressaten waren der damalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich von der CSU sowie der Extremismusforscher Uwe Backes.

Die beiden aktuellen Adressaten gaben an, sich von der Drohung nicht einschüchtern zu lassen. Judith Skudelny aus Stuttgart ist Mitglied im Umweltausschuss des Bundestages. Diesem gehört auch der Fürther SPD-Mann Carsten Träger als umweltpolitischer Sprecher an. Die Fürther SPD hat wie die Bundespartei bislang keine Berührungsängste mit Linksextremisten gezeigt. Dies schützt jedoch auch die einstige Volkspartei nicht vor den kriminellen Machenschaften linker Extremisten.

Anschläge auf SPD-Büros in Berlin [Screenshot einer linksextremen Internetseite]
Die SPD ist stets auch ein Ziel von linksextremer Agitation und Anschlägen. So kam es erst im Dezember 2019 wieder zu Anschlägen auf drei SPD-Büros in Berlin. Linksextremisten bekannten sich später im Internet zu den Taten.





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