Der Verfassungsschutz baut mehr und mehr auf “virtuelle Agenten”

Jeder von uns hat es schon einmal etwas vom sogenannten “V-Mann” oder auch “Verbindungsmann” gehört. So werden diese zumeist vom Verfassungsschutz oder der politischen Polizei bezahlten Lumpen genannt, welche Informationen mit den Diensten teilen oder als sogenannter “Agent Provocateur” eingesetzt werden. Seit jeher suchen die selbsternannten Verfassungsschützer regelmäßig nach neuen Zuträgern. Dies erkennt man an der unvollständigen Liste der gemeldeten Anwerbeversuche. Nur die Charakterschwachen oder erpressbaren Typen werden sich solch einem Anwerbeversuch beugen, leider hat man es aber schon zu oft gesehen und gehört das diese Versuche von Erfolg gekrönt werden.

In den letzten Jahren hat sich die Arbeit der “V-Männer” grundlegent geändert. Es werden weiterhin Parteien, Organisationen und Vereine durch sie ausspioniert oder sie stiften normale aber leider unbedachte Aktivisten zu Straftaten an. Die Arbeit dieser Leute verlagert sich jedoch mehr und mehr in das Weltnetz. Seit dem Aufkommen des sogenannten “Internet 2.0.” also den vielen sozialen Netzwerken und Chatplattformen setzen die Behörden auf das Konzept “Operative Nutzung des Internets” (ONI). Seitdem treiben sich Verfassungsschützer im digitalen Raum herum. Sie sind als “virtuelle Agenten” in Foren, in sozialen Netzwerken und auch in konspirativen Chatgruppen unterwegs.

“Wir müssen noch stärker über den virtuellen Agenten nachdenken, der mitbekommt, wenn Aktionen geplant werden”, sagt Bernhard Witthaut, Präsident des niedersächsischen Verfassungsschutzes. Und auch der Berliner Verfassungsschutzleiter Michael Fischer fordert einen intensiveren Blick auf die virtuellen Aktionsräume. “Rechtsextremisten nutzen die Kommunikationsmittel, die das Internet schon länger zur Verfügung stellt, intensiver als früher, um ihre Agitation und Propaganda abzusondern”, so Fischer. “Da müssen wir sehen, wie wir da besser rankommen.”

Der Verfassungsschutz will künftig nicht nur die großen, weitestgehend offenen Plattformen der Szene beobachten, sondern verstärkt auch die kleineren, abgeschotteten Chatgruppen infiltrieren und ein “Zielpersonen-Monitoring” betreiben. Dabei sollen systematisch Hinweise für eine Radikalisierung von Einzelpersonen zusammengetragen werden. Zudem soll die “operative Internetbeschaffung” ausgebaut werden – vor allem durch den Einsatz von “virtuellen Agenten” mit dem Konzept ONI.

Um sich das Vertrauen von solchen potenziellen Attentäter zu erschleichen, sei es notwendig, dass die “virtuellen Agenten” auch selbst Hass und Hetze verbreiten, heißt es in Sicherheitskreisen – also sogenannte “szenetypische Straftaten” begehen. Verfassungsschützern ist dies erlaubt, sie agieren nach dem Opportunitätsprinzip. Im Gegensatz zu Polizisten müssen sie die Hasskriminalität auch nicht anzeigen – sie dürfen sogar mitmachen, wenn es der Aufklärung dient.

Wir können euch nur immer wieder warnen. Das Weltnetz ist kein rechtsfreier Raum und auch wenn dein Telefon oder der Computer verschlüsselt sind und du dich über einen VPN oder das Tor Netzwerk verbindest, bleibt immer ein Restrisiko. Gerade in den Messengern, dabei ist es komplett egal welchen ihr benutzt ist das Risiko hoch “offener” zu Reden als man es auf der Straße tun würde. Ist der Satz abgeschickt kann er potenziell auch schon von Agenten und anderen problematischen Typen “gesichert” worden sein. Überlegt euch also jedes Wort welches ihr im Netz von euch gebt und verlasst euch nicht auf vermeintliche “Verschlüsselungen” oder “Sicherheitsvorkehrungen”.

 

Quelle: s-f-n.org





  • Naja, macht euch nichts vor. Die AfD hat drei Monate gebraucht und wäre damals fast in den Bundestag gekommen. Die Piraten sind auch zu schnell gewachsen. Jede umtriebige Strömung wird nicht grundlos sabotiert. Heutzutage mit Internet und so hat eine Demonstration in z.B. Dresden eine viel größere Reichweite. (Da bin ich zum ersten Mal auf euch aufmerksam geworden). Niemand benötigt gewählte Dilettanten in den Parlamenten, nur weil das Volk es gewählt hat. Sicher, wahre Demokratie benötigt nicht die Überwachung, doch was ist, wenn umtriebige Leute sich ganz schnell bewaffnen können? Dafür wurde der Verfassungsschutz gegründet. Wer was wann und wo sagt, ist nicht so wichtig, viel interessanter wird es, wenn man seine Reichweite und damit sein Netzwerk ermessen kann. Wobei ich grundsätzlich dafür bin, dass gewisse Paragrafen gestrichen werden sollten. In Amerika geht es ja, auch wenn dort andere Dinge verboten sind.

    MW 17.06.2020
  • Immer sind es die Andren!
    Jetzt sind wir schon so weit das ein Volk sich gegenseitig bespitzeln soll. So nach dem Motto, jeder scheißt den Anderen an und der Letzte scheißt sich selber an. Anscheinend geht man davon aus, dass Hass von Nationalisten gesät wird. Aber irgend wie scheinen die Vertreter dieser Ansicht unter Gedächtnisverlust zu leiden. Denn diese Leute sind es doch, ob im Bundestag oder in den Medien, die keine Gelegenheit auslassen, gegen das Deutsche Volk zu hetzen. Und es braucht sich keiner die Hoffnung machen und sagen in unseren Reihen haben wir keine Verräter, denn für einen Judaslohn sind fast alle bereit zu Spitzeln zu werden. Sollte eine Truppe mal wirklich das große Los gezogen haben und ist nicht von Spitzeln verseucht, bleibt immer noch die Anmeldung. Warum Anmeldung, weil du ja eine Genehmigung brauchst und bei diese ganzen Leuten die die Genehmigung bearbeiten gibt es garantiert einen, wenn nicht einige mehr, die mit großer Freude daran gehen und eine
    Gegendemonstration organisieren.
    Und das du einen Personengebundenen Spitzel hast, kannst du daran sehen, dass sich auf einmal deine Verlaufdaten am PC nicht mehr Automatisch löschen lassen und du plötzlich bei jeder Amazonbestellung die Nachricht erhälst ob du dich bei Amazon in Berlin eingelocht hast? Habe beim ersten mal vom Amazon Sicherheitsdienst erfahren, ja es hat jemand versucht in meine Daten rein zu kommen. Bei den anderen Malen hieß es dann ganz lapidar Systemfehler, weil ich zu dicht an Berlin dran bin.
    Ja ganz schön dicht, so 200 km, ist ja gleich um die Ecke.
    Bis Bald Wilhelm

    Wilhelm 14.06.2020
  • Ich frage mich bei solchen Aussagen seitens der Behörden bzw. Politik immer, wo die Beweise hierfür bleiben, daß die „Rechten“ ja immerfort „Hass und Hetze“ verbreiten würden. Wo genau, mit welchen Worten und an wen gerichtet?

    Die digitale Unterwanderung läuft doch schon seit vielen Jahren. Ich erinnere mich an eine wirklich kleine Plattform mit dem Namen „Jugend der Nationalisten“ mit vielleicht drei dutzend Mitgliedern, wovon ein halbes Dutzend aktiv waren und auf der man sich, wie es damals üblich war, in Foren unterhielt und austauschte. Bei einer geplanten Aktion zur Erinnerung an Rudolf Hess auf einem Bahnhofsvorplatz wurden wir bereits erwartet von zwei mittleren Polizeitransportern samt Inhalt und einer Horde sogenannter Antifaschisten mit Megaphon und ihrerseits jeder Menge Hass und Hetze im Gepäck.
    Ergo gab es auf dieser – wirklich sehr kleinen und nahezu unbekannten Plattform – bereits einen Spitzel, Verräter, V-Mann oder sonst etwas, denn anderenfalls wäre unsere Aktion nicht verraten worden.
    Das war im Jahre 2008.

    Thomas G. 11.06.2020
×

Schneller und einfacher Kontakt über WhatsApp - Einfach auf den unteren Button klicken!

 

Kontakt über Threema unter der ID:
Y87HKB2B

×