Erklärung des Gesamtvorstandes zur Causa Walter Strohmeier

Der Vorsitzende des Gebietsverbandes Süd, Walter Strohmeier, hat mit Wirkung zum 11. Juni 2020 alle Ämter niedergelegt und ist von seinem Mitgliedsstatus zurückgetreten. Grund für diesen Schritt war eine Verurteilung wegen Untreue am 10. Juni 2020. Verurteilt wurde er wegen Untreue in 250 Fällen mit einem Gesamtbetrag von rund 45.000 Euro, die er vom Konto seines ehemaligen Arbeitgebers genommen und für Online-Glücksspiel ausgegeben hatte. Walter räumt in einer Erklärung an den Parteivorstand die wesentlichen Vorwürfe ein:

Richtig ist, dass ich 2019 bei meinem damaligen Arbeitgeber Gelder veruntreut habe und mit diesem Geld in einem Online Casino Glücksspiele gespielt habe. Die Umstände, die zu diesem Verhalten geführt haben, sind in einer sich damals entwickelten Spielsucht zu finden, mit der ich Verhaltensweisen an den Tag legte, die weder eines Funktionärs einer nationalrevolutionären Bewegung würdig sind, noch sich sonst mit irgendwelchen Werten oder Tugenden eines gemeinschaftlich denkenden Deutschen in Verbindung bringen lassen. […]

Bei allen Einzelpersonen sowie der gesamten Gemeinschaft, die ich mit meinen Handlungen enttäuscht habe, möchte mich aufrichtig entschuldigen.

[Aus der Erklärung Walter Strohmeiers an den Parteivorstand vom 11.06.2020]

Die Niederlegung der Ämter und der Rücktritt von der Vollmitgliedschaft sind die notwendigen Konsequenzen, die Walter Strohmeier hier zieht. Er kommt hiermit entsprechenden Ordnungsmaßnahmen des Gesamtvorstandes zuvor. Dieser erhielt auch erst am 10. Juni 2020 durch Presseberichte von den Vorwürfen Kenntnis, was als besonders schmerzlich innerhalb des Vorstands empfunden wurde.

In einer eilig einberufenen Vorstandssitzung am Sonntag, den 14. Juni 2020 wurde folgendes beschlossen:

  • Die Tathandlung wird verurteilt. Sie ist nicht vereinbar mit den weltanschaulichen Prinzipien unserer nationalrevolutionären Partei.
  • In einer öffentlichen Erklärung wird zu dem Vorgang Stellung genommen. Dies ist notwendig, um den Mitgliedern und Sympathisanten unserer nationalrevolutionären Bewegung zu zeigen, dass wir auch nach innen hin unsere Ansprüche konsequent durchsetzen, unabhängig von der Position des Verursachers.
  • Da Strohmeier den ernsthaften Willen zeigt, die für das Vergehen ursächliche Spielsucht in den Griff zu bekommen, findet kein kompletter Ausschluss aus der Partei statt. Eine Fördermitgliedschaft ist daher weiterhin möglich. Diese ist jedoch nur gegeben, da:
    • Walter Strohmeier bereits 25.000 Euro und damit über die Hälfte des veruntreuten Geldes zurückgezahlt hat
    • keine Parteifinanzen von der Veruntreuung betroffen waren
    • er einen ernsthaften Willen der Aufarbeitung zeigt

Überall wo mit Menschen zusammengearbeitet wird, können menschliche Schwächen und Fehler vorkommen. Das ist menschlich und passiert unabhängig vom Parteibuch oder der weltanschaulichen Ausrichtung. Die jeweiligen Organisations- und Parteileitungen haben hier wenig Einfluss, ob derartige Mängel auftreten. Hingegen liegt es sehr wohl in der Hand der Leitung, wie mit solchen Vorfällen umgegangen wird. Hier wollen wir als die Partei „Der III. Weg“ einen offenen und ehrlichen Umgang, nach innen und auch nach außen, pflegen. Die Fehler anderer Vereinigungen, menschliche Fehler und Vergehen stillschweigend zu dulden oder gar noch zu vertuschen, da der Verursacher viele und/oder wichtige Aufgaben übernimmt, wollen wir nicht begehen. Bekanntlich werden bei den Funktionären unserer Partei zudem noch strengere Vorgaben angelegt, da diese auch nach innen als Vorbild dienen müssen. Die politischen Verdienste, die gerade auch Walter vorweisen kann, können die Tat nicht wettmachen. Gleichwohl müssen wir bei begangenen Fehlern eine Besserungsabsicht, sofern sie denn deutlich und glaubwürdig geäußert wird, zugestehen. Dies natürlich nur, sofern die Fehler nicht im krassen Gegenteil zu unseren weltanschaulichen Grundsätzen gehören. Trotz der Vorkommnisse wird daher Walter ein Teil unserer Kampfgemeinschaft bleiben, hier wollen wir ihm auch helfen und die Chance einräumen, die begangenen Fehler aufzuarbeiten und seine Spielsucht zu besiegen. Auch der Familie von Walter gilt daher unsere Solidarität.

Der Parteivorstand, 15. Juni 2020





  • Super Lösung. Fair und gerecht. Ehrliche und transparente Partei. Find ich gut. Zusammenhalt ist wichtig. Weitermachen!

    Esther 16.06.2020
  • Ich habe denn Walter als sehr aufrechten und top kameraden Kennengelernt. Habe denn aller höchsten Respekt vor Ihm, und dieser ganzen Partei. Naja, denn und weil Fehler macht jeder. Und Ich weiß, von was Ich da Rede. Daher bleibt der Walter mein Kamerad, und daran wird sich NIEMALS was ändern. Ich Wünsche Ihn und seiner noch so Jungen Familie, dass Sie weiterhin zusammen halten, und dies ganze durchstehen. Hoffe aber auch, dass Er wieder zurück kommt. Ich werde mich niemals, im Leben von so einem wie Ihm distanzieren usw. !!!
    Da kann Ich meinem Freund, dem Ewald Ehrl nur voll und ganz Zustimmen.
    Macht BITTE, weiter so. Denn und weil : solche Parteien, braucht diese NOCH BRD ja mehr als notwendig !!!

    Die denn GANZEN Volksverräter usw. Parteien, auf die Füsse steigen…

    Maik Jung 16.06.2020
  • Werteverfall, Konsumzwang und Sucht machen auch vor Kameraden nicht halt. Zusammenhalt, Kameradschaft, Disziplin und harte Zucht sind die Basis fuer ein anstaendiges Leben.

    Patriot 16.06.2020
  • ich habe walter strohmeier als aufrechten kameraden kennengelernt. trotz allem hab ich höchstem respekt vor ihm. fehler macht jeder.er bleibt mein kamerad,nichts hat sich verändert,außer daß ich ihm für die zukunft -vor allem seiner familie – das beste wünsche. ich werde mich niemals von ihm distanzieren.

    ewald ehrl 15.06.2020
  • Hinfallen ist keine Schande, wohl aber das liegenbleiben. Es wird zwar nicht leicht, aber der Herr Strohmeier wird diesen Kampf mit Hilfe der Therapeuten und der Kameraden gewinnen. Für diesen steinigen Weg wünsche ich ihm alles Gute und bestmöglichen Erfolg!

    Kai 15.06.2020
  • Eine gute Entscheidung des Vorstandes die sich deutlich von den undurchsichtigen Vorgehen anderer Vereinigungen bei Verfehlungen von Funktionären abhebt.

    Kathi 15.06.2020
  • Einen Gruß an Herrn Strohmeier:
    Sucht ist eine Krankheit und dafür kann man nichts. Aber wie man damit umgeht ist eine Frage der Selbstachtung und Sie sind auf dem richtigen Weg.
    Hut ab und alles Gute von jemandem, der genau weiß, was das bedeutet.

    Nadja Beeker 15.06.2020
  • Absolut vernünftige Entscheidung, die zeigt, dass man das Fehlverhalten verurteilt, aber den Menschen dahinter sieht und Walter eine zweite Chance gibt. Wenn er daran arbeitet und ehrlich die Sucht überwinden möchte, dann denke ich, sollte man genau so entscheiden wie es der Vorstand tat.
    Ich stehe zu 100% hinter dieser Erklärung.

    M. Ilitanz 15.06.2020
  • Wenn du nicht viel hast, musst du spekulieren, musst du auf Glück spielen. Werdet erwachsen. Lasst den Jungen weiterkämpfen.

    MW 15.06.2020
    • Komm mal auf den Boden der Tatsachen MW!
      Für den Mist den du hier verzapfst, eine Woche Stubenarest. Das verhalten seiner Kameraden ist schon richtig.

      Wilhelm 16.06.2020
    • Wenn man spekuliert, dann aber sicher nicht mit veruntreuten Geld vom Arbeitgeber. Stellt dir vor, du bist der Arbeitgeber.
      Es kann sicherlich sein, daß man unter einer Sucht einem Zwang erliegt, dennoch darf dies keine Entschuldigung sein, sich dem Geld anderer zu bedienen.
      Der Reaktion der Partei finde ich angemessen.

      GD 17.06.2020
      • Ich würde breit grinsen, wenn ich Chef von dem Jungen wäre. Es gibt viele Möglichkeiten, seine Sünden abzubüßen und der Junge ist bereit für Großes und für Deutschland.

        MW 18.06.2020
  • Und auch hier zeigt sich, dass Ihr die wahre Alternative zum Parteiendiktat seid. Während die selbsternannten Christen mit amerikanischen IT Firmen Lobbyarbeit betreiben, habt Ihr eine faire und gerechte Lösung gefunden, die offen kommuniziert ist.

    Ich wünsche Herrn Strohmeier alles Gute, Sucht ist eine Scheiss Krankheit.

    Benjamin Dittmar 15.06.2020
  • Korrekter Umgang mit der Situation. Die Vergangenheit zeigte, dass niemand fehlerfrei ist. Ich hoffe,er kriegt seine Sucht in den Griff und kann sich eine aufrichtige Reputation erarbeiten.

    DZ 15.06.2020

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