Stadtführung durch Bamberg

Mitte Oktober führte ein geschichts- und ortskundiger Unterstützer Aktivisten der fränkischen Stützpunkte und weitere interessierte Kameraden durch die wunderschöne Kulturstadt Bamberg. Hierbei lernten die Spaziergänger viele einzigartige Kunst- und Kulturschätze, aber auch die dunkle Geschichte der Weltkulturerbestadt kennen. Selbst für eingefleischte Bamberger gab es die ein oder andere „Neuigkeit“über die vielschichtige Stadtgeschichte zu erfahren.

Bamberg als Tatort christlicher Mordherrschaft

Wer durch die Straßen Bambergs geht, der betritt nicht nur die Wege einer Kulturmetropole, sondern auch einen Tatort: und zwar den kirchlicher Abschlachtung von Menschen – besser bekannt als Hexenverfolgung.

In nur 20 Jahren wurden über 1000 Menschen rücksichtslos gefoltert und bestialisch ermordet. Landläufig wird diese Epoche immer dem „dunklen Mittelalter“ zugeordnet, allerdings wurden diese Untaten erst in der Neuzeit begangen. Im Falle Bambergs hatte die Menschenjagd zwischen 1612 und 1632 unter dem selbstherrlichen, entmenschten Fürstbischof Johann Georg II. Fuchs von Dornheim, genannt „Der Hexenbrenner“, ihren grausamen Höhepunkt.

In Bamberg wurde seinerzeit extra ein Foltergefängnis geschaffen, damit die gehaschten Menschen auch die abstrusen ihnen vorgeworfenen „Taten“ brav gestanden, um sie „legitimiert“ bestialisch hinrichten zu können.

Viele Vorgehensweisen der damaligen Hexenbrenner scheinen Vorbild für die heutige Verfolgung volkstreuer Deutscher durch die BRD-Büttel zu sein. Es wird nicht gefoltert, nicht offen gemordet, Nationalisten werden aber Lächerlichkeiten vorgeworfen, die aus der Eigeninterpretation von selbsterlassenen Gummiparagraphen zur Straftat zusammengesponnen werden. In Schauprozessen ähnelnden Verfahren wird das Schauspiel dann in die Öffentlichkeit getragen. Damals wie heute der selbe Beweggrund: Oppositionelle mundtot zu machen.

Ein paar Impressionen der Stadtführung
Ein paar Impressionen der Stadtführung

Bamberger Dom und Bamberger Reiter

Weithin zu sehen, trotzt der Bamberger Kaiserdom seit über 1000 Jahren den Stürmen der Natur und der Zeit, hoch oben auf dem Domberg. Einst soll sich hier schon eine heilige Stätte unserer Urahnen befunden haben, die noch den arteigenen Glauben unseres Volkes lebten. Das an dieser Stelle errichtete, imposante Kunstwerk deutscher Baukunst ist vor allem durch den Bamberger Reiter über die Region hinaus bekannt.

Unglaublich detailreich und anmutig ist ein starker, junger Mann auf einem Ross reitend dargestellt. Der Krone auf seinem Haupt nach muss es sich um einen Edelmann handeln. Viele Mythen ranken sich um seine Identität, die bis heute nicht geklärt ist. Fest steht aber, dass es sich um ein meisterhaftes Kunstwerk handelt, bei dem der schaffende Künstler ein Abbild der deutschen Volksseele und des germanischen Antlitzes in Stein gemeißelt hat.

Wie einst der großartige deutsche Dichter Stefan George über den Reiter hoch oben am Pfeiler der monumentalen Volkshalle schrieb:

„Du Fremdester brichst noch als echter spross
Zur guten kehr aus deines volkes flanke.
Zeigt dieser dom dich nicht: herab vom ross
Streitbar und stolz als königlicher Franke!
Dann bist du leibhaft in der kemenat
Gemeisselt – nicht mehr Waibling oder Welfe –
Nur stiller künstler der sein bestes tat·
Versonnen wartend bis der himmel helfe“

Genusszentrum Bierfrankens

Mit der höchsten Brauereidichte Deutschlands zählt Oberfranken als Zentrum deutscher Bierkultur. Die vielen kleinen Brauereien schaffen eine unglaublich vielfältige Genusspalette, die größtenteils auch nur regional vertrieben wird. Gerade für die angereisten Kameraden war die Einkehr in eine der zahlreichen Wirtschaften eben auch ein einmaliges Genusserlebnis.

 

Natürlich kam auch – trotz mancher ernster Geschichte – der Spaß während des Rundgangs nicht zu kurz und die Zeit ging wie im Flug vorbei. Am Ende der dreistündigen Führung hatten die Auswärtigen einen interessanten Einblick in die vielfältige Stadtgeschichte erfahren und die eingefleischten Bamberger das ein oder andere Detail dazugelernt oder korrigiert.





1 Kommentar

  • Es trifft nich nur auf Bamberg zu, das auf alte germanische Kultstätten Kirchen errichtet wurden. Über all in Deutschland und Europa stehen Kirchen auf heiligen Boden der Germanen. Sie hießen Heiligestätten, weil sie nicht angetastet werden durften. Selbst unter verfeindeten Stämmen war es tabu, sich gegenseitig diese Stätten zu zerstören. Aber als die Kirche ihre Kreuzzüge begann, wurde dieses ungeschriebene Gesätz außer Kraft gesetzt. Man zerstörte Heilige Stätten und verwendete das Baumaterial zum Bau von Kirchen. In Bamberg hat die Kirche schon seit Jahrhunderten dafür gesorgt das es kaum noch Beweise für alte germanische Stämme gibt.
    Aber die Neuzeit ist auch nicht besser, so hat man beim Bau der Autobahn A3 zwischen Höchstadt an der Aisch und Erlangen, ein ganzes frühzeitliches Siedlungsgebiet eingeebnet, ohne groß darüber zu forschen. Einige Funde die direkt im Baubereich der Autobahn gelegen haben, wurden im Erlanger Museum ausgestellt, aber das war es dann schon. Wenn man dort in den angrenzenden Wälder geht findet man viele Dinge die zerstört wurden und das erst in der Neuzeit.
    Wiedermal sind das Anzeichen dafür, dass vom alten Germanien nicht übrig bleiben darf.

    Wilhelm 30.10.2020
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