Heerlager, Unterwerfung, Guerilla – eine französische Trilogie über den Untergang des Abendlandes (Teil 1/2)

Frankreich scheint, beginnend mit der Französischen Revolution, in Europa stets trauriger Vorreiter negativer Entwicklungen zu sein. Angesichts des überhandnehmenden islamischen Terrors, der demographischen Kraft nicht-weißer Einwanderer, deren genaue Zahl unbekannt ist und wohl absichtlich unbekannt bleiben soll und dem aussichtslosen Beharren auf republikanischen Werten wie Laizität und reiner Willens-Nation erscheint die einstige „Grande Nation“ nur noch als Schatten ihrer selbst (Siehe: Vorbürgerkrieg und Geburtenjihad – Frankreich schafft sich ab).

Der Niedergang Frankreichs, den übrigen weißen Nationen lediglich einige Jahre voraus, findet naturgemäß seinen Niederschlag auch in der Literatur und, der Entwicklung entsprechend, ausschließlich in Form der Dystopie. Es sind gleich drei Meister der Feder, die sich im Abstand von Jahrzehnten des Themas Untergang und Unterwerfung angenommen haben. In der Sache ähnlich, in der Darstellung dem jeweils eigenen Naturell und Erfahrungshorizont folgend.

Der „letzte Franzose“ oder der erste Prophet des Kommenden

Als Erstes in der Reihenfolge ist ohne Zweifel Jean Raspail mit seinem prophetischen Werk „Das Heerlager der Heiligen“ zu nennen. Im Jahr 1971/72 entstanden, verdichtet das „Heerlager“ den sich nun bereits über Generationen hinziehenden Vorgang des großen Austauschs der weißen Völker auf wenige Wochen. An einem Ostersonntag landen Hunderttausende hungernder Inder an der französischen Küste auf Suche nach Brot und Lebensraum. Sie treffen auf ein Frankreich, das unfähig ist, sich zu verteidigen, weil es eine falsch verstandene Menschlichkeit über die Selbstbehauptung stellt.

Sie sind schwach. Sie sind mitleiderregend. Sie sind unbewaffnet. Ihre Stärke liegt in ihrer Zahl. Die Stammvölker Europas mit ihren verkümmerten Geburtenraten und ihrer gloriosen Überalterung werden dem nichts entgegensetzen können (Zitate aus dem Sammelband „Der letzte Franzose).

Moraltriefende Medienpropaganda, opportunistische Politiker, verzückte Kirchenmänner, linke Fanatiker, die den eigenen Untergang fiebrig herbeisehnen – die mit beißender Ironie gezeichneten Wortführer der Überfremdung erscheinen aus dem Heute so vertraut, als hätte der Autor in eine Glaskugel geblickt, obwohl die weitere Entwicklung damals noch ganz am Anfang stand – Anfang der 1970er Jahre waren die Kolonialkriege der Franzosen erst wenige Jahre zuvor zu Ende gegangen, im Süden Afrikas war „Weiß-Afrika“ eine wehrhafte Realität und in Angola und Mozambique verteidigten die Portugiesen verbissen die immer noch bedeutenden Reste ihres einstigen Weltreiches.

Doch bei Raspail droht bereits die Überflutung des europäischen Kerns – wer wird gegen die Bedrohung den Befehl zum Schießen geben, wer ihn ausführen? „Feigheit vor den Schwachen ist die wirksamste, durchdringendste und tödlichste Feigheit“, lässt er den französischen Präsidenten im Roman erklären, bevor „Big Other“ (die Phalanx derer, die die Grundlagen der weißen Nationen zerstören und ein Götzenbild des “Anderen” aufrichten, dessen tyrannischem Anspruch und dessen moralischen Anklagen sich die weiße Welt zu unterwerfen hat) ihn wieder an die Kette legt.

In Wahrheit weiß instinktiv jeder, daß die „sichtbaren Minderheiten“ eines Tages in der Mehrheit sein werden, und daß es kein Mittel gibt, außer dem Undenkbaren, um diese Entwicklung aufzuhalten. (Zitate aus dem Sammelband „Der letzte Franzose).

Typisch für Raspail ist die Handvoll Charaktere, die Unbeugsamen, Solitäre und Individualisten, die, die sich gegen die Herde stellen und auf verlorenem Posten dem Unvermeidlichen ins Auge sehen. Es ist jener bestimmte Typ Mann, der in aussichtsloser Mission Haltung bewahrt bis zum bitteren Ende, der uns dort zum ersten Mal begegnet und der in allen folgenden Romanen des Franzosen immer wieder auftauchen wird.

Alle meine Figuren haben eine Haltung. Die Haltung ist fundamental. Das ist es, was für mich den Menschen ausmacht, ich habe das immer und immer wiederholt in meinen Büchern. (Zitate aus dem Sammelband „Der letzte Franzose).

Das Heerlager der Heiligen, erschienen 1973, wäre dank politischer Gesetze heute nicht mehr publizierbar.

„Le Monde“ urteilte 1998: Lesen Sie dieses Buch wieder, das vor zwanzig Jahren erschienen ist … In Zeiten der schlecht gesteuerten „Migrationsströme“ beeindrucken seine Voraussagen durch ihre Plausibilität und die Ratlosigkeit, in die sie uns stürzen und in der sie uns zurücklassen … Die Bewußtlosigkeit der Invadierten und ihre Bereitwilligkeit, denen entgegenzukommen, die sie auflösen werden …

Jean Raspail starb am 13. Juni dieses Jahres hochbetagt. Das Faszinosum seiner Person bestand nicht zuletzt in seiner Doppelnatur: Als Schriftsteller herrschte er über ein ureigenes, bewußt unzeitgemäßes Königreich der romantischen Imagination, während er zugleich einen überaus scharfen, klaren, unerbittlichen, ja grausamen Blick auf die Gegenwart (und die Zukunft) besaß. Mit dem „letzten Franzosen“ ging mehr als ein Schriftstellerleben zu Ende – mit ihm starb eine Epoche Europas, die nie mehr wiederkehren wird. Dennoch war er eine lebendige Verbindung in das Frankreich von gestern, nicht nur des Kolonialreiches, sondern des Ancien Régime, der Helden und Heiligen.

 

Fortsetzung folgt in wenigen Tagen…





1 Kommentar

  • Diese ewige Weltuntergangsgeschichte ist bloß deswegen kein «Defätismus» weil sie Bestandteil des «politischen Narrativs» des sogenannten «linken» Lagers ist. Hierbei handelt es sich bloß um einen alten Bekannten mit zeitgenössisch aufgehübschtem Gewand, nämlich um den historischen Materialismus: Aufgrund des naturgesetzlichen Fortschreitens der Geschichte werden wir gewinnen und die anderen sind dem Untergang geweiht! *gähn* … vielleicht mal ein paar neue Sprüche lernen?

    ZB sind die Geburtenraten in Europa nicht «verkümmert», was einen Art «naturgesetztlichen» Niedergang nahelegt, sondern sie werden sozuagen gewaltsam durch chemische Verhühungsmittel kleinghalten.

    Die Entkolonialisierung Afrikas hat auch nichts mit der Charta der UN, hehren Motiven oder irgendwelchen Niedergängen zu tun, sie folgt lediglich kapitalistischer Logik: Außer Rohstoffe wollen wir nichts von da. Um die zu bekommen, müssen wir da nicht zum Selbstkostenpreis eine funktionierende Verwaltung hinstellen und ständig Kleinkaliberkriege führen, um sie dort zu erhalten, es langt vollkommen, die jeweils regierende Gangsterbande mit Waffen und Geld zu versorgen. Damit können die vor Ort soviel «Ordnung» halten, daß die Rohstoffe außer Landes geschafft werden können. Das ist billiger.

    RW 13.11.2020

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